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Kurz will 
Stopp für Islam-Kindergärten

Nach ÖSTERREICH-Bericht

Kurz will 
Stopp für Islam-Kindergärten

Heute wird Tacheles geredet. Nach der kritischen Vorstudie zu Wiener Islam-Kindergärten trifft Integrationsminister Sebastian Kurz (VP) die Wiener SP-Stadträtinnen Sandra Frauenberger (Kinderbetreuung) und Sonja Wehsely (Kontrolle). In ÖSTERREICH fordert Kurz eine Art Bremse für islamische Kindergärten in Wien und präsentiert drei Punkte.

ÖVP-Minister befürchtet Parallelgesellschaft
1. Tausende in Islam-Kindergärten: „Zuerst einmal ist es wichtig, dass die zuständigen Stadträtinnen das Pro­blem auch als solches erkennen: Tausende Kinder gehen in rund 150 islamische Kindergärten“, zeigt sich Kurz im Interview alarmiert.

2. Parallelgesellschaft: „Es geht nicht nur um Einzelfälle, in denen es islamistische Tendenzen gibt. Sondern vor allem um das System, das die Entstehung von Parallelgesellschaften fördert.“ Und das werde auch noch mit Steuergeld gefördert.

3. Neues Gesetz. Kurz fordert für Wien ein neues Kindergartengesetz: „Hier ist in den letzten Jahren weggeschaut worden.“ Und Kurz gibt zu: Sein Ziel sei es, dass künftig „nicht Tausende Kinder in Wien in islamische Kindergärten gehen“.

Wehsely zeigte sich in ÖSTERREICH gesprächsbereit – sie könne sich auch eine bessere Kontrolle sehr wohl vorstellen. Die SPÖ-Politikerin, die erst seit wenigen Tagen für die Überprüfung der Kindergärten zuständig ist, ist dagegen, dass Religion bei den Kindern im Vordergrund steht.Günther Schröder

Interview: Wehsely: ›Verschärfung der Kontrollen prüfen‹

ÖSTERREICH: Eine Vorstudie kritisiert islamische Kindergärten. Was sagen Sie dazu?
Sonja Wehsely: Dass es sich um einen Projekt­bericht handelt. Hier wird eine Studie innerhalb von drei Jahren gefordert, so lange kann ich nicht warten. Es geht um das Wohl der Kinder. Der Herr Minister soll nicht polemisieren, sondern konkret sagen, in welchen Kindergärten es Missstände gibt. Dann kann ich einschreiten.

ÖSTERREICH: Minister Kurz will aber überhaupt weniger islamische Kindergärten in Wien haben.
Wehsely: Ich muss dazu ­generell sagen: Die Religion darf im Kindergarten in keinem Fall im Vordergrund stehen. Ich habe außerdem sehr wohl bereits veranlasst, das Kindergarten­gesetz zu prüfen. Das trifft dann aber alle, auch die Kindergruppe „Regenwurm“.

ÖSTERREICH: Wie sieht es mit der Kontrolle aus? Reichen sieben Beamte aus?
Wehsely: Ich lasse eine Verschärfung der Kontrollen prüfen. Der Projektbericht sagt aber auch, dass Eltern ihre Kinder aus der Gruppe genommen haben, weil der Magistrat dauernd prüft. Das muss man sich genau anschauen.(gü)

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