Abhörskandal

Murdoch weitet interne Ermittlungen aus

Murdoch weitet interne Ermittlungen aus
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Haben Reporter in Großbritannien auch gegen US-Recht verstoßen?
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Der Medienzar Rupert Murdoch weitet offenbar die internen Ermittlungen über die Berichterstattungspraxis bei den britischen Blättern seines Konzerns News Corp aus. Anwälte der beauftragten Kanzlei Linklaters würden prüfen, ob in Großbritannien Reporter im Zusammenhang mit dem Abhörskandal gegen US-Recht verstoßen hätten, sagte eine mit den Ermittlungen vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Dafür fänden Gespräche mit ausgewählten Journalisten statt, Anwälte schauten sich die E-Mail-Korrespondenzen an und kontrollierten Rechnungen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass eine Überprüfung der journalistischen Standards in Großbritannien stattfinde.

Murdoch hatte das britische Boulevardblatt "News of the World" im Zusammenhang mit dem Abhörskandal geschlossen. Zudem musste er seine Pläne fallenlassen, den britischen Bezahlsender BSkyB vollständig zu übernehmen. Wegen der Affäre müssen sich Murdoch und sein Sohn Rupert vor dem High Court verantworten. Zudem geriet der bekannte Manager und News-Corp-Chef in den USA wegen der ungeklärten Nachfolge-Frage unter Druck.

Murdoch: Milliardär, Mogul, Machtmensch


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Rupert Murdoch

Rupert Murdoch: Seine VitaMurdoch ist Sohn eines angesehenen australischen Journalisten und arbeitete auch selbst als Journalist.

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Rupert Murdoch

Rupert Murdoch: Seine VitaMit dem Tod seines Vaters erbte der gebürtige Melbourner 1952 mit Anfang 20 zwei Zeitungen. „The Aidelaide News“ und die „Sunday Mail“.

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Rupert Murdoch

Rupert Murdoch: Seine VitaSein News-Corb-Konzern ist heute in Australien, Europa, Asien, Lateinamerika und den USA vertreten. Neben Zeitungen, Magazinen und Buchverlagen gehören auch zahlreiche Kabel-und Satellitensender zum Konzern.

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Die Hauptfiguren im Abhörskandal


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Rupert Murdoch

Rupert MurdochZum Imperium des 80 Jahre alten Medienzars aus Australien gehören in Großbritannien neben dem inzwischen eingestellten Blatt "News of the World" auch die Boulevardzeitung "The Sun" sowie die Qualitätsblätter "The Times" und "Sunday Times". Murdoch kontrolliert 37 Prozent des britischen Zeitungsmarktes. Er wollte seine Medienmacht mit einem milliardenschweren Anteils-Zukauf beim Sender BSkyB weiter ausbauen, musste dies aber zunächst aufgeben. Murdoch pflegt engste Kontakte zu Spitzenpolitikern. Schon lange galt in Großbritannien als offenes Geheimnis: "Murdoch gewinnt Wahlen."

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Murdoch-Vertraute Brooks angeklagt

James Murdoch: Er gilt als Kronprinz im Medienimperium seines Vaters. Bei der britischen Senderkette BSkyB, an der Murdoch 39 Prozent hält, war der 38-Jährige zunächst Vorstandschef, zuletzt Aufsichtsratsvorsitzender. Der in London geborene James leitet die Europa-Aktivitäten für Murdochs Medienkonzern News Corp. Sein Stern könnte mit der Abhöraffäre sinken. BSkyB-Aktionäre diskutieren offen seine Ablösung.

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Murdoch-Vertraute Brooks angeklagt

Rebekah Brooks: Die "Power-Frau" in der Macho-Welt des britischen Boulevardjournalismus war bis 2003 noch unter ihrem Mädchennamen Rebekah Wade Chefredakteurin von "News of the World" - just in der Zeit, in der das illegale Abhören bei der Zeitung zum System zu gehören schien. Die 43-Jährige mit der roten Lockenmähne wechselte dann zur "Sun" und leitete bis zu ihrem Rücktritt am vergangenen Freitag als Verlagsmanagerin die Medienholding News International, zu der alle britischen Murdoch-Zeitungen gehören. Mit ihren engen Kontakten in die Downing Street könnte sie für Regierungschef David Cameron zur Belastung werden.

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