Ein Swiss Airbus musste wegen eines defekten Triebwerks den Start in Neu-Delhi abbrechen. Nach einem Knall brach Panik aus, es gibt Verletzte bei der Evakuierung.
Die Maschine mit der Flugnummer LX147 stand bereits auf der Startbahn und hatte zum Startschub angesetzt, als das Drama seinen Lauf nahm. Laut Augenzeugen gab es plötzlich einen lauten Knall im Triebwerk, woraufhin der Pilot sofort eine scharfe Bremsung einleitete, berichtet der Schweizer "Blick". In der Kabine herrschte kurzzeitig Dunkelheit, während draußen Funken flogen und die Feuerwehr mit Wasser begann, das Flugzeug zu kühlen. An Bord befanden sich insgesamt 228 Passagiere sowie vier Kleinkinder, die das Flugzeug über Notrutschen verlassen mussten.
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Panik während der Evakuierung
Während der Räumung des Flugzeugs kam es offenbar zu dramatischen Szenen auf der Rollbahn. Ein Passagier berichtete von chaotischen Zuständen, bei denen zwei ältere Frauen schwere Verletzungen, darunter Beinbrüche, erlitten haben sollen. Das berichtet ein Fluggast gegenüber "Blick". Die Fluggesellschaft Swiss bestätigte bisher, dass sich insgesamt sechs Personen in medizinischer Untersuchung befinden. Die Crew blieb nach aktuellen Informationen wohlauf.
Ursachenforschung durch technische Experten
Warum das Triebwerk des Airbus A330-343 Probleme machte, ist derzeit noch völlig unklar. Die betroffene Maschine ist seit Jänner 2011 im Einsatz und soll nun von Spezialisten genau unter die Lupe genommen werden. Das Unternehmen kündigte gegenüber "Blick" an, technische Spezialistinnen und Spezialisten direkt nach Indien zu schicken, um den Vorfall im Detail zu klären. Auch für die Weiterreise der gestrandeten Passagiere werde unter Hochdruck an schnellen Lösungen gearbeitet, do die Airline.
Kritik an Betreuung vor Ort
Trotz der Bemühungen der Airline berichten Reisende von einer schwierigen Lage am Indira-Gandhi-Flughafen. Ein Fluggast schilderte die Situation Stunden nach dem Vorfall als chaotisch und kritisierte, dass kein Personal der Airline für die direkte Betreuung zur Verfügung stehe. Swiss betonte, dass "örtliche Teams" vor Ort seien, um sich um die Gäste zu kümmern.