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Schweizer Grenze

Schmuggler trugen 96 Mrd. Euro im Koffer

Zwei Männer wollten die Staatsanleihen in einem Koffer über die Schweizer Grenze nach Italien bringen. Beträge über 10.000 Euro in Nicht-EU-Länder auszuführen, ohne sie beim Zoll anzugeben ist verboten, den Schmugglern drohen hohe Strafen.

Es könnte ein gewaltiger Schmuggelskandal sein - oder schlichtweg eine üble Fälschung: Mit Staatsanleihen im Wert von rund 96 Mrd. Euro im Koffer sind zwei Schmuggler an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien erwischt worden. Ob die Papiere echt oder gefälscht sind, stehe aber noch nicht fest, teilte die italienische Finanzpolizei "Guardia di Finanza" von Chiasso am Freitag mit.

Unverhoffte Finanzspritze
Sollten die Anleihen echt sein, drohen den Schmugglern hohe Strafen. Es ist verboten, Beträge über 10.000 Euro in Nicht-EU-Länder auszuführen, ohne sie beim Zoll anzugeben. Italien könnte sich in dem Fall über eine unverhoffte Finanzspritze freuen: Der Staat dürfte 40 Prozent der beschlagnahmten Summe behalten.

Bereits am 3. Juni verhaftet
Die im Zug reisenden Schmuggler waren bereits vor mehr als einer Woche Zöllnern ins Netz gegangen. Die Beamten hatten die Papiere bei einer Routine-Kontrolle am 3. Juni unter einem doppelten Boden in einem Koffer entdeckt. Die beiden Männer - den Angaben nach zwei Japaner über 50 - hatten die Unterlagen nicht beim Zoll angegeben.

Wie die "Guardia di Finanza" erklärte, handelt es sich bei den Papieren um zehn sogenannte Kennedy-Bonds zu je einer Mrd. Dollar (715 Mio. Euro) und 249 US-Staatsanleihen mit einem Nennwert von je 500 Mio. Dollar (rund 358 Mio. Euro). Die japanische Botschaft in Rom bestätigte die Festnahme der beiden Männer.

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