Ein 17-jähriger Genfer, der sich zum Zeitpunkt der Katastrophe im Untergeschoss befunden hatte, schilderte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA seine Eindrücke.
Der Jugendliche feierte mit vier Freunden im Alter von 15 bis 17 Jahren. Von seinen Freunden sind zwei unverletzt und zwei weitere in kritischem Zustand. Er selbst erlitt Verbrennungen zweiten Grades an Hand, Rücken, Kopf und Gesicht. Seine Aussage deckt sich mit anderen: Eine Servicemitarbeiterin, die sich auf den Schultern einer anderen Person befand, soll demnach versehentlich die Decke mit einer Champagnerflasche entzündet haben, die mit den Bengal- oder Wunderkerzen bzw. Tischfeuerwerk dekoriert war.
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"Zu Beginn sahen wir Feuer, dachten aber, jemand würde es löschen. Der schalldämpfende Schaumstoff an der Decke fing Feuer, schmolz, und die Flammen breiteten sich aus", sagte der 17-Jährige. "Ich musste eine Runde um die Bar machen, um dem Feuer zu entkommen. Zuerst bin ich im Schritttempo gegangen, aber die Menschenmenge verstopfte die Treppe. Ein Feuer- und Hitzeball erfüllte den Raum, als ich mich auf der Treppe befand."
Verletzte flüchteten in andere Bar
"Als ich draußen war, versuchte ich, den Leuten in der Bar zu helfen, aber es war schwierig", berichtete der Teenager weiter. Viele Verletzte und Überlebende flüchteten in eine Bar gegenüber. "Vor der Bar lagen draußen Körper auf dem Boden. In dem Moment, als ich hinauskam, waren die Rettungskräfte, zumindest die Polizei, bereits vor Ort."