Siem Reap in Kambodscha hat neben dem Angkor Wat jetzt eine neue Sehenswürdigkeit. Zu Ehren der berühmtesten Minen-Suchratte Magawa wurde ein 2,20 Meter hohes Denkmal präsentiert.
Im asiatischen Land gilt die Riesenhamsterratte als ein Held. Sie starb friedlich Anfang 2022 mit acht Jahren. Zu Lebenszeiten konnte Magawa über 100 Landminen erschnüffeln.
Zu Zeiten der Schreckensherrschaft der Roten Khmer unter ihrem Anführer Pol Pot (von 1975 bis 1979) wurden in Kambodscha Millionen Minen verlegt. Die meisten wurden nicht in einer Karte dokumentiert. Ganze Landstriche wurden dadurch unbewohnbar.
Afrikanische Riesenhamsterratten helfen beim Entminen
Als Retter entpuppen sich die afrikanischen Riesenhamsterratten. Mit ihrer großartigen Spürnase können sie Minen erschnüffeln. Ausgebildet werden die kleinen Helfer von der belgischen Organisation "Apopo". Mit ihnen werden große verminte Flächen systematisch abgesucht. Die Nager werden an einer dünnen Leine geführt.
Magawa gehört zu den erfolgreichsten Spürnasen. Sie wurde 2014 im ostafrikanischen Tansania geboren und konnte auf einer Fläche von 141.000 Quadratmetern Land über 100 Landminen und Blindgänger erschnüffeln. Magawa wurde vor allem mit Bananen und Erdnüssen für ihre wichtige Arbeit belohnt.
Berufskollege mit Weltrekord
Schon zu Lebzeiten erhielt Magawa 2020 als erste Ratte jemals die Goldmedaille der Tierschutzorganisation PDSA, die höchste internationale Ehrung für tierischen Mut.
Auch andere afrikanische Riesenhamsterratten konnten in Kambodscha wichtige Arbeit verrichten. Berufskollege "Ronin" schaffte mit seinen Leistungen sogar ins "Guinness-Buch der Rekorde". Er konnte innerhalb von dreieinhalb Jahren 109 Landminen und 15 Blindgänger erschnüffeln.