Karfreitagstradition

Männer lassen sich ans Kreuz schlagen

philippinen
© EPA

In den Philippinen gedenkt man auf diese Weise den Leiden Jesu. Die jungen Männer lassen sich tatsächlich Nägel durch Hände und Füße schlagen.

OE24 auf Google bevorzugen

Auf den Philippinen wollen sich an diesem Karfreitag mehr als ein Dutzend junge Männer in Erinnerung an die Leiden Jesu ans Kreuz schlagen lassen. Die Kreuzigungen in San Fernando rund 75 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila sind zu einem Touristen- und Medienspektakel geworden und ziehen jedes Jahr tausende Schaulustige an.

Unter den Männern, die sich Nägel in Hände und Füße schlagen lassen wollten, war Bauarbeiter Rolando Bautista (38). "Ich tue es für meine Familie", sagte der Vater von fünf Kindern. "Damit niemand krank wird und wir unbeschadet durch die schweren Zeiten kommen. Ich hoffe, dieses Opfer macht der Krise ein Ende."

Bautista arbeitete in Saudi-Arabien, bevor er seinen Job verlor. Die katholische Kirche ist gegen die Rituale, unternimmt aber wenig, um sie zu unterbinden.

Blutige Rituale auf den Philippinen


1 / 11

geiselung_APA

Karfreitag auf den PhilippinenZu Karfreitag wird in der Stadt San Fernando auf den Philippinen alljährlich ein blutiges Ritual begangen, um an den Leidensweg Jesu Christi zu erinnern.

© APA

geiselung_AP

Karfreitag auf den PhilippinenDazu gehört auch die Selbstgeisselung. Männer ziehen durch die Straßen und schlagen mit Bambusstöcken ihre Rücken blutig.

© AP

blut_APA

Karfreitag auf den PhilippinenHier hilft ein Mann nach. Mit einem Messer ritzt er den Rücken des Anderen auf.

© APA

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden