Kehrtwende

Iran zeigt sich im Atomstreit verhandlungsbereit

Bislang zeigte sich der Iran im Atomstreit unkooperativ. Jetzt will Teheran an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die EU unterbreitete ein Angebot.

Im Streit über sein Atomprogramm will der Iran nun doch mit Deutschland und den fünf UN-Vetomächten über das jüngste Anreizpaket beraten. Außenminister Manouchehr Mottaki sagte am Donnerstag bei einem Besuch in Uganda, die Islamische Republik habe die Sechser-Runde über ihre Bereitschaft zu Verhandlungen informiert. Die Vorschläge würden derzeit aber noch geprüft und zu gegebener Zeit werde seine Regierung eine offizielle Antwort geben. Mottaki forderte gleichzeitig aber auch, dass die UNO-Vetomächte und Deutschland einen "ernsthaften Blick" auf Teherans Vorschläge werfen sollten.

EU machte neuen Vorschlag
EU-Chefdiplomat Javier Solana hatte dem Iran am vergangenen Wochenende ein neues Angebot unterbreitet. Das Land hatte sich trotz Androhung neuer Sanktionen zunächst unnachgiebig gezeigt und erklärt, dass ein Atomstopp nicht verhandelt werde. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Nuklearwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran hat stets erklärt, sie wolle die Atomkraft lediglich zur Stromgewinnung nutzen.

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