Euro-Gipfel mit Oper und Sachertorte Euro-Gipfel mit Oper und Sachertorte Euro-Gipfel mit Oper und Sachertorte Euro-Gipfel mit Oper und Sachertorte Euro-Gipfel mit Oper und Sachertorte

Merkels Kurz-Trip nach Wien

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Euro-Gipfel mit Oper und Sachertorte

Seiten: 12

Österreich ist anders, das spürt auch Angela Merkel: Kaiserwetter, Menschen, die ihr zujubeln, ein Besuch bei Freunden: „Servus Werner“, begrüßt die mächtigste Frau Europas Freitagnachmittag Kanzler Faymann. Er antwortet mit Wangenkuss: „Liebe Angela …“

Kanzler Faymann empfing sie 2012  mit einem Kuss... 1/11

Kanzler Faymann empfing sie 2012 mit einem Kuss...

...und dann mit militärischen Ehren. 2/11

...und dann mit militärischen Ehren.

Merkel war zuletzt 2006 offiziell in Österreich. 3/11

Merkel war zuletzt 2006 offiziell in Österreich.

Die beiden Regierungschefs unterhielten sich anschließend über Maßnahmen zur Bekämpfung der Eurokrise. 4/11

Die beiden Regierungschefs unterhielten sich anschließend über Maßnahmen zur Bekämpfung der Eurokrise.

Am Abend ist ein gemeinsamer Opern-Besuch geplant. 5/11

Am Abend ist ein gemeinsamer Opern-Besuch geplant. "Don Carlos" steht auf dem Programm.

Merkel war recht kurzfristig zu einem offiziellen Arbeitsbesuch nach Wien gereist. 6/11

Merkel war recht kurzfristig zu einem offiziellen Arbeitsbesuch nach Wien gereist.

Zuvor hielt sich Merkel beim spanischen Regierungschef Mariano Rajoy in Madrid auf - dort war es zu Protesten gekommen 7/11

Zuvor hielt sich Merkel beim spanischen Regierungschef Mariano Rajoy in Madrid auf - dort war es zu Protesten gekommen

hatte erneut für weitere Sparmaßnahmen durch die Regierungen hoch verschuldeter Staaten in Südeuropa geworben. 8/11

hatte erneut für weitere Sparmaßnahmen durch die Regierungen hoch verschuldeter Staaten in Südeuropa geworben.

Nur so könne das Vertrauen in die gemeinsame Währung zurückgewonnen werden. 9/11

Nur so könne das Vertrauen in die gemeinsame Währung zurückgewonnen werden.

Nach dem Empfang begannen die politischen Gespräche unter vier Augen. 10/11

Nach dem Empfang begannen die politischen Gespräche unter vier Augen.

Nach dem Empfang begannen die politischen Gespräche unter vier Augen. 11/11

Nach dem Empfang begannen die politischen Gespräche unter vier Augen.

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In Madrid, wo Merkel 24 Stunden zuvor gewesen ist, ein ganz anderes Europabild: wilde Proteste, hartes Sparpaket, feilschen um Hilfsmilliarden.

Geplant war eine kurze Staatsvisite mit Sacher-Dinner und Opernbesuch. Geworden ist daraus ein Eurogipfel mit zusätzlicher Finanz-Brisanz: Erst am Donnerstag hat die Europäische Zentralbank beschlossen, Pleiteländer mit unbegrenzten Anleihekäufen zu unterstützen.

18.10 Uhr: Zusammenfassung der Pressekonferenz

Merkel war bisher strikt gegen diesen „Tabubruch ohne Limit“. Kanzler Werner Faymann von Anfang an dafür. Eine Stunde konferieren Merkel und Faymann zu diesem heiklen Milliarden-Thema. Mit dabei auch Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny, Österreichs Vertreter im EZB-Rat. Er hat für den Anleihen-Kauf gestimmt.
Faymann sieht die Entscheidung der EZB als „politisch positiv“. Die Maßnahme helfe, Staatsanleihen „bei Investoren sicher“ zu machen.

Merkel ist als Einzige gegen EZB-Entscheidung
Nach dem Gespräch mit Faymann und Nowotny sagte Merkel über den Entscheid, dem der deutsche Bundesbank-Chef Jens Weidmann nicht zugestimmt hatte: „Die EZB hat gestern deutlich gemacht, dass sie sich der Geldwertstabilität absolut verpflichtet fühlt, sie hat aber genauso deutlich gemacht, dass die Zukunft des Euro ganz wesentlich durch politisches Handeln bestimmt wird.“ Merkel weiter: „Haftung und Kontrolle und Bedingungen gehen immer Hand in Hand. Das ist der Weg, den wir immer gegangen sind.“

Nach der gemeinsamen Pressekonferenz, in der Faymann und Merkel für eine Finanztransaktionssteuer werben, eilt sie ins Hotel Sacher zu einem Kurz-Meeting mit Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger. Dann ein Essen mit Faymann und dessen Gattin Martina und schließlich ein Besuch in der Wiener Staatsoper: Verdi, Don Carlo. An Merkels Seite in der Loge: Ehemann Joachim Sauer, Chemie-Professor, Opernfan. Der Heimflug war für 23 Uhr geplant.

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