Lawinengefahr: Westbahnstrecke gesperrt

In Tirol

Lawinengefahr: Westbahnstrecke gesperrt

Wegen der prekären Lawinensituation ist am Donnerstag die Westbahnstrecke zwischen Landeck-Zams und St. Anton am Arlberg gesperrt worden. "Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet", berichtete ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair der APA. Die Dauer der Sperre war vorerst nicht absehbar.

"Die Lage wird von der Lawinenkommission laufend neu beurteilt", sagte Gasser-Mair. Die ÖBB baten die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, aber die Sicherheit gehe vor, so Gasser-Mair: "Wir wollen keinesfalls ein Risiko eingehen."

Es sei ein Schienenersatzverkehr zwischen Landeck-Zams und Bludenz ohne Halt in St. Anton am Arlberg eingerichtet. Zu Mittag hieß es seitens des ÖAMTC, dass St. Anton nicht mehr erreichbar sei. Die Lawinengefahr hat auch zu etlichen Straßensperren in Tirol geführt.Demnach musste etwa die Arlberg Straße (B197) zwischen dem S16-Anschluss St. Anton und Rauz gesperrt werden. Die Orte St. Anton und St. Christoph waren somit auf dem Straßenweg nicht erreichbar, nach Zürs und Lech gelangte man von der Vorarlberger Seite über Stuben aus.

 

 

Lawinengefahr in Vorarlberg weiterhin groß

Die Lawinengefahr ist in Vorarlberg auch am Donnerstag laut Lawinenwarndienst "verbreitet heikel" geblieben. Oberhalb von 1.800 bzw. 2.000 Metern herrschte "große" Lawinengefahr der Stufe vier der fünfstufigen Skala, Schneebretter konnten dort bereits durch eine geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. Wer die gesicherten Pisten verlassen wollte, brauchte viel Erfahrung in der Lawinenbeurteilung.

Experte Andreas Pecl nannte Kammlagen, eingewehte Steilhänge sowie Rinnen und Mulden als Gefahrenstellen. Durch die meist schlechte Verbindung des Neu- und Triebschnees mit der Altschneedecke sei zunehmend auch mit spontanen Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus stärker eingewehtem Steilgelände zu rechnen.

In Vorarlberg fielen in den Höhenlagen von Mittwoch auf Donnerstag erneut 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee, lokal sogar noch mehr. Dazu wehte - vor allem in höheren Lagen - nach wie vor stürmischer Wind, der zu umfangreichen Verfrachtungen führte. "Die Lawinengefahr bleibt auch die nächsten Tage angespannt", so Pecl.



 

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