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Münchener Gespräche

Krisentreffen endet ohne Einigung auf Stoiber-Nachfolge

Definitiv tritt Stoiber am 30. September ab. Die Nachfolge ist umstritten. In München fand dazu ein Treffen statt, eine Einigung gab es nicht.

Im Machtkampf um den CSU-Vorsitz ist auch nach einem weiteren Krisentreffen der Parteiführung keine Ende in Sicht. "Beide Kandidaten halten die Bewerbung aufrecht", sagte der noch amtierende Parteivorsitzende Edmund Stoiber am Freitag nach der Spitzenrunde in der Münchner Staatskanzlei. In dem rund dreistündigen Gespräch versuchte er vergeblich, eine einvernehmliche Lösung zwischen CSU-Vize Horst Seehofer und dem bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber zu finden. Beide Kandidaten seien bereit, erst den Parteitag Ende September über den CSU-Vorsitz entscheiden zu lassen.

Stoiber zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass sich die Nachfolgefrage in den nächsten Wochen klären wird. "Es geht um eine große Aufgabe: die Mannschaftsaufstellung der CSU in Bayern und in Berlin. Da brauchen wir noch ein bisschen Zeit. Ich will alle Köpfe dabei haben." Er werde die Gespräche fortsetzen.

An dem Treffen nahmen auch Stoibers designierter Nachfolger als Ministerpräsident, Innenminister Günther Beckstein, der Fraktionschef im bayerischen Landtag, Joachim Herrmann, der Landesgruppenchef im Bundestag, Peter Ramsauer, Generalsekretär Markus Söder, die stellvertretende Parteichefin Barbara Stamm, Landtagspräsident Alois Glück und der Vorsitzende der CSU-Europagruppe, Markus Ferber, teil. "Wir haben ein sehr gutes Gespräch geführt", sagte Stoiber. "Es hat keinen Kampf gegeben und keine Verletzungen."

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