Josef Pröll fix bei Raiffeisen

5-Jahres-Vertrag

Josef Pröll fix bei Raiffeisen

Per 1. Juli startet Ex-VP-Vizekanzler Josef Pröll seinen neuen Job.
Der 42-jährige Ex-VP-Chef wechselt – wie von ­ÖSTERREICH angekündigt – in den Raiffeisen-Konzern. Pröll wird Vorstandschef des Mischkonzerns Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI).

Pröll – studierter Agrarökonom – hatte in einem Interview mit ÖSTERREICH angekündigt, dass er „in einen Bereich“ wolle, für „den ich die Ausbildung“ habe.
Leipnik-Lundenburger ist der größte Mühlenkonzern Europas (bekannteste Marken: Fini’s Feinstes und Farina) und hält große Beteiligungen im Nahrungsmittelbereich (Agrana, café+co), aber auch an den Casinos Austria (11,3 Prozent). Umsatz: 882 Millionen Euro.

In seinem neuen Job will Pröll – er trat im April nach einem Lungeninfarkt von sämtlichen politischen Funktionen zurück – auch seine internationalen Kontakte nützen, die er in den vergangenen acht Jahren in der Spitzenpolitik knüpfen konnte.

Pröll rückt damit direkt ins Zentrum des Raiffeisen-Konzerns: Denn die LLI gehört der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und der Raiffeisen Zentralbank. Aufsichtratschef ist Prölls Mentor: der mächtige Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad. Der Banker hatte sich Pröll bereits vor Jahren als eigenen Nachfolger gewünscht. Pröll entschied sich damals – 2003 – für die Politik.

Pröll könnte Nachfolger von Raiffeisen-Boss werden
Der Ex-Vizekanzler hat nun einen Fünf-Jahres-Vertrag erhalten. Konzern-Insider gehen aber davon aus, dass er bereits 2013 einen neuen Job erfüllen könnte.
„Er soll sich hier bewähren und dann richtig aufsteigen.“ Wenn Christian Konrad 2013 tatsächlich in Pension gehen würde, könnte Pröll ihm nachfolgen. Dafür gibt es bei Raiffeisen bereits einen „Masterplan“. Angeblich wolle Konrad seine vielfältigen Agenden in zumindest zwei Bereiche teilen:

  • In das Bankengeschäft, das von RZB-Chef Walter Rothensteiner übernommen werden soll.
     
  • Und in die übrigen Beteiligungen des Raiffeisen-Konzerns, die Pröll erhalten könnte. Also genau das, was Pröll schon jetzt bei LLI „üben“ kann.

Josef Pröll wird den Juni noch mit Frau Gabi und den drei Kindern urlaubend in Österreich und Italien verbringen. Und ab Juli wolle er dann in der Wirtschaft beweisen, dass er „was weiterbringen“ könne.

Und den „Stillstand“ – unter dem er in der Politik gelitten hatte – hinter sich lassen.

Autor: Isabelle Daniel
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