Heuer wird es kriegsbedingt keine traditionelle Palmprozession über den Ölberg in die Jerusalemer Altstadt geben.
Das teilte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, laut Kathpress in einem am Montag veröffentlichten Schreiben mit. Eine endgültige Angabe zu den nächsten Tagen sei wegen der sich ständig entwickelnden Lage nicht möglich; es sei "jedoch bereits klar, dass gewöhnliche, für alle offene Feiern nicht stattfinden können".
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Statt der Prozession, an der üblicherweise Tausende einheimische und ausländische Christen teilnehmen, soll es einen Gebetsmoment für Jerusalem geben. Auf einen noch festzulegenden späteren Zeitpunkt verschoben werden soll die Chrisam-Messe in der Karwoche mit der Weihe des Chrisam-Öls für Taufe und Firmung.
Kardinal Pizzaballa rief die Gläubigen seitens der römisch-katholischen Kirche auf, sich am Samstag (28. März) dem Gebet um Frieden anzuschließen, "jeder von uns an seinem eigenen Ort" und im Gebet geistlich vereint. Die Grabeskirche, das wichtigste christliche Gotteshaus in Jerusalem, ist seit Beginn des Kriegs für Besucher geschlossen. Ähnliche Einschränkungen der Kar- und Osterfeiern in Jerusalem gab es zuletzt 2020 aufgrund der Corona-Pandemie.