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Eva Glawischnig

„Darum gehe ich ins Wettgeschäft“

Paukenschlag um Ex-Grünen-Chefin Eva Glawischnig (49): Sie heuert beim Glücksspielkonzern Novomatic an, leitet dort seit 1. März den Bereich „Corporate Responsiability andund Sustainability“ – zu Ddeutsch „Nachhaltigkeit“. „Ich sehe mich als Verantwortungs­managerin“, sagt Glawischnig.

Grüne, auch Glawischnig, übten Kritik an Novomatic

Dass ausgerechnet Glawischnig zu Novomatic geht, überrascht viele. – Ddie Grünen hatten sich stets kritisch zur Glücksspielbranche und insbesondere zur Novomatic geäußert. Glawischnig selbst hatte dem Konzern noch im April 2017 im ORF Gesetzeskauf vorgeworfen. – Jjetzt zeigt sie sich „fasziniert von der Internationalität und Innovationskraft“ der Novomatic.

Sie wolle sich im Konzern um ökologische Belange und verantwortungsvolles Spielen kümmern, auch um Juristisches. Nach ihrer Entscheidung, sich aus der Politik zurückzuziehen, habe sie eine Reihe von Angeboten gehabt. „Aber ich habe mich bewusst für Novomatic entschieden. Auch weil ich es als gesellschaftliche Herausforderung sehe.“ Probleme wie Spielsucht könne man nicht „wegverbieten“, sondern es brauche „verantwortungsvolle Regulation des Glücksspiels“. Ihr Gehalt bei Novomatic sei nicht höher als früher als Klubobfrau.

Parteiaustritt. „Natürlich gab es in der Vergangenheit durchaus Differenzen zwischen unserem Unternehmen und Eva Glawischnig“, sagt Novomatic-Chef Harald Neumann. Das ­mache die neue Zusammenarbeit gerade spannend. Glawischnigs Parteifreunde jedenfalls reagierten empört („Das ist ungefähr so, wie wenn man Bio-Beauftragter bei Monsanto wird“). Am frühen Nachmittag verkündete Glawischnig in oe24.TV, dass sie angesichts ihres Novomatic-Jobs aus der Grünen-Partei austritt  ...

A. Sellner

Glawischnig: »Ich stelle meine Grünen-Mitgliedschaft ruhend«

OE24.TV: Es gibt Riesen-Aufregung um Ihren Job. Was tun Sie bei Novomatic?

Eva Glawischnig: Ich kann die Überraschung und die ­Irritation darüber bei vielen nachvollziehen. Ja, es ist Glücksspiel und Sportwetten, das hat auch Schattenseiten. Mein Verantwortungsgebiet dort wird Nachhaltigkeit und auch der Spielerschutz sein.

OE24.TV: Sie selbst haben Novomatic immer wieder kritisiert. Wie können Sie das moralisch verantworten?

Glawischnig: Ich bin selbst begeisterte Sport-Zuseherin. Im Admiral ein Match anzuschauen hat schon eine Qualität. Mir ist dabei wichtig darauf zu achten, wo problematisches Spielverhalten anfängt.

OE24.TV: Peter Pilz hat gesagt, das wäre so, als würde er zu ­Eurofighter gehen.

Glawischnig: Das kann ich nicht nachvollziehen. Beim Glücksspiel führen generelle Verbote dazu, dass illegal im Hinterzimmer gespielt wird.

OE24.TV: Darf man als Grüne für Novomatic arbeiten?

Glawischnig: Ich bin seit acht Monaten Privatperson und bringe jetzt meine juristische Expertise in einem Management-Job ein. Das Unternehmen ist weltweit tätig, bekennt sich aber zum Hauptsitz mit Tausenden Mitarbeitern in Österreich.

OE24.TV: Einige fordern schon Ihren Parteiausschluss?

Glawischnig: Aus Gründen der Neutralität habe ich meine Parteimitgliedschaft ­ruhend gestellt.

OE24.TV: Das heißt, Sie sind per sofort nicht mehr Mitglied bei den Grünen?

Glawischnig: Ich war von Herzen immer Grüne, stelle jetzt aber meine Mitgliedschaft ruhend.

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