Obama plant Milliardenhilfen für Nordafrika

Umbruch in arabischer Welt

Obama plant Milliardenhilfen für Nordafrika

Von der Unterstützung sollen zunächst Tunesien und Ägypten profitieren.

US-Präsident Barack Obama will die Demokratisierung der arabischen Welt offenbar mit Milliardenhilfen vorantreiben. Von der Unterstützung sollten zunächst Tunesien und Ägypten profitieren, denen andere Staaten wie Syrien oder der Jemen folgen könnten, sagte ein US-Regierungsvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Der gesamte Plan solle sich an den Erfahrungen mit dem Wandel im Osten Europas nach dem Fall des Eisernen Vorhangs orientieren. "Es handelt sich um den Beginn langjähriger Bemühungen", sagte der Regierungsvertreter.

Die Finanzhilfen will Obama demnach am Nachmittag in seiner lange erwarteten Rede zu den Umwälzungen im Nahen Osten und in Nordafrika ankündigen. Seine Regierung wird kritisiert, bisher keine stimmige Haltung zu den Protestbewegungen gefunden zu haben. Die Rede wird auch vor dem Hintergrund der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden durch ein US-Sonderkommando in Pakistan mit Spannung erwartet.

Obama lobte arabische Demokratiebewegung

Die Menschen im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika hätten ihre Zukunft in die eigenen Hände genommen, sagte Obama am Donnerstag in einer mit Spannung erwarteten Grundsatzrede zu Nahost. Er verglich den "arabischen Frühling" mit der amerikanischen Revolution. Sie sei überfällig gewesen.

Der Wandel in Nahost und in Nordafrika biete eine "einzigartige Chance", sagte Obama. Die USA ständen eindeutig auf der Seite derer, die für ihre Selbstbestimmung und demokratische Rechte eintreten, sagte der Präsident. Die USA verurteilten jede Gewalt gegen friedliche Demonstranten.


 

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