Kommt Friedensdeal?
Trump-Putin-Telefonat nach etwa zwei Stunden vorbei
Washington/Moskau. US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin haben ihr Telefonat über Wege zur Beendigung des Krieges in der Ukraine beendet. Das berichten übereinstimmend der US-Sender CBS und die russische Nachrichtenagentur Tass. Einzelheiten werden zunächst nicht bekannt. Putins Sondergesandter Kirill Dmitrijew erklärt lediglich, unter Trump und Putin sei die Welt heute ein sehr viel sicherer Ort geworden.
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"Das Gespräch verläuft gut und ist noch im Gange", teilte einer der stellvertretenden Stabschefs im Weißen Haus, Dan Scavino, am Nachmittag bei X mit. Das Gespräch sei um 10.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MEZ) gestartet worden. Im Gespräch der beiden Staatschefs sollte es um eine mögliche Beendigung des Ukraine-Krieges gehen.
Trump zufolge dreht sich die Diskussion unter anderem um Gebietsansprüche, Kraftwerke und die - wie er es formulierte - "Aufteilung bestimmter Güter". Auf dem Tisch liegt der US-Vorschlag für eine 30-tägige Waffenruhe in der Ukraine, dem Kiew nach einem Treffen zwischen Vertretern der USA und der Ukraine in der vergangenen Woche in Saudi-Arabien bereits zugestimmt hat. "Viele Elemente eines endgültigen Abkommens sind vereinbart worden, aber es bleibt noch viel zu tun", schrieb Trump vor dem Gespräch auf Truth Social. Ähnliche Töne waren auch aus Moskau zu vernehmen. Es bestehe ein "gewisses Verständnis" mit den USA, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Es gebe jedoch auch eine große Anzahl von Fragen zu besprechen.
Putin bisher zurückhaltend gegenüber US-Vorschlag einer Waffenruhe
Ein erstes Gespräch zwischen Trump und Putin gab es im Februar. Putin lobte zuletzt zwar Trumps Bemühungen um eine Lösung. Auf den US-Vorschlag zu einer 30-tägigen Waffenruhe reagierte er aber bisher zurückhaltend und sieht die Bedingungen dafür nicht erfüllt. Er fordert unter anderem eine Garantie, dass die Ukraine niemals Mitglied der NATO wird - was aus Sicht der Regierung in Kiew aber die wichtigste Sicherheitsgarantie überhaupt für das Land wäre.
Die ukrainische Staatsführung forderte unterdessen, den Kremlchef unter Druck zu setzen, da er den seit gut drei Jahren andauernden Angriffskrieg bewusst in die Länge ziehe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte sich nach einem Telefonat mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erneut zu einer Waffenruhe bereit. "Doch um zur Realisierung überzugehen, muss Russland aufhören, Bedingungen zu stellen", betonte Selenskyj. Die ukrainische Regierung und ihre europäischen Verbündeten befürchten, dass Trump eine Friedensregelung erzwingen will, die Russland faktisch als Sieger aus dem verlustreichen Krieg hervorgehen lassen könnte.
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