Eigentlich gilt Punta Marina an der italienischen Adria als ruhiger Badeort. Doch die Bewohner kämpfen mittlerweile mit einem völlig absurden Problem: Rund 120 wilde Pfauen haben den Ort übernommen und sorgen dort für Chaos, Lärm und Verwüstung.
Die Tiere laufen durch Gärten, sitzen auf Hausdächern und zerkratzen Autos mit ihren Krallen. Besonders schlimm für viele Anrainer ist aber das laute Geschrei der Vögel in der Nacht. Bewohner berichten bereits von schlaflosen Nächten und schweren Schäden an Häusern und Grundstücken.
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Aus ein paar Tagen wurde eine Plage
Begonnen hat alles offenbar vor rund zwölf Jahren, als einige Pfaue aus einem Privatgarten entkamen. Lange Zeit lebten nur wenige Tiere in der Gegend rund um die Pinienwälder. Doch während des Corona-Lockdowns 2020 breiteten sie sich massiv aus, weil die Straßen plötzlich leer waren. Heute wird die Population bereits auf bis zu 120 Tiere geschätzt. Eine Anwohnerin schilderte, dass zeitweise sogar 30 Pfaue gleichzeitig in ihrem Garten standen.
Dächer beschädigt, Autos zerkratzt
Die Tiere sorgen inzwischen für erhebliche Schäden. Laut Berichten verwüsten sie Gärten und beschädigen Autos. Viele Bewohner fühlen sich mittlerweile komplett alleingelassen. Besonders kompliziert: Niemand scheint wirklich zuständig zu sein. Die Tiere gelten als klassische Wildtiere, gehören aber auch keinem Besitzer mehr. Frühere Fangversuche mit Netzen scheiterten bereits.
Behörden suchen nach Lösungen
Die Gemeinde versucht inzwischen mit Informationsschildern, Experten-Tipps und sogar Fotowettbewerben, die Situation in den Griff zu bekommen. Das Budget dafür liegt allerdings nur bei rund 1.700 Euro pro Jahr. Für viele Bewohner ein schlechter Scherz angesichts der Schäden.
Jetzt soll die genaue Zahl der Tiere erstmals per Drohne ermittelt werden. Danach wollen Behörden gemeinsam mit Bürgern und Tierschutzorganisationen entscheiden, wie die Pfauenplage eingedämmt werden kann. Ein Gutachten stellte bereits fest, dass die Tiere nicht unter Schutz stehen und Maßnahmen zur Bestandkontrolle möglich wären.