Fader Holender zum letzten Opernball

Pressekonferenz

© APA/Pfarrhofer

Fader Holender zum letzten Opernball

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Von der Vorberichterstattung über die Live-Übertragung bis hin zu einem gut gewürzten Rückblick - der "Opernball 2010" wird auch heuer wieder zum medialen Großereignis in den Programmen des ORF. Am Dienstag, dem 26. Jänner 2010, präsentierten Staatsoperndirektor Ioan Holender, ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, Opernballorganisatorin Désirée Treichl-Stürgkh, die Generalsekretärin des Opernballs, Eva Dintsis, Ballettdirektor Giorgio Madia und der Leiter des Opernballorchesters, Alfred Eschwé, bei einer Pressekonferenz im Gustav-Mahler-Saal der Wiener Staatsoper erste Details zum Ball der Bälle. In ORF 2 steht am Donnerstag, dem 11. Februar, ab 20.15 Uhr der gesamte Abend von ORF 2 ganz im Zeichen des Opernballs. Am Tag danach zeigt Dominic Heinzl in einem "CHILI extra" um 22.00 Uhr in ORF 1 die Höhepunkte des Abends und gewohnt scharfe Interviews mit den interessantesten Gästen. Auch die "Seitenblicke" haben am 12. Februar um 20.05 Uhr in ORF 2 nur ein Thema: den Wiener Opernball.

Holender
Staatsoperndirektor Ioan Holender: "Das ist der elfte Opernball, dessen Leitung ich zu verantworten habe. Lieber Dr. Wrabetz, Dir danke ich, dass der ORF von 2000 bis heute den Ball immer übertragen hat. Der Opernball unterscheidet sich zwar durch so manches von anderen Bällen, aber vor allem eben dadurch, dass er im TV übertragen wird, das zeichnet ihn aus und macht ihn besonders."

Im Zeichen Mahlers und Chopins
Der Opernball 2010 steht im Zeichen Gustav Mahlers (150. Geburtstag) und Frédéric Chopins (200. Geburtstag). Und so präsentierte Désirée Treichl-Stürgkh auch erste Ausschnitte aus dem Film "Mahler auf der Couch", an dem der ORF via ÖFI beteiligt ist. Außerdem verkündete die Ballorganisatorin gemeinsam mit der Generalsekretärin des Opernballs, Eva Dintsis, erste Details zum Opernball 2010 - darunter auch die Herrenspende, das Buch "Ioan Holender Close Up".

15 Kameras für ORF-Regisseurin Heidelinde Haschek
Für die Übertragung zeichnet einmal mehr ORF-Regisseurin Heidelinde Haschek verantwortlich. Mit rund 15 Kameras - darunter Funk-, Schwenkkopf- und stationäre Kameras - präsentiert sie den Fernsehzusehern die Nacht der Nächte in stimmungsvollen Bildern. Weiters werden vier mobile Kamerateams für den ORF auf den unterschiedlichen Schauplätzen in und außerhalb der Oper unterwegs sein und dazu beitragen, dass auch die Daheimgebliebenen nichts versäumen.

Der Opernball-Abend in ORF 2
Eröffnet wird der Opernball-Abend von ORF 2 am 11. Februar um 20.15 Uhr mit einer ersten Live-Schaltung in die Wiener Staatsoper und dem "Seitenblicke spezial - Der Direktor". Ab 21.00 Uhr zeigen Christoph Wagner-Trenkwitz und Karl Hohenlohe bei "Opernball - Der Auftakt" die letzten Vorbereitungen im Haus am Ring. Um 21.15 Uhr holen Dominic Heinzl und Ö3-Moderatorin Kati Bellowitsch bei "Opernball - Red Carpet" die Ballgäste am Roten Teppich vor die Kamera. Außerdem spricht Alfons Haider auf der Feststiege mit Ballorganisatorin Désirée Treichl-Stürgkh - Claudia Reiterer und Barbara Rett melden sich aus der Oper. Um 21.45 Uhr folgt "Opernball - Die Eröffnung". Haider und Reiterer bitten zunächst Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und Gattin Margit zum Gespräch bevor die offizielle Eröffnung - kommentiert von Karl Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz - beginnt. Nach der "ZiB 2" (22.50 Uhr) beginnt um 23.15 Uhr "Opernball - Das Fest". Hier holen die ORF-Moderatoren die illustren Gäste des Abends vor die Kamera.

Der Opernball in Radio und TV
Neben der ORF-TV-Übertragung ist der Wiener Opernball auch Schwerpunkt in den ORF-Radioprogrammen. So berichten unter anderem Hitradio Ö3, Radio Wien und Ö1 bereits im Vorfeld vom Society-Event des Jahres. Im TV ist der Opernball auch Thema bei "Winterzeit", "Wien heute", bei den "Seitenblicken" und bei "CHILI". 3sat und der Bayerische Rundfunk übernehmen die ORF-Bilder vom Opernball.

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So zahm wie bei seiner letzten Opernball-Pressekonferenz als Staatsoperndirektor war Ioan Holender nicht immer. Im Gegenteil: Mit spitzen Bemerkungen gegen Besucher, Protagonisten und Moderatoren sorgte Holender immer wieder dafür, dass sich auf der Veranstaltung nicht allzu friedliche Walzerseligkeit breitmachen konnte. Andererseits fungierte der Ball auch als seine Bühne: Etwa im Jahr 2007 als er Anna Netrebko feierlich in die Oper kutschierte. Folgend ein Ausschnitt einer Hassliebe.

Den ersten Paukenschlag setzte es 1999
Nachdem der Opernball ohne fester Führung zu einem "Ball der Bälle" samt Besuch von Pornostars zu verkommen drohte, unterzog Holender das Fest einer Radikalreform und installierte Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler als Gouvernante. Als "Sofortmaßnahme angesichts aktueller Blamagen" wurde unter anderem der Presserummel eingeschränkt sowie Kartenvorverkauf und Logenvergabe strenger geregelt.

Rauchverbot
Nach einigen ruhigen Jahren mit seltenen Seitenhieben gegen den Ball verbat der Hausherr im Jahr 2005 den Gästen des Balles kurzerhand das Rauchen. "Das ist der Lauf der Zeit. Ich glaube nicht, dass deshalb ein Mensch weniger kommt. Und wenn doch, dann kommt ein anderer stattdessen", meinte Holender lapidar.

Rundumschlag
Im Jahr 2007 verdonnerte Holender Logenbesitzer zu einer Donatoren-Zulage. Die traditionelle Pressekonferenz nutzte der Staatsoperndirektor zu einem Rundumschlag. Die Medien bekamen ihr Fett ab: Leser-Abstimmungen darüber, ob die Logenpreise Wucher seien oder nicht, seien etwa nur noch durch Berichte über die sexuellen Gewohnheiten der Opernballgäste an "Stupidität" zu überbieten, schimpfte der Direktor. Und ob der Ball überhaupt "so ein Ereignis ist, sei dahin gestellt", ließ er die versammelten Sponsoren wissen.

Schuss gegen Ellmayer
Dem damaligen "Mr. Alles Walzer" Thomas Schäfer-Elmayer entzog Holender den geliebten Eröffnungs-Satz und bezeichnete ihn als "auch eine Art von Lugner". Richard Lugner, der Bosheiten über seinen damaligen Gast Paris Hilton hinnehmen musste, hatte zumindest eine Genugtuung: Sohn Adrian Hollaender (richtig) begehrte unbändig ein gemeinsames Foto mit der Hotelerbin und der Baumeister gewährte es auch. Gerade diesen Opernball nutzte Holender seinerseits für einen Glanzauftritt: In einer historischen Kutsche fuhr der Direktor als Kutscher "seinen" Star, Anna Netrebko, in die Oper. Gürtler warf hingegen kurz nach dem Fest das Krönchen.

Politiker-Logen
2009 ließ Holender mit dem Ansinnen aufhorchen, dass die heimischen Politiker ihre Gratis-Logen am Staatsball im Haus am Ring selbst finanzieren sollen. Nach der Stimme entzog Holender Elmayer gänzlich seinen Job beim Ball und überließ gemeinsam mit der neuen Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh die Choreographie der Eröffnung Bundesländer-Tanzschulen. Im selben Jahr gab es auch einen Konflikt mit dem ORF, nachdem Holender mit seinen Plänen, wie man die Übertragung "etwas spannender und witziger" gestalten könnte, abgeblitzt war. Kurzzeitig hieß es sogar der Direktor werde an der Übertragung überhaupt nicht mitwirken.

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