Poker-Weltmeister: Pius Heinz gewinnt 8,7 Mio. Dollar

Sieg bei Poker-WM

"Wiener" gewann 8,7 Mio. Dollar

Student wohnt in WG - Jetzt ist er Weltmeister.

Es ist ein Foto, von dem der Student Pius Heinz (22) ewig träumte: Er „umarmt“ einen Riesenstapel Dollar-Bündel, im Hintergrund die Glitzerlichter des Zocker-Paradieses Las Vegas. Der nahe Bonn geborene, doch jetzt in Wien lebende Poker-Profi gewann Donnerstag, 0.14 Uhr Ortszeit (9.14 Uhr MEZ), im Rio-Casino die Poker-WM. Preisgeld: 8,7 Millionen Dollar (6,4 Millionen Euro). Dazu erhielt er ein mit Diamanten bestücktes Armband, „Bracelet“ im Pokerjargon.

Diashow: Wahl-Wiener wird Poker-Weltmeister

Wahl-Wiener wird Poker-Weltmeister

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    Poker-Papst
    „Das ist der größte Tag meines Lebens“, kam Pius Heinz, wegen seines vatikanischen Vornamens auch „Poker-Papst“ getauft, zu seinen mitgereisten 25 Freunden gerannt. Der Wirtschaftspsychologie-Student lebt wegen steuerschonenderer Glücksspielregeln in einer „Poker-WG“ nahe der Wiener Kennedybrücke in ­Österreich. Der Profi-Kartenspieler will die WM-Gewinne in Aktien und Immobilien anlegen, wie er bereits vor dem Turnier verriet.

    Kapuzenpulli
    Mit dem Kapuzenpulli, seiner Trademark, setzte sich Heinz als Führender mit 108 Millionen Chips am letzten Tag zum Finaltisch „November Nine“. Seine Gegner: Der US-Favorit Ben Lamb und der Tscheche Martin Staszko. Dieser dominierte zuerst, doch der „Wiener“ drehte nach zwei Stunden den Spieß um. Dann der letzte Krimi: Staszko legte Kreuz-10 und Kreuz-7 auf den Tisch („All-in“!). Heinz konterte mit Ass und König. Staszko wartete auf die Siegerkarte. Vergeblich. Heinz war Sieger.

    Nach Amerika?
    Glück? Der Poker-Papst, der erst vor vier Jahren das Pokerspiel erlernte und es vor allem am Computer zur Perfektion brachte, gibt zu, dass Glück beim Erhalt benötigter Karten eine große Rolle spiele. „Doch man kann viel lernen – und wer dauerhaft Erfolg haben will, kommt um die richtige Strategie nicht herum“, sagte er strahlend zu ABC-TV. Ein Reporter schlug ihm gleich vor, nach Amerika zu ziehen, wo er doch „noch mehr Geld“ mit dem Zocken machen könnte. Heinz winkte mit der Hand ab.

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