Gerald Ford, 1913 - 2006 (c)AFP

Ex-US-Präsident

Tausende nahmen Abschied von Gerald Ford

Tausende Kalifornier kamen um Abschied zu nehmen. Danach wurde der Leichnam des Ex-Präsidenten im Kapitol aufgebahrt.

Tausende Amerikaner haben am Samstag im kalifornischen Palm Desert Abschied von dem verstorbenen Präsidenten Gerald Ford genommen. Sie warteten bis zu drei Stunden, um dem in der anglikanischen St.-Margaret-Kirche aufgebahrten Ford die letzte Ehre zu erweisen. Dort hatten der einstige Staatschef und seine Frau Betty seit 1977 an nahezu jedem Sonntagsgottesdienst teilgenommen.

Am Freitag und bis in die frühen Morgenstunden des Samstags brachten Busse Trauernde von einem einige Kilometer entfernten Sammelplatz zu der Kirche östlich von Los Angeles, wo sie vor dem mit einer US-Flagge bedeckten Sarg Abschied nahmen. Die sechstägigen Trauerfeierlichkeiten hatten am Freitag mit einem Gottesdienst im Familienkreis begonnen.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen
Die Sicherheitsvorkehrungen um die Kirche wurden verstärkt, über dem Gebäude waren Hubschrauber im Einsatz. Im Verlauf des Samstags wurde der Leichnam an Bord einer Boeing 747 von Kalifornien nach Washington geflogen. Dort ist der Sarg in der Rotunde des Kapitols aufgebahrt worden, ehe in der National Cathedral am Dienstag die offizielle Trauerfeier stattfand. US-Präsident George W. Bush hat diesen Tag zum nationalen Trauertag erklärt. Die Beisetzung ist für Mittwoch in Michigan geplant, wo Ford aufwuchs.

In Vertretung von Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), die wegen der aktuellen Gespräche zur Regierungsbildung verhindert sind, wird Vizekanzler Hubert Gorbach (BZÖ) als Repräsentant Österreichs am Begräbnis teilnehmen.

Ford starb im Alter von 93 Jahren
Ford starb am Dienstagabend im Alter von 93 Jahren in seinem Haus in Kalifornien. Er war der 38. Präsident der USA und der einzige, der niemals ins Amt gewählt wurde: 1974 löste er den wegen der Watergate-Affäre zurückgetretenen Richard Nixon ab, musste sein Amt aber bereits 1977 an Jimmy Carter abgeben. In seine kurze Amtszeit fiel das Ende des Vietnamkriegs, der 1975 mit der Niederlage der USA endete.

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