Wirbel um Fionas Namen

Familienstreit

© TZ Österreich Hochmuth / Mühlanger

Wirbel um Fionas Namen

Der Name Fiona Swarovski ist beim Tiroler Kristallkonzern Swarovski schon lange ein Streitpunkt. Nun soll es ÖSTERREICH-Infos zufolge der Familie um Markus Langes-Swarovski gelungen sein, über ein Rechtsgutachten der Society-Lady die Nutzung des Namens Swarovski zu verbieten. Tatsächlich heißt die Ehefrau von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser auf offiziellen Dokumenten wie Trauschein oder Firmenbuchauszügen Fiona Pacifico Griffini-Grasser.

Diskretion
Bei der Unternehmenszentrale des Kristallkonzerns gibt man sich auf ÖSTERREICH-Anfrage zugeknöpft – Diskretion ist der Unternehmerdynastie stets wichtig. „Uns in der Pressestelle liegen keine Informationen dazu vor“, heißt es im Tiroler Wattens zu ÖSTERREICH. Eine Stellungnahme der Geschäftsführung von Markus Langes-Swarovski gibt es dazu nicht. Auch einer der Anwälte der Familie, Hermann Holzmann aus Innsbruck, will die heikle Causa nicht bestätigen. Er habe jedenfalls keinen solchen Antrag eingebracht.

Warum Fiona nie Swarovski hieß
Fiona Swarovski heißt offiziell Fiona Pacifico Griffini-Grasser. Sie wurde am 21. Jänner 1965 als Tochter von Marina Giori und Philipp Winter und somit als Nachkomme des einflussreichsten Familienzweigs der österreichischen Kristalldynastie Swarovski geboren.

Fionas Mutter Marina Giori ist mit rund 13 Prozent nach ihrem Bruder Gernot Langes-Swarovski zweitgrößte Anteilseignerin des Swarovski-Konzerns. Letztlich ist nur Fionas Großmutter mütterlicherseits, Gertrude Langes, eine geborene Swarovski.

Den Namen Pacifico Griffini hat Fiona nach ihrer Scheidung von dem Italiener Andrea Pacifico Griffini behalten. Aus dieser ersten Ehe stammen auch die beiden Söhne Arturo (18) und Nicolas (15). Ihre Tochter Tayla (8) stammt aus der Beziehung zu John Balzarini.

Im Oktober 2005 heiratete sie Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser – bei der standesamtlichen Hochzeit verlängerte sich ihr Name auf Fiona Pacifico Griffini-Grasser. Im September 2007 kam ihre gemeinsame Tochter Tara Gertrud zur Welt. Tara bedeutet „die Retterin“, Gertrud war der Name der verstorbenen Großmutter Grassers.

Fionas Unternehmen trägt bewusst nicht den Namen Swarovski, sondern ihren Mädchennamen Winter. 2002 gründete Fiona die Mailänder Designgesellschaft Fiona Winter Studio, produzierte seither neben Businessgeschenkartikeln vor allem mit Swarovski-Kristallen geschmückte Damenmode. Dabei arbeitete sie mit renommierten Modeschöpfern zusammen, unter anderem Gucci und Dolce & Gabbana.

Zu viel Society?
Hinter vorgehaltener Hand wird erzählt, dass die Familie Swarovski aus zwei Gründen das medienwirksame Auftreten Fionas verärgere:

- Frühere Society-Auftritte, Affären und Scheidungen würden den Markennamen Swarovski finanziellen Schaden zufügen, heißt es.

- Die Familie sorge sich auch um die Sicherheit, befürchte eine Entführung, wenn sie sich laufend in den Schlagzeilen wiederfinde.

Keine Kollektion
Fiona selbst nennt sich selten Swarovski. Ihr Designstudio heißt Fiona Winter Studio – Winter ist ihr Mädchenname. Um neue Modekollektionen ist es zuletzt auffällig ruhig geworden. Derzeit lasse sie überhaupt „ihre Arbeit als Designerin ruhen“, berichten Freunde der Familie ÖSTERREICH.

Die letzten Kollektionen stammen vom Vorjahr, eine mit Kristallen versehene Badewanne für den italienischen Hersteller Teuco (unter Verwendung des Namens Swarovski). Im Februar dieses Jahres kooperierte Fiona mit Schokoladenhersteller Milka und kreierte einen Swarovski-Skihelm.

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