Prominente Tierschützer sollen Kängurus retten

Australien

Prominente Tierschützer sollen Kängurus retten

600 der Beuteltiere richten auf dem Gelände des australischen Verteidigungsministeriums Schaden an. Jetzt soll Paul McCartney sie umsiedeln.

Um Hunderte australische Kängurus vor dem Abschuss zu retten, hoffen Tierschützer nun auf prominente Unterstützung. Ex-Beatle Paul McCartney soll ihnen helfen, die Tiere umzusiedeln und sie damit vor der staatlich angeordneten Tötung zu retten, sagte ein Sprecher der australischen Känguru-Schutzorganisation. Die Aktivisten wollten eingreifen, wenn das "unmenschliche Blutbad" weitergehe, sagte der Präsident der Organisation Wildlife Protection Association, Pat O'Brian. Auf dem stillgelegten Militärgelände leben rund 600 Kängurus. Wissenschafter erklärten, das rasche Wachstum der Population bedrohe ihr eigenes Überleben und das gefährdeter Reptilien und Insekten.

"Es war der Tag, an dem Australiens Hoheitszeichen ins Kühlhaus verbannt wurde", schrieb die Zeitung "The Daily Telegraph" in Sydney und berichtete, wie die Kadaver in Kühlgeräten gelagert wurden. O'Brian kündigte eine "direkte Aktion" gegen die Tötungen für Dienstagabend oder in der Nacht auf Mittwoch an. Umweltminister Peter Garrett bezeichnete die Einschläferungen als "bedauerliche letzte Möglichkeit", die aber notwendig sei.

Zwei Aktivisten brachen am Dienstag in das Gelände ein, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte. Sie hätten einige Kängurus erschreckt und aufgeregt. Das Ministerium forderte die Tierschützer auf, ihre Meinung friedlich zu äußern. Die Tötungen wurden von der Gesellschaft für die Prävention von Grausamkeit gegen Tiere überwacht. Ein Sprecher sagte am Dienstag, Überprüfungen am Montag hätten ergeben, dass alle Standards für den Tierschutz eingehalten würden.

Bereits am Montag wurden nach Angaben von Tierschützern bis zu 40 Kängurus mit Pfeilen betäubt und dann mit einer Spritze eingeschläfert. Das Verteidigungsministerium hatte die Tötungen angeordnet, da es sich als zu kostspielig erwiesen habe, die Tiere einzufangen und umzusiedeln. Das Ministerium sprach von Gesamtkosten in Höhe von 3,5 Millionen australischer Dollar (2,1 Millionen Euro) oder 8.750 australischer Dollar (5.300 Euro) pro Tier.

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