Kinderheim-Skandal: Ermittlungen in Bunker

Großbritannien

Kinderheim-Skandal: Ermittlungen in Bunker

Sechs Zeugen berichteten, in dem deutschen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg missbraucht worden zu sein. Bisher gibt es drei Anklagen.

Im Missbrauchs-Skandal in einem ehemaligen Kinderheim auf der Kanalinsel Jersey konzentriert sich die Polizei nun auch auf einen deutschen Bunker. Zeugen hätten ausgesagt, dass sie in dem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg sexuell missbraucht worden sind, sagte Ermittlungsleiter Lenny Harper am Mittwoch auf der britischen Insel. Insgesamt hätten sechs Zeugen berichtet, dass sie als Kinder von Heimmitarbeitern in den nahe gelegenen Bunker gebracht und dort gequält wurden. Jersey war während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen besetzt.

Mehr als 40 Verdächtige
Die Polizei ermittelt seit Monaten und geht derzeit mehr als 100 Anschuldigungen gegen Ex-Mitarbeiter des Heims "Haut de la Garenne" nach. Zahlreiche Zeugen hatten berichtet, dass Kinder dort in den 60er und 70er Jahren vergewaltigt, geschlagen und unter Drogen gesetzt worden waren. Bisher waren vier Kellerräume in dem Gebäude, das später zu einer Jugendherberge umfunktioniert wurde, durchsucht worden. Nach Angaben der Polizei gibt es mehr als 40 Verdächtige. Drei Männer sind bereits wegen Missbrauchs angeklagt.

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