Wer im Winter zu viel heizt, muss 3.000 Euro zahlen

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Wer im Winter zu viel heizt, muss 3.000 Euro zahlen

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Die Italiener werden sich im Winter wärmer anziehen müssen.  

Die italienische Regierung will Energie sparen und verkürzt die Heizperiode um je eine Woche im Herbst und im Frühjahr. In den meisten italienischen Gemeinden wird man erst ab November heizen können. Die Temperatur in öffentlichen Gebäuden, darunter auch Schulen, wird um einen bis zwei Grad gesenkt, wie aus einem Regierungsplan hervorgeht, der der EU-Kommission vorgelegt werden soll.

Drastische Strafen

Auch im Verlauf des Tages werden die Italiener eine Stunde weniger heizen dürfen. Die Standardtemperatur wird künftig auf 17 bis 21 Grad festgelegt, derzeit liegt der Standard bei 18 bis 22 Grad. Nicht nur stichprobenartige Kontrollen sind geplant - wer sich nicht an die Maßnahmen hält, riskiert eine Geldstrafe, die bis zu 3.000 Euro betragen kann.

In öffentlichen Gebäuden oder Wohnblöcken können stichprobenartige Kontrollen durchgeführt werden. Die Regierung will jedoch mit einer eindringlichen Kommunikationskampagne auf die Verantwortung der Bürger setzen. Bei den explodierenden Energiepreisen lohne es sich für jede Familie, weniger Strom und Gas zu verbrauchen, verlautete in Rom. Mit seinem Energieplan hofft das Kabinett des scheidenden Premierministers Mario Draghi 8,2 Kubikmeter Gas zu sparen.

Erwartet wird, dass die Gemeinden im Zuge von Maßnahmen zur Reduzierung des Energiekonsums die öffentliche Beleuchtung einschränken. Eine Rückkehr zum Fernunterricht in den Schulen im Rahmen eines groß angelegten Energiesparplans wurde von der Regierung ausgeschlossen.

Italien dürfte nach Darstellung der Regierung in diesem Jahr mehr als doppelt so viel Geld für den Import von Energie ausgeben als 2021. Die Summe werde in Richtung 100 Milliarden Euro gehen, erklärte Wirtschaftsminister Daniele Franco am Samstag. Im vergangenen Jahr sei die Summe bei 43 Milliarden Euro gelegen.
 

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