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Jubel in D und F

Medizin-Nobelpreis für HIV-Entdecker

Jubel in Deutschland und Frankreich: Der Medizin-Nobelpreis 2008 geht an die Entdecker des HIV-Virus - und des HPV-Virus.

Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2008 geht zur einen Hälfte an Harald zur Hausen (Deutschland) und zur anderen Hälfte an die beiden Franzosen Francoise Barre-Sinoussi and Luc Montagnier. Das gab das Karolinska Institut am Montag in Stockholm bekannt. Zur Hausen wird für die Entdeckung des Human Papilloma-Virus (HPV) als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs ausgezeichnet, die französischen Mediziner für die Entdeckung des AIDS verursachenden Humanen Immundefizienz-Virus (HIV). Der ebenfalls als HIV-Entdecker geltende US-Forscher Robert Gallo wurde nicht berücksichtigt.

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Harald zur Hausen, Foto: (c) dpa

Eine Million Euro
Die Auszeichnung ist - wie im Vorjahr - mit zehn Millionen schwedischer Kronen (rund 1 Mio. Euro) dotiert und wird am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Stockholm überreicht. Im Vorjahr erhielten den begehrten Preis drei Wissenschafter: Mario Capecchi und Oliver Smithies (beide USA) sowie Martin Evans (Großbritannien) wurden für ihre bahnbrechenden Ergebnisse in der Stammzellforschung, speziell im Bereich der embryonalen Stammzellen und der DNA-Rekombination bei Säugetieren, ausgezeichnet.

Medizin-Nobelpreis seit 1901
Der Träger des Medizin-Nobelpreises wird von 50 Professoren des Karolinska-Instituts bestimmt. Der erste Medizin-Nobelpreis war 1901 Emil von Behring für seine Arbeit über Serumtherapie zugesprochen worden.

Der Chemiker und Industrielle Nobel (1833-1896) hatte in seinem Testament festgelegt, dass alljährlich fünf Preise an Persönlichkeiten verliehen werden, "die im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben". Der Nobelpreis für Wirtschaft wird seit 1968 von der Sveriges Riksbank gestiftet.



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