30. 06. 2009, 07:03

Politikergagen

Unsere Politiker cashen am meisten

© APA

Kein Minister eines anderen EU-Landes verdient so viel wie in Österreich. Bundespräsident Heinz Fischer toppt sogar US-Präsident Obama.

Der Vergleich macht Sie sicher. Was der gelernte Österreicher längst ahnt, wird nun durch ein EU-Ranking bestätigt: Österreichs Politiker sind EU-weit Spitzenreiter bei den Gehältern. Das zeigt Experte Hubert Sickinger in seinem neuen Buch "Politikfinanzierung in Österreich“ auf. Kein Minister eines anderen EU-Staates kommt auf die 17.587 Euro, die ein österreichischer Amtskollege verdient.

„Mandatare sollten sich nicht zu sehr abheben“
Minister verdienen hierzulande 8,3-mal so viel wie der Durchschnittsbürger, Parlamentarier immerhin noch viermal so viel. „Bei Ministern kann man sagen: Das sind die Manager der Republik. Die gehören entsprechend entlohnt. Aber bei Parlamentariern ist die Sache schon nicht mehr so klar. Denn sie sind die Vertreter ihrer Wähler und sollten sich daher auch nicht zu sehr von ihnen abheben“, so Sickinger im Gespräch mit ÖSTERREICH.

Land

Minister/Monatsgehalt Brutto

Parlamentarier/Monatsgehalt Brutto

Um so viel verdienen Minister mehr als der Durchschnitt

Um so viel verdienen Parlamentarier mehr als der Durchschnitt

Österreich

17.587

8.750

8,3

4,1

Italien

12.930

10.975

10,5

8,5

Deutschland

12.721

7.009

4,6

2,5

Dänemark

11.764

5.555

3,6

1,7

Frankreich

10.411

5.206

4,9

2,5

England

9.614

7.107

4,1

3

Schweden

9.200

4.800

3,5

1,8

Spanien

5.855

3.056

4,5

2,3

Ungarn

3.460

805

10,2

2,4

Slowakei

1.320

880

4,8

3,2

Hohe Gehälter feien nicht vor Korruption
Befürworter hoher Politikergagen führen ins Feld, dass damit Korruption vorgebeugt werde. Doch Sickinger widerspricht diesem Argument klar: „Italien hat hohe Politikerbezüge und trotzdem ein hohes Ausmaß an Korruption.

Auch Franz Fiedler, ehemals Rechnungshofpräsident, nun bekanntes Gesicht der Anti-Korruptions-Kämpfer Transparency International, glaubt nicht an die vorbeugende Wirkung hoher Gagen: „Wenn einer angestochen ist, können Sie ihm zahlen, was Sie wollen. Der bleibt korrupt.“ Er fordert stattdessen via ÖSTERREICH, die geplanten Entschärfungen des neuen Anti-Korruptionsgesetzes zurückzunehmen.

Spitzengagen für Spitzenleute?
Dennoch sei das österreichische System zumindest transparent, meinen Fiedler und Sickinger. So gebe es keine undurchsichtigen Spesentöpfe, wie etwa in Großbritannien. Doch ob die Gagen angemessen sind, steht auf einem anderen Blatt. „Wir wollen keine Durchschnittsleute in der Politik, sondern Spitzenleute. Aber das nur über die Gehälter zu erreichen, ist schwierig, weil die wirklich Guten in der Privatwirtschaft mehr verdienen“, so Fiedler. Sickinger hingegen meint: „Politiker gehören zu den obersten zehn Prozent, was die Einkommen anbelangt. Dass hier gejammert wird, man könne sich den Job finanziell nicht antun, halte ich für gewagt.“

Fischer verdient mehr als der US-Präsident
Doch der lukrativste Politjob bleibt der Bundespräsident. Heinz Fischer verdient jährlich 319.872 Euro, US-Präsident Barack Obama dagegen „nur“ 308.071 Euro. Zumindest verzichtete Fischer bei seinem Amtsantritt auf die prunkvolle Bundespräsidentenvilla auf der noblen Hohen Warte als privaten Wohnsitz.

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BlackDog27 meint am 09.09.2009 08:06

Sorry Hr. Finanzminister bei einem mindest Bruttomonatsgehalt von ca. 15000.- bis 18.ooo. — und das mehr als 12x im Jahr ist es ja klar das die Mindestgrundsicherung nur 12x im Jahr für die ärmsten der Armen ausbezahlt werden kann. Würde ja für die saftigen Gehälter der feinen Herren in der Politik zu wenig bleiben. Es gibt genug die darauf angewiesen sind weil sie nicht mehr Arbeiten können.

hierbinich meint am 02.07.2009 07:51

zumindest für Deutschland.

Das Grundgehalt ist richtig angegeben. Tatsächlich stehen dem Abgeordneten aber mind. 18.685,-- € zur Verfügung. Hinzu kommen div. Aufwandsentschädigungen, Sonderzahlungen, Bezüge aus dem Heimatbundesland, -stadt, usw., dass das tatsächlich verfügbare über 40.000,-- € für einen Abgeordneten liegt.

z.B. stehen einem MDB mtl. 10.000,-- weitere €'s für den Betrieb eines Büros zu (hat er aber schon kostenlos im Bundestag) ...

Liste ohne Ende.

marc meint am 01.07.2009 20:50

..... soll man halt nur mehr arbeiten wollen um so viel Kohle......

reini meint am 30.06.2009 20:17

Die meisten Bürger schimpfen, aber alle laufen sie fleißig wählen. Mein Vorschlag: Alle die Wählen gehen sollen für die Politiker und ihr Unvermögen blechen, und die, die nicht wählen, brauchen nichts bezahlen...ganz einfach !!!
Dann hört sich die Motzerei bzw. diese sinnlose Wählerei gleich auf !!!

enschi meint am 30.06.2009 18:36

nationalratsabgeordneten würde ich auch auf 50 reduzieren und das ist noch zu viel!!

weinberl meint am 30.06.2009 16:12

Dass die Politiker so fürstlich entlohnt werden, ist eine Schweinerei den Leuten gegenüber !
Aber da haben noch keine Mandatare einer Partei dagegen gestimmt. Die Bürgermeistergehälter wurden erst vor kurzem beinahe verdoppelt. Es fängt ja schon dort an !!
Zudem haben die Abgeordneten meist noch Nebengehälter ...bei FSG, ÖAAB, Ring Freiheitl. Wirtschafter, usw. usw...
INSBESONDERE VOM LOBBYING ..Z.B: RAIFFEISEN !!
40 % der ÖVP-Parlamentarier sind bei Raiffeisen im SOLD ... damit ja alles so läuft, wie man es braucht.
Wenn so viel Zeit für Zivilberufe bleibt, sieht man erst wie ÜBERBEZAHLT diese Politiker sind !!!

ansgar meint am 30.06.2009 16:51

Wie wahr.

Neuwaldegg meint am 30.06.2009 16:01

Endlich die schmuzif Wahheit! Es ist ein Skandal und was hat den Fischer gemacht? Aussen daß er auf sein Nobelvilla verzichtet hat? Nichts! Schaut die Schweiz an: auch ein kleine unbedautendes land wie Ästerreich aber mit Steuergelden können sie ungehen. Wärend bei uns ist für Politiker hier zu Lande nur ein Selbedienugsladen. Fairness, Gleichheit und viel mehr braucht diese Land!

Dagobert meint am 30.06.2009 13:22

ein viel zu hohes Einkommen haben ist schon seit Jahrzehnten bekannt.
Zwar wurden in dieser Hinsicht einige Korrekturen durchgeführt; diese blieben aber immer nur eine "Alpenländische Augenauswischerei" a la Otto Grünmandl.
Solange diese Abzocker aber immer wieder gewählt werden wird sich daran nichts ändern.

pensionistin meint am 30.06.2009 13:21

319.872 Euro für unseren "lieben"Bundespräsidenten?
Wo bleibt da das Gleichheitsgrundgesetz??
Ich bekomme 730.- Euro im Monat und mach sicherlich mehr als dieser Mensch, der nicht einmal Österreich vor der EU schützen kann.

Viel kassieren und keine Verantwortung übernehmen.
Dieses System gibts nur in Österreich.

Shark meint am 30.06.2009 10:32

Sollte ich nochmals auf die Welt kommen, werde ich Politiker. Da kann einem nichts passieren, weil man ein leglisierter Verbrecher ist.

klartextreden meint am 30.06.2009 09:37

Verwaltungsreform ist dringenst angesagt!Weg von den heiligen Kühen und einer Großmannssucht,keine Tabus,alles muß hinterfragt werden!Der Fisch beginnt beim Kopf zu stinken.-da ist vorerst Handlungsbedarf! zB.:1.Amt des Bundespräsidenten abschaffen, bzw.nach scheizer Muster etablieren. 2. Bundesrat abschaffen, ersetzen durch eine Art Länderkammer. 3.Statt 183 Nationalräte nur mehr 63(=Verhältnis EW-Zahl BRD 612 Abgeordnete zu EW Österreich).usw... Forschung statt aufgeblähtem Beamtenaparat!

Politikverdrossen meint am 30.06.2009 10:05

SBK= selten blödes kind!
Nicht die Beamten machen sich selbst, sondern die Planstellen werden durch die Stadt-, Landes- und Bundesregierungen gemacht. D.h., dass die Größe von den politisch gewählten Mandataren abgesegnet, bzw. beschlossen werden.
Du wirst noch froh sein, wenn du mit einem Anliegen bei einer Behörde rasch und unbürokratisch behandelt wirst. Nicht jeder Beamte hat die "Ärmelschoner" an!

klartextreden meint am 30.06.2009 19:39

SBK Herr Oberlehrer,Thema verfehlt,setzen, "Nicht
genügend".Bitte rasch Vorschläge für Staatsreformen (Effizienzsteigerungen,usw.)ausarbeiten und sich nicht auf vorgesetzte Dienststellen ausreden.

klartextreden meint am 30.06.2009 09:32

Verwaltungsreform ist dringenst angesagt!Weg von den heiligen Kühen und einer Großmannssucht,keine Tabus,alles muß hinterfragt werden!Der Fisch beginnt beim Kopf zu stinken.-da ist vorerst Handlungsbedarf! zB.:1.Amt des Bundespräsidenten abschaffen, bzw.nach scheizer Muster etablieren. 2. Bundesrat abschaffen, ersetzen durch eine Art Länderkammer. 3.Statt 183 Nationalräte nur mehr 63(=Verhältnis EW-Zahl BRD 612 Abgeordnete zu EW Österreich).usw... Forschung statt aufgeblähtem Beamtenaparat!

branwhen meint am 30.06.2009 09:17

aber diese Hanseln verdienen mehr als ein Arzt der etwas sehr wertvolles und sinnvolles für die Menschen macht!!!
Das ist eine Schweinerei und sollte gerade in Zeiten wie diesen schnellstens abgestellt werden!!!
Und zu unserem Herrn BP: Nicht schlecht was der fürs "NICHTS TUN" bezahlt bekommt!!!

fla2111 meint am 30.06.2009 09:10

Überall in der Wirschaft und auch beim öffentl. Dienst wird gespart, Personal reduziert und Gehälter gekürzt bzw. Arbeitspensum erhöht, nur in der Politik nicht, dort wird das Personal immer mehr, die Gehälter und Pensionen großzügig erhöht und das Arbeitspensum reduziert. Wäre doch ein Denkansatz, jetzt wo wir soviele EU-Politiker zusätzlich zu unseren bisherigen Gremien, Nationalrat, Bundesrat Landesregierungen usw. haben und auch viele Gesetze bereits in Brüssel gemacht werden, hier in Österreich einzusparen und zusammenzuzlegen. Dh. Bundesrat abschaffen, Landesregierungen in Regionen zu zwei od. drei Bundesländer zusammenlegen usw.
Huch, jetzt bin ich aufgeschreckt, ich war kurz eingenickt und habe geträumt !

Politikverdrossen meint am 30.06.2009 08:26

wer es noch nicht weiß:
DIE HÄLFTE DES EINKOMMENS GEHT AN DIE PARTEI; SONST WIRST NÄMLICH NICHT AUFGESTELLT! Dann unterschreibt man noch ein Rücktrittspapier, falls der Parteiaustritt kommt.
Verdeckte Parteienfinanzierung??????

Calus meint am 30.06.2009 08:06

warum so viele Taugenichtse in die Politik drängen: zum abcashen!