Eisige Tour

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Maier: Am 10. Dezember in Antarktis

Temperaturen von 50 Grad unter Null, eisige Winde mit Spitzengeschwindigkeiten um die 150 km/h, extrem dünne Luft, 3.000 Meter Seehöhe und 24 Stunden Tageslicht: Diesen unwirtlichen Bedingungen setzt sich Ski-Olympiasieger Hermann Maier (37) freiwillig aus.

Gemeinsam mit Ö3-Mikromann Tom Walek (38) und zwei weiteren Mitstreitern fordert Maier ab dem 8. Dezember ein deutsches Team im Wettlauf zum Südpol heraus.

„Das ist eine einzigartige Geschichte, so was wird’s nie wieder geben“, schwärmt der Herminator.

Eisiges Duell gegen Joey Kelly und Markus Lanz
Der ORF und das ZDF drehen von dem Rennen in der Wahnsinnskälte je fünf Dokumentationen (geplanter Sendetermin Februar 2011) sowie ein 90-minütiges Universum Spezial. Für das ZDF gehen Moderator Markus Lanz (41) und Extremsportler Joey Kelly (37) sowie ebenfalls zwei weitere Kandidaten an den Start.

Und so soll die Extremtour in Schnee und Eis ablaufen:

  • 4. und 5. September: Gletschercamp für die ausgewählten Kandidaten.
  • 1. bis 7. November: Trainingscamp in Norwegen.
  • 8. Dezember: Abflug nach Kapstadt und Aufenthalt in Südafrika.
  • 10. Dezember: Flug zur russischen Forschungsstation Novo in der Antarktis.
  • 11. Dezember: Weiterflug zum Basislager und Trainingscamp auf dem Antarktischen Plateau in 3.000 Metern Seehöhe.
  • 25. Dezember bis 3. Jänner 2011: Zeitfenster für den Start (wetterabhängig).
  • 12. bis 20. Jänner: Zeitfenster für die Zielankunft am geografischen Südpol.

Für das eigentliche Wettrennen sind derzeit 16 Tage kalkuliert, verrät Walter Köhler, Universum-Chef im ORF und gemeinsam mit der britischen Agentur ­extreme world races Mastermind hinter dem irren ­Duell im ewigen Eis.

Die Russen sind mit von Maiers cooler Eis-Partie
Einen insgesamt 25-köpfigen Tross, vom Arzt über Kameramänner bis hin zum Antarktisexperten schicken ZDF und ORF in die Antarktis. Dazu drei Spezialfahrzeuge, in denen das Begleitpersonal neben den Teams herzockelt. Denn Maier, Walek und Co. sind ausschließlich mit Spezialskiern – einer Kombination aus Touren- und Langlaufski – unterwegs. Und sie schleppen ihre 50 Kilo Gepäck selbst. Bis zu 16 Stunden am Tag. Kosten für das gesamte Projekt: 1,5 bis 2 Millionen Euro.

Eine Genehmigung für das Rennen bekamen ORF und ZDF übrigens nur für den russischen Sektor der Antarktis.

Maier über den Südpol
„­Obwohl es ,Wettlauf zum Südpol‘ heißt, sehe ich das nicht als Wettkampf, sondern als Abenteuer und als Herausforderung. Das ist eine einzigartige Geschichte, so was wird’s nie wieder geben – wie oft hat man schon die Möglichkeit, zum Südpol zu gehen?“

Maier über seine Vorbereitungen und seine Fitness
„Vorbereitet dafür habe ich mich unbewusst schon über den ganzen vergangenen Winter – ich bin ja viele Skitouren gegangen. Und jetzt halte ich mich mit Schwimmen und Radfahren fit. Ich kenne meinen Körper gut und weiß, was ich tun muss, um für so ein Abenteuer fit zu werden, und freue mich schon, wenn es mit der Trainingswoche im Eis richtig losgeht.“

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