Schwangere in Kirche erschossen

Drama in Madrid

Schwangere in Kirche erschossen

Sanitäter retteten das Kind durch Kaiserschnitt am Tatort.

Während der Abendmesse in einer Madrider Kirche ist am Donnerstag eine schwangere Frau durch einen Kopfschuss getötet worden. Zunächst ging die Polizei von einem Fall häuslicher Gewalt aus. Doch es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Täter nicht um den ehemaligen Lebenspartner handelte.

Der 34-jährige Mann betrat während des Gottesdienstes die mit rund 40 Gläubigen besetzte Pfarrkirche Santa Maria del Pilar im Norden der spanischen Hauptstadt, wählte offenbar zufällig die schwangere Frau aus und erschoss sie aus nächster Nähe.

Über das Motiv herrschte am Freitag noch Unklarheit. Der Mann, der noch eine weitere Frau schwer verletzte, beging nach der Tat - durch einen Kopfschuss - Selbstmord in der Kirche.

Die Rettungssanitäter konnten das Baby der ermordeten 36-jährigen Frau noch in der Kirche durch einen Kaiserschnitt retten. Der Geburtstermin für das Kind war ursprünglich für morgen, Samstag, vorgesehen. Die Mutter der ermordeten Frau, die zusammen mit ihrer Tochter regelmäßig die Messe besucht hatte, musste mit einem Schock ins Krankenhaus eingeliefert werden.
 

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