Verpfuschter Silikon-Busen: 280 Betroffene

Schweiz

Verpfuschter Silikon-Busen: 280 Betroffene

Die defekten Implantate sollen dennoch nicht vorsorglich entfernt werden.

Mindestens 280 Schweizer Frauen haben sich fehlerhafte Silikonbusen der französischen Firma Poly Implant Prothese (PIP) einpflanzen lassen, vor allem in den Westschweizer Kantonen. Eine vorsorgliche Entfernung wurde von der Arzneimittelbehörde "Swissmedic" nicht empfohlen. Ist ein Silikonkissen allerdings kaputt, muss es ausgewechselt werden.

Brustimplantante zurückgerufen
Die französischen Gesundheitsbehörden hatten im März 2010 die Brustimplantate der Firma PIP vom Markt zurückgerufen. Die PIP-Silikonkissen haben eine höhere Tendenz zum Reißen als vergleichbare Produkte. Zudem kam es zu Entzündungen und weiteren Komplikationen.

Damals war auch eine Österreicherin betroffen, die sich das Implantat privat - vermutlich bei einem Eingriff im Ausland - einsetzen ließ. Zwischenfälle mit dem Produkt sind laut Agentur für Ernährung und Lebensmittelsicherheit (AGES) in Österreich nicht bekannt. Allein in Frankreich waren zwischen 35.000 und 40.000 Frauen betroffen. In der Schweiz verfügt PIP über kein Verkaufsnetz, die Ärzte konnten die Produkte aber direkt importieren.

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