Verzweifelte Mutter in Afghanistan fleht

"Bitte rettet meinen Sohn!"

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"Bitte rettet meinen Sohn!"
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Viele Afghaninnen wollen zumindest ihre Kinder in Sicherheit sehen. Jetzt geht es um das Überleben des 5-jährigen Bubs Zahir. Seine Mutter bitte um Hilfe.
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ÖSTERREICH: Ihre Tante befindet sich derzeit in Kabul. Wie schlimm ist die Situation für Frauen?

Tschany:Meine Tante hat mir erzählt, dass in ihrer Nachbarschaft junge Mädchen und Frauen verschwunden sind, dass sie von den Taliban aus den Häusern gezerrt wurden.

ÖSTERREICH: Wozu?

Tschany: Sie werden an die Taliban-Kämpfer zwangsverheiratet. Das betrifft alle gebärfähigen Frauen, in den Augen der Taliban sind das Mädchen ab 12 Jahren. 40-jährige Männer suchen sich dann das Mädchen aus, das ihnen gefällt. Wer sich widersetzt, wird gefoltert und getötet. Es macht mich sprachlos.

ÖSTERREICH: Wie geht es ihrer Tante jetzt?

Tschany: Sie hat extreme Angst. Wenn sie zwangsverheiratet wird, nehmen die Taliban ihr ihren Sohn Zahir (5) weg. Sie indoktrinieren die Kinder und bilden sie zu Kämpfern aus. Meine Tante ist Alleinerzieherin. Sie versteckt sich, wir telefonieren aber jeden Tag. Sie ist immer an einem anderen Ort. Die Taliban nehmen derzeit Bezirk für Bezirk ein, das erhöht den Druck. Meine Tante glaubt nicht, dass sie das Wochenende überleben wird. Jetzt fleht sie, dass ihr Sohn Zahir gerettet wird. Sie hat gesagt, es ist ihr egal, was mit ihr passiert. Zahir ist erst fünf Jahre alt und soll eine Zukunft haben.

ÖSTERREICH: Hat sie probiert zum Flughafen zu gelangen?

Tschany: Nein, das ist viel zu gefährlich. Vor Ort herrscht Panik und Chaos, die Taliban kontrollieren die Zufahrt, feuern Schüsse ab und könnten sie erwischen.

Video zum Thema

Fellner! LIVE: Manizha Tschany im Interview


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