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Italien

Klage gegen Berlusconi wegen sexistischer Aussagen

Der italienische Ministerpräsident soll wiederholt mit seinen Äußerungen die Würde der Frauen missachtet haben, zwei Abgeordnete klagen jetzt.

Zwei Abgeordnete der italienischen Linken wollen Ministerpräsident Silvio Berlusconi wegen sexistischer Äußerungen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg verklagen. Grund seien die "wiederholten Erklärungen Berlusconis, die die Würde der Frauen missachten", erklärten die Abgeordnete der Demokratischen Partei Anna Paola Concia und die Europa-Abgeordnete der Partei, Donata Gottardi, am Freitag in Rom. Das verstoße gegen Artikel 8 und 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Die Klage solle am Montag in Straßburg eingereicht werden, sagte Concia.

Seltsame Äußerung gegenüber Sarkozy
Concia verwies dabei unter anderem auf eine Äußerung Berlusconis, der dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy beim französisch-italienischen Gipfel am Dienstag in Rom zugeflüstert haben soll: "Ich habe Dir Deine Frau gegeben" - als Anspielung auf die italienische Abstimmung von Carla Bruni-Sarkozy.

"Brauchen soviele Soldaten wie schöne Frauen"
Berlusconi hatte Ende Jänner für Empörung gesorgt, als er nach zwei Vergewaltigungen in Rom sagte, es sei unmöglich, solche Verbrechen in einem Land zu verhindern, "wo wir genauso viele Soldaten brauchten wie wir schöne Mädchen haben". Später sagte Berlusconi, er habe dies als "Kompliment" an die italienischen Frauen gemeint. Die Menschen sollten "niemals ihren Sinn für Humor und Leichtsinn verlieren".

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