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Weltchronik

Falscher Arzt amputierte in Indien

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Ein in Indien unter Kinderschänder-Verdacht festgenommener Australier hat sich 30 Jahre lang fälschlich als Mönch und Arzt ausgegeben. 

Er habe unter anderem Augenoperationen und Amputationen gemacht, berichtete der australische Rundfunk ABC am Montag. Der Mann habe sich 1976 nach umfangreichen Betrügereien mit einem gefälschten Pass abgesetzt. Ein Kinderschutzbund forderte die australische Regierung auf, seine Auslieferung zu betreiben und ihn in Australien anzuklagen.

Ergebnislose Anklage
Der Mann soll drei Jahrzehnte als vermeintlicher Helfer durch Indien gezogen sein. Er habe Lepra-Patienten Gliedmaßen amputiert und Patienten mit grauem Star operiert, sagte eine frühere Mitarbeiterin. Er soll mehr als 25 Buben missbraucht haben. Eine Anklage 2001 verlief nach Angaben des Rundfunksenders bis heute im Sande. Im November wurde er erneut festgenommen und gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Die indischen Behörden hätten seine Behauptung, er sei Arzt, nicht infrage gestellt. Nach Informationen des Senders ist der Mann in Australien wegen Betrugs aktenkundig.

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