Datenskandal um Udo Jürgens Datenskandal um Udo Jürgens

Ausspioniert

© dpa

 

Datenskandal um Udo Jürgens

Wer sich in der Schweiz einbürgern lassen will, wird vom sogenannten „Dienst für Analyse und Prävention“ (DAP), dem Inlandsgeheimdienst, überprüft.

So geriet auch – wie erst jetzt bekannt wurde – der Wahlschweizer Udo Jürgens (75) ins Fadenkreuz des Geheimdiensts.Von der Zeitung "Sonntag" mit den Recherchen konfrontiert, reagierte der österreichische Showstar – sein Musical „Ich war noch niemals in New York“ läuft in Wien auf Hochtouren – mit Vehemenz: „Das ist ja grotesk. Wenn dem so ist, wie Sie sagen, ist das ganz furchtbar.“

Kampf gegen Unrecht
Er habe, so Jürgens, immer gegen Unrecht angekämpft und werde das auch weiterhin tun: „Gegen solche Machenschaften muss man vorgehen.“

Jürgens bat um die Kontaktdaten des Schweizer Datenschützer-Chefs Hanspeter Thür: „Ich will wissen, was da drinsteht.“

Datenbank „Isis01“
„Alle Einbürgerungsgesuche werden systematisch dem DAP unterbreitet“, erläutert Sprecherin Marie Avet die Usancen. „Und zwar unabhängig von der Nationalität.“ So würden potenzielle Wahl-Schweizer nicht nur auf Einträge im Strafregister hin untersucht, sondern auch auf Einträge in der DAP-Datenbank „Isis01“ für Personen, die eine Bedrohung der Schweiz darstellen.

Dies geschehe aus gesetzlichen Gründen, so Avet: „Die Voraussetzungen müssen gegeben sein, dass Eingebürgerte keine Gefahr für innere und äußere Sicherheit darstellen.“ Udo Jürgens – eine Gefahr für die Sicherheit ...?

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