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Zu viele Nachdrucke

Türkei verbietet Hitlers "Mein Kampf"

Der Inhaber der Rechte an dem Buch, der Freistaat Bayern, setzte das Verbot vor einem türkischen Gericht durch, weil es immer mehr Nachdrucke gegeben hat.

Hitlers "Mein Kampf", das wegen einer Vielzahl preiswerter Nachdrucke die türkischen Bestsellerlisten gestürmt hatte, darf in der Türkei ab sofort nicht mehr gedruckt oder verkauft werden. Der Freistaat Bayern als Inhaber der Urheberrechte an dem Buch des "Führers" habe das Verbot vor türkischen Gerichten durchgesetzt, meldete der TV-Sender CNN-Türk am Donnerstag. Eine Bestätigung seitens der Behörden lag zunächst nicht vor.

Stürmte türkische Bestsellerlisten
"Mein Kampf", das politische Grundlagenwerk Adolf Hitlers, in dem er vor dem Hintergrund seiner Autobiographie die Grundzüge seiner weltanschaulichen Überzeugung und seines Programms entwarf, war in den vergangenen Jahren in der Türkei zum Bestseller geworden; gleich mehrere Verlage gaben das Buch heraus. Allerdings hatten die Herausgeber keine Druckgenehmigung. Auch habe Bayern als Inhaber der Rechte kein Geld von den Verlagen erhalten, meldete CNN-Türk. Das deutsche Bundesland sei daraufhin vor Gericht gegangen.

Hitler schrieb "Mein Kampf" 1924 während seiner Festungshaft in Landsberg zusammen mit seinem späteren Stellvertreter Rudolf Heß, welcher aber nicht als Ko-Autor aufgeführt wird.

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