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Hofer mit Erdrutschsieg bei Präsidenten-Wahl

Ein blauer Tsunami hat gestern unsere politische Landschaft auf den Kopf gestellt:

Norbert Hofer erringt bei der Präsidenten-Wahl die größtmögliche politische Sensation: Er holt gegen alle Wetten, die alle auf Van der Bellen gelautet hatten, nicht nur den Sieg im 1. Wahlgang, sondern mit 36,4 % auch ein Rekord-Ergebnis für die FPÖ.

Video zum Thema Die Stichwahl: Hofer gegen Van der Bellen
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Der größte Triumph in der Geschichte der FPÖ hat gestern bereits mit dem ersten – um 11.57 Uhr bekannt gewordenen – Detail-Ergebnis begonnen: In der kleinsten Gemeinde, Grameis, schaffte Hofer mit 6 Stimmen gleich Platz 1.

Hofer holt 60,7 Prozent in seiner Heimatgemeinde

Von da ab ging es nur noch steil bergauf: Schon in Vorarlberg, wo die Wahllokale als Erste schlossen, wurde Hofer mit 31 % klar Erster und überholte die in Vorarlberg beliebten Grünen. In der Steiermark schaffte Hofer dann die nächste Sensation: durchwegs mehr als 40 %. Und in Tirol demolierte der Burgenländer Hofer die Tiroler Khol und Van der Bellen in aller Brutalität mit 36 % zu 23 % (VdB) und blamablen 12 % für Khol.

Als Pinkafeld, seine Heimatgemeinde, schließlich sagenhafte 60,7 % für Hofer meldete, war der blaue Kandidat nicht mehr zu halten: Um 13.30 Uhr jubelte er bereits bei einem Anruf in der ÖSTERREICH-Redaktion: „Es ist nicht zu fassen – wir sind überall klar Erste.“ Und dann gerührt: „Mir rinnen erste Tränen der Freude und der Demut übers Gesicht!“

Hofers Erfolgs-Rezept: Er war nett, jung und rechts

Der neue Super-Star der FPÖ konnte seinen Erfolg auch deshalb kaum fassen, weil er zunächst für die Hofburg gar nicht kandidieren wollte:

„Ich bin zu jung“, sagte Hofer zunächst, als ihn die Partei nominieren wollte, weil Griss nicht gewünscht war, die Partei Straches Liebling Ursula Stenzel nicht wollte – und Hofer schließlich von Funktionären und Burschenschaftern in die Kandidatur gepusht wurde.

Im Lauf des Wahlkampfs wurde Hofer zum Ideal-Kandidaten: ein sympathischer, netter Protest-Politiker, der die Brutal-Ansagen der FP gegen Flüchtlinge auf Samtpfoten vertritt.

Hofer war ein stiller Sieger - er trank sogar nur Mineralwasser

Der Jubel in der FPÖ war gestern ab 17 Uhr nicht mehr zu bremsen: „Heute wurde Geschichte geschrieben“, verkündete HC Strache, als er zum feiernden Hofer stieß. „Die Österreicher haben politisch ein neues Zeitalter aufgeschlagen.“

Bis Mitternacht feierten mehr als 150 FP-Hardcore-Fans auf engstem Raum in der Parteizentrale ihren neuen Star.

„Wir sind nicht mehr aufzuhalten“, jubelte Strache.

Doch Hofer trank nur Mineralwasser – ein stiller Sieger.

Jetzt Stichwahl Hofer gegen Van der Bellen

Die Bundespräsidenten-Wahl wird nun im erwarteten Zweikampf zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen entschieden. Trotzdem hat der erste Wahlgang am Sonntag die Ausgangsposition verändert. Galt bisher Van der Bellen als Favorit, ist diese Rolle nun zu Hofer gewandert, der mit 36,4 Prozent einen Erdrutschsieg feierte. Sein grüner Kontrahent folgte mit 20,4 Prozent.

Watsche für SPÖ und ÖVP

Bei einer Wahlbeteiligung von vorläufig 60 Prozent setzte es für die Kandidaten der Koalitionsparteien ein Debakel. Fast schon ironisch ist, dass Andreas Khol (ÖVP) und Rudolf Hundstorfer (SPÖ) mit jeweils 11,18 Prozent untergingen. Vor der Briefwahl-Auszählung am Montag liegt der Schwarze gerade einmal 135 Stimmen vor dem Roten.

Griss mit 18,5 Prozent auf Platz 3

Deutlich besser schlug sich die parteifreie ehemalige OGH-Präsidentin Irmgard Griss mit 18,5 Prozent. Ihre Chancen für die Stichwahl wurden erst durch Van der Bellens Erfolge in Wien und Graz, wo er jeweils Platz eins eroberte, zunichtegemacht. Nichts mitzureden im Kampf um die Hofburg hatte der zweite unabhängige Kandidat. Für Baumeister Richard Lugner entschieden sich bloß 2,4 Prozent der Wähler.

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Das ist die neue (blaue) politische Landkarte Österreichs. Wenn Sie darauf klicken, kommen Sie zu allen Gemeinde- und Bezirks-Ergebnissen im Detail:

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Hier geht es zur Wahl-Analyse von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner >>

Video zum Thema Das vorläufige Endergebnis
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+++ Unten finden Sie den Live-Ticker der Hofburg-Wahl 2016 zum Nachlesen +++

23:25
 

Das war die Hofburg-Wahl 2016

Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen werden einander wieder in der Stichwahl gegenüberstehen. Wahlschlappen gab es derweil für SPÖ und ÖVP. Wir bedanken uns ihr reges Interesse und hoffen Sie beim nächsten Mal wieder bei unserem LIVE-TICKER begrüßen zu dürfen.

22:59
 

Ederer fordert Faymanns Ablöse

Die Ex-Siemens-Managerin und frühere SPÖ-Spitzenpolitikerin Brigitte Ederer macht Bundeskanzler und SPÖ-Parteiobmann Werner Faymann für Rudolf Hundstorfers Niederlade und Norbert Hofers klaren Sieg verantwortlich. Gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" (Montagausgabe) fordert sie Faymanns Ablöse. "Dass es in der Partei eine Veränderung braucht, ist notwendig. Das liegt doch auf der Hand", so Ederer.

"Werner Faymann kann nicht so tun, als hätte dies alles nichts mit ihm zu tun, weil er ja nicht zur Wahl gestanden sei. Diese Niederlage hat sehr viel mit der Regierungspolitik zu tun. Es hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass die Wähler den Schmied wählen und nicht den Schmiedl. Das zeigte auch der Rechtsruck der SPÖ in der Flüchtlingspolitik", wird Ederer zitiert. Sie hatte gemeinsam mit Alt-Kanzler Franz Vranitzky Hundstorfers Personenkomitee geleitet.

22:49
 

Kein TTIP mit Hofer

FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer würde das derzeit zwischen der EU und den USA in Verhandlung stehende Freihandelsabkommen TTIP nicht unterzeichnen, auch wenn das österreichische Parlament für das Abkommen stimmen sollte. Er werde auch in diesem Fall auf einer Volksabstimmung bestehen, betonte der Dritte Nationalratspräsident am Sonntagabend in der "Zeit im Bild 2" des ORF.

22:21
 

Griss überlegt sich Wahlempfehlung noch

Griss will sich im Interview mit der ZIB2 noch zu keiner Wahl-Empfehlung hinreißen lassen. "Ich werde mit meinem Team besprechen, ob ich eine Wahl-Empfehlung abgebe", so Griss.

22:12
 

Grüne feiern Platz 2

Mit Jubelschreien und rhythmischem Geklatsche ist Präsidentschaftskandidat Alexander van der Bellen Sonntagabend bei der grünen Wahlparty im Barockpalais Schönburg von seinen Unterstützern empfangen worden. "Jetzt geht es wirklich um die Wurscht", sagte der gerührte und heisere Zweite des ersten Wahlgangs. Bundessprecherin Eva Glawischnig hatte zuvor schon den "großartigen Erfolg" gefeiert.

"Wir brauchen eine deutliche Mehrheit in diesem Land, und die werden wir kriegen am 22. Mai", sagte Van der Bellen. Das Publikum im gesteckt vollen Saal quittierte dies mit "Sascha! Sacha!" und "Hofburg! Hofburg! Hofburg!"-Rufen. "Ich danke euch allen vielmals", meinte der Geehrte. "Ohne euch wäre das nicht gegangen."

21:40
 

Strache bekommt ein Sieger-Bussi von seiner Freundin Philippa

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21:25
 

Bier-Party bei FPÖ, Hofer trinkt nur Wasser

Die FPÖ feiert ausgelassen in ihrer Parteizentrale im 1. Bezirk in Wien. Bier fließt in Strömen, Wahlsieger Norbert Hofer trinkt aber nur Wasser. Hofer wurde am Sonntagabend mit lauten "Norbert"-Sprechchören in der Parteizentrale hinter dem Parlament empfangen . Er versprach in seiner kurzen Dankesrede und in Hinblick auf die Stichwahl, bei seiner Linie bleiben zu wollen: "Ich werde meinen Weg nicht ändern."

Diashow Hofburg-Wahl: So feiert Norbert Hofer seinen Wahlerfolg

Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

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Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

Hofburg-Wahl: Norbert Hofer

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21:16
 

Wahlbeteiligung dürfte auf 68 Prozent steigen

Die Wahlbeteiligung bei der Bundespräsidentenwahl hat sich, wie erwartet, deutlich erholt. Nach dem absoluten Tiefstand 2010 von nur 53,57 Prozent kletterte sie am heutigen Sonntag zunächst auf noch knapp unter 60 Prozent. Mit der Briefwahlauszählung dürften aber rund 68 Prozent erreicht werden, schätzt SORA.

21:11
 

Schlechte Stimmung in ÖVP-Parteizentrale

Bei der ÖVP waren der Wahlniederlage zum Trotz zwar zahlreiche Funktionäre und Sympathisanten in die Parteizentrale neben dem Rathaus gekommen, um bei Spritzer, Bier und Kaiserschmarren das Wahlergebnis zu besprechen. Spitzenkandidat Andreas Khol und Parteichef Reinhold Mitterlehner wurden bei kurzen Auftritten auch artig beklatscht. Partystimmung kam aber auch hier nicht auf.

21:10
 

SPÖ-Granden beraten über Wahlergebnis

In der Parteizentrale der SPÖ in der Löwelstraße hat nach dem schlechten Ergebnis von Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer am Sonntagabend keinerlei Feierlaune geherrscht. Die Parteigranden zogen sich unter Ausschluss der Medien zur Beratung zurück, in der Wahlzentrale waren sonst nur noch einige Journalisten, aber keine SPÖ-Funktionäre anwesend. Offizielle Wortmeldungen waren keine mehr geplant.

21:09
 

Kaum Veränderung durch Briefwahlstimmen

Die Briefwahlstimmen bei der Bundespräsidentschaftswahl werden laut einer Wahlkartenprognose von SORA/ORF nur wenig Veränderungen bringen. Der Sieger des ersten Durchganges, FPÖ-Kandidat Norbert Hofer, wird rund einen Prozentpunkt verlieren, Alexander Van der Bellen und Irmgard Griss werden etwas zulegen. Auf die Reihung der Kandidaten werden die Briefwähler keinen Einfluss haben.

Hofer wird demnach inklusive der Briefwahlstimmen (die erst am Montag ausgezählt werden) auf 35,3 Prozent der Stimmen kommen (statt 36,4 im vorläufigen Endergebnis vom Sonntag). In der Stichwahl trifft er fix auf den ehemaligen Grünen Bundessprecher Van der Bellen, dessen Ergebnis sich gegenüber dem vorläufigen Endergebnis von 20,4 Prozent auf 21,3 Prozent erhöhen wird. Auch Griss kann demnach noch ein wenig zulegen - und zwar von 18,5 auf 19 Prozent.

20:46
 

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Die Schluss-Analyse: Ist das der Beginn einer neuen politischen Ära ?

Die Präsidenten-Wahl ist geschlagen - das Resultat ist eine politische Sensation: Aus der bisher immer als harmlos eingeschätzen Hofburg-Wahl ist gestern eine regelrechte Wut-Wahl geworden.

Nicht nur 20 % wie bei der letzten Nationalratswahl, und auch nicht 30 % wie bei der letzten Wien-Wahl, sondern unglaubliche 35,3 % haben gestern den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer gewählt.

Die Kandidatur von Hofer hat sich für die FPÖ als Glücksfall erwiesen: Der bisher unauffällige Nationalratspräsident ist mehr ein "Faserschmeichler" als ein Wut-Politiker, er vertritt die Strache-Positionen auf Samtpfötchen und er punktet mit seiner Freundlichkeit, sympathischen Ausstrahlung, kurz: mit Nettsein.

Trotzdem ist Hofer klar auf FPÖ-Position - gegen Flüchtlinge (das war sein Wahl-Turbo), gegen TTIP, vor allem gegen die Regierung, die er bei "Versagen" (was immer das ist) abberufen will.

Damit ist der Wahl-Tsunami für Hofer auch ein Protest-Tsunami gegen die Regierung - und gegen die Koalition von Rot und Schwarz. Die Österreicher haben offenbar bewusst die Präsidentenwahl (bei der sie mehrheitlich der Meinung sind, dass sie politisch unwichtig ist) dazu gewählt, der Regierung das bisher brutalste Warn-Signal zu zeigen. Seit gestern sind Faymann und Mitterlehner buchstäblich am Marterpfahl - die Wähler sind so zornig, dass es für die Regierung gefährlich wird.

Nur mehr je 11 % für Rot und Schwarz sind nur noch eine Minderheiten-Feststellung. In Wien etwa hat die SPÖ (die bei der Wiener Wahl noch fast 40 % hatte) nur mehr 12 % erreicht. Mit dem Hundstorfer-Debakel sind die zwei wichtigsten Machtfaktoren der SPÖ regelrecht zertrümmert: Die Wiener SPÖ und der ÖGB haben gestern ein politisches Todesurteil erhalten.

Bei der ÖVP ist die Lage ähnlich dramatisch: Dort wurden ganze Landesparteien (wie etwa Tirol) zertrümmert - und die Khol-Niederlage trifft den "Erfinder" Mitterlehner mit aller Härte.

Alexander Van der Bellen geht als zweiter "Sieger" mit buchstäblich blauem Auge aus diesem 1. Wahlgang. Er hat deutlich weniger Stimmen erobert als in den Umfragen erwartet, er ist vor allem in der letzten Wahlkampf-Woche regelrecht eingegangen, war zuletzt viel zu defensiv, viel zu wenig bürgernah. Aber er hat Wien auf spektakuläre Weise mit 32 % zu 29 % gegen Hofer gewonnen - und ist mit knapp 2 % Vorsprung auf Irmgard Griss doch noch in der Stichwahl gelandet.

In dieser Stichwahl werden die Karten neu gemischt. Für Norbert Hofer wird das Kunststück darin liegen, von seinen sensationellen 35 % auf über 50 % zu kommen. Das wird schwierig, weil es bisher für die FPÖ in diesem Land keine Mehrheit jenseits der 40 % gibt - und 60 % definitv NICHT die FPÖ wählen wollen.

Hofer kommt freilich mit dem Sieges-Turbo und dem Anti-Flüchtlings-Turbo in den 2. Wahlgang - und das kann die FPÖ, die derzeit von allen Parteien definitiv die beste Wahlwerbung und beste Mobilisierung hat, noch in ungeahnte Höhen führen.

Van der Bellen muss jetzt seinen "Turbo" zünden. Das heisst, er wird mit aller Kraft die "Angst-vor-der-Nazi-FPÖ"-Keule schwingen. Sein Wahlkampf wird polarisieren: Die Guten gegen die Bösen, die Linken gegen die extrem Rechten. Es werden vier Wochen lang die Fetzen fliegen - mit Demos, Emotionen, Ängsten.

Entschieden ist noch lange nichts. In zwei von drei Stichwahlen siegte zuletzt der Zweite über den Ersten des 1. Wahlgangs. Und wenn Van der Bellen am 22. Mai mit seiner Rot-Grün-Mitte-Allianz gegen die Strache-Allianz gewinnt, sind Faymann, die SPÖ, vor allem die Grünen nicht mehr die Geschlagenen sondern die Lachenden. Und Strache könnte noch zum bitteren Verlierer werden.

Wenn aber Norbert Hofer am 22. Mai die Wahl in die Hofburg gewinnt, dann beginnt wirklich ein neues politisches Zeitalter. Dann endet die 2. Republik, auf kurz oder lang auch die Große Koalition. Dann kommen Neuwahlen - und dann kommt es wohl zum großen Dreikampf Faymann - Strache - Kurz.

20:45
 

Live-Stream aus FPÖ-Parteizentrale

ÖSTERREICH-Reporter Gregor Plieschnig ist live bei der FPÖ und streamt live aus der Parteizentrale:

20:21
 

Ostermayer wird Van der Bellen unterstützen

Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ) wird in der Stichwahl ebenfalls den Grünen Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen wählen, sagte er am Sonntagabend gegenüber Journalisten. "Wir konnten offenbar nicht vermitteln, dass es gerade in schwierigen Zeiten jemand Verbindenden braucht", sagte Ostermayer. Deshalb werde er nun auch Van der Bellen unterstützen.

20:12
 

Rechte in Europa gratulieren Hofer zu Wahlsieg

Der Sieg von FPÖ-Kandidat Norbert Hofer in der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl hat am Sonntag bei prominenten Exponenten des rechtsextremen Lagers in Frankreich, den Niederlanden und Italien für große Freude gesorgt. "Meine aufrichtigsten Glückwünsche an meine Freunde der FPÖ zu diesem großartigen Erfolg. Bravo, österreichisches Volk!", twitterte Front-National-Chefin, Marine Le Pen.

Auch der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders gratulierte per Kurznachrichtendienst Twitter: "Fantastisch!".

20:10
 

Polit-Experten sehen Hofer mit Vorteilen in der Stichwahl

Für die Stichwahl am 22. Mai sehen Politik-Experten den freiheitlichen Kandidaten Norbert Hofer eindeutig in der Favoritenrolle. Sein Grüner Konkurrent Alexander Van der Bellen werde es "sehr schwer haben", meinte Politik-Berater Thomas Hofer zur APA. Das miserable Abschneiden der Regierungskandidaten am Sonntag ist eine Ohrfeige für die Bundesregierung, sind sich die Experten einig.

Norbert Hofer hat im ersten Wahlgang gut 35 Prozent der Wähler überzeugt und sei damit natürlich "der erklärte Favorit" für die Stichwahl, erklärte Meinungsforscher Peter Hajek (public opinion strategies). Van der Bellen werde wohl Versuche eines nationalen Schulterschlusses gegen einen blauen Präsidenten starten, glauben Hajek und Hofer. Allein Norbert Hofers Vorsprung sei aber beachtlich, dazu kommen könnte eine "jetzt erst recht"-Stimmung, wenn es nun wieder eine internationale Debatte über Österreich gebe, meinte Politikberater Hofer.

20:05
 

Erste Demonstration gegen Hofer angekündigt

Die "Offensive gegen Rechts" (OgR) hat auf das Ergebnis des ersten Wahlganges zur Präsidentschaft mit einem Demonstrationsaufruf reagiert. Gegen Norbert Hofer (FPÖ) soll am 19. Mai am Wiener Heldenplatz eine Kundgebung stattfinden.

"Ein deutschnationaler Burschenschafter darf nicht Bundespräsident werden", so die OgR in einer Aussendung. Grund für den Wahlerfolg des freiheitlichen Kandidaten sei der "Sozialabbau der Regierungsparteien", die FPÖ sei jedoch keine Alternative, da sie "für noch brutalere Kürzungspolitik im Sinne der wirtschaftlichen Eliten" stehe. Die Offensive gegen Rechts ist ein Zusammenschluss linker Organisationen. Mediale Aufmerksamkeit erzielte das Bündnis in den letzten Jahren vor allem mit der Mobilisierung gegen den WKR- bzw. Akademikerball.

20:03
 

So wählten die Bundesländer

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19:53
 

Das vorläufige Endergebnis ohne Briefwähler

Hofer 36,4%

Van der Bellen 20,38%

Griss 18,52%

Khol 11,18%

Hundstorfer 11,18% (Khol mit 135 Stimmen vor Hundstorfer)

Lugner 2,35%

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19:36
 

Das Niederösterreich-Ergebnis

Jetzt ist das letzte Bundesland-Ergebnis da. So wählte Niederösterreich:

Hofer 36,5%

Van der Bellen 17,6%

Griss 17,3%

Khol 14,1%

Hundstorfer 11,8%

Lugner 2,8%

19:27
 

Baumgartner bejubelt Hofer-Sieg

Felix Baumgartner jubelt auf Facebook über den Wahl-Sieg von Norbert Hofer. All-Felix hatte am Freitag eine Wahl-Empfehlung für Hofer abgegeben. Dieses Bild postete Baumgartner auf Facebook:

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19:22
 

Hofer bei allen Bevölkerungsgruppen vorne

Wahlsieger Norbert Hofer hatte in der 1. Runde der Präsidentschaftswahl in fast allen Bevölkerungsgruppen die Nase vorne. Besonders viel Zustimmung hat er von jenen Menschen bekommen, die mit der Entwicklung Österreichers unzufrieden und von der Politik enttäuscht bzw. verärgert sind. Das geht aus einer Wahltagsbefragung von SORA für den ORF hervor.

19:19
 

Faymann: "Wähle in Stichwahl Van der Bellen"

SPÖ-Parteichef und Bundeskanzler Werner Faymann wird in der Stichwahl den Grünen Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen wählen, will aber keine Wahlempfehlung abgeben. Er sei "natürlich enttäuscht" über das Ergebnis von SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer, sagte Faymann am Sonntagabend zu Journalisten. "Ich habe mir mehr erwartet und bin traurig darüber, dass das Ergebnis so aussieht."

Personelle Konsequenzen werde es allerdings keine geben: "Ich gehe davon aus, dass wir personell gut aufgestellt sind." Das Ergebnis sei jedoch eine "klare Warnung an die Regierung, dass wir stärker zusammenarbeiten müssen", sagte Faymann. "Die Konsequenz ist hart arbeiten." In der Partei müsse es nun eine Programmdiskussion geben und es brauche eine starke Organisationsdiskussion. Er selbst sieht sich als Parteichef nach wie vor fest im Sattel: "Ich spüre eine sehr breite und starke Unterstützung", sagte Faymann.

19:10
 

Das Wiener Endergebnis ist da

Nun ist das vorläufige Endergebnis für die Bundeshauptstadt Wien da, hier liegt Alexander Van der Bellen vorne:

Van der Bellen 32,0 %

Hofer 29,3%

Griss 18,7%

Hundstorfer 12,3%

Khol 5,7%

Lugner 2,0%

19:09
 

Hundstorfer: "Regierungsamt war ein Rucksack"

SPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer hat nach seiner Wahlniederlage am Sonntagabend erklärt, der Inhalt seiner Kampagne - nämlich für Zusammenhalt zu sorgen - "das hat heute nicht die Unterstützung bekommen. Die Extreme wurden unterstützt". Auch sei seine Vergangenheit als Minister eine Bürde gewesen: "Was auch klar ist: Das Regierungsamt war doch ein Rucksack."

Gleichzeitig verwies er darauf, dass es derzeit "auf allen Ebenen" politische Veränderungen gebe, wie er etwa mit Blick auf die Regierungsbeteiligung der FPÖ im Burgenland meinte. Er wolle trotz des Wahlergebnisses allen danken, die seine Kampagne unterstützt haben, sagte er bei seinem ORF-Auftritt in der Hofburg.

19:04
 

Das Jubel-Video aus der FPÖ-Parteizentrale

Video zum Thema Jubel bei FPÖ: Strache zufrieden
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18:59
 

ÖVP-Chef Mitterlehner sieht keine Obmann-Debatte

ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner geht nicht davon aus, dass die schwere Niederlage bei der Präsidentenwahl personelle Konsequenzen in der ÖVP auslösen wird. Der Vizekanzler sprach in der Parteizentrale vor Journalisten von einem "enttäuschenden Ergebnis". Eine Empfehlung für die Stichwahl wird die ÖVP nicht aussprechen.

Die Niederlage Andreas Khols führt Mitterlehner auf eine "Grundstimmung gegen das gesamte politische Establishment" zurück. Teilweise gebe es auch "überzogene Erwartungen" an die Politik. Scharfe Kritik übte er an den Umfragen, die das taktische Wählen befeuert hätten: Die ÖVP sei nach der Wien-Wahl schon "zum zweiten Mal Opfer der Meinungsumfragen geworden".

Mit einer Obmanndebatte in der ÖVP rechnet der Parteichef nicht. Mit personellen Konsequenzen löse man keine Probleme. "Wir haben ein gutes Team", betonte Mitterlehner. Dies habe man im letzten Parteivorstand besprochen und auch heute habe er schon "mit den Meisten Kontakt gehabt". Ob er bei der Nationalratswahl 2018 als Spitzenkandidat antreten will, sagte Mitterlehner nicht: "Das werden wir entscheiden, wenn es ansteht, weil wer weiß, wie das weiterläuft."

18:58
 

Pröll: "Schallende Ohrfeige"

"Gegen den Strom ist schwer zu schwimmen", sagte Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll zum Abschneiden des ÖVP-Bundespräsidentschaftskandidaten Andreas Khol am Sonntag. Das Wahlergebnis bezeichnete Pröll vor Journalisten in St. Pölten als "überraschend", ganz besonders das Ausmaß - es sei ein "Höhepunkt in einer Entwicklung, die sich seit längerer Zeit abgezeichnet hat".

"Eine Vielzahl der Wähler hat aus taktischen Überlegungen gewählt", sagte der Landeshauptmann und VP-Landesparteichef. Khol habe den Nachteil gehabt, einer von drei Vertretern im bürgerlichen Milieu gewesen zu sein. Die jüngste ÖVP-Rochade im Innenministerium habe sich nicht auf das Resultat ausgewirkt, verwies er auf den höchsten Stimmenanteil Khols in Niederösterreich im Bundesländervergleich.

Khol war nach der Absage von Pröll für die Volkspartei ins Rennen um die Hofburg gegangen. Der ÖVP-Kandidat habe einen "unglaublich engagierten und beherzten Wahlkampf" geführt, sagte Pröll.

Pröll bezeichnete das Wahlergebnis angesichts anderslautender Prognosen als "schallende Ohrfeige" für die Meinungsforschung und Medien, die sich ihrer bedient haben, aber auch für die Politik. Scharfe Kritik übte der Landeshauptmann am Koalitionspartner im Bund: Nach acht Jahren "Faymann-Politik, eine Politik des Verschleppens, des Verzögerns und des Wegduckens", sei das Wahlergebnis ein "deutliches Zeichen". Eine Wahlempfehlung für die Stichwahl gab Pröll nicht ab.

18:57
 

Häupl: "Tief betroffen"

Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) zeigt sich vom Ergebnis der Bundespräsidentschaftswahl "tief betroffen". Angesichts der Dramatik sei es schwer, keine deftige Wortwahl zu finden, sagte er am Sonntag. In Wien zeige sich allerdings, dass Hofer mit 28 Prozent nicht besser abgeschnitten habe als die FPÖ bei der Wiener Landtagswahl im Herbst.

Dass Hundstorfer deutlich weniger Stimmen erreichte als die SPÖ damals in Wien, führte er darauf zurück, dass viele SPÖ-Wähler diesesmal Van der Bellen geliehen haben. Insgesamt zeige das Ergebnis "ein hohes Maß an Verdrossenheit". "Ich halte nichts von Schuldzuweisungen", so der Wiener Bürgermeister. Die Wahl sei eine Systemkritik gewesen.

Er gebe für die Stichwahl keine Wahlempfehlung ab. Dies sei "antiquiert", aber er halte nichts von einem Bundespräsidenten, der ein ungeklärtes Verhältnis zu Österreich habe und die Gesellschaft spalte, sagte Häupl ohne dabei den FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer namentlich zu nennen. Er empfehle auch nicht "weiß" zu wählen.

18:51
 

Aktuelle Hochrechnung

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Hofer 35,4%

Van der Bellen 21,3%

Griss 19,0%

Khol 11,2%

Hundstorfer 10,9%

Lugner 2,3%

18:49
 

Das Salzburg-Ergebnis

Hofer 38,7%

Van der Bellen 18,5%

Griss 17,4%

Hundstorfer 9,8%

Khol 13,2%

Lugner 2,4%

18:48
 

Das Oberösterreich-Ergebnis

Hofer 36,5%

Van der Bellen 19,5%

Griss 17,0%

Hundstorfer 11,67%

Khol 13,42%

Lugner 1,9%

18:46
 

Steiermark-Ergebnis

Hofer 40,2%

Griss 21,1%

Van der Bellen 16,4%

Hundstorfer 10,3%

Khol 9,8%

Lugner 2,1%

18:44
 

Tirol: Das vorläufige Endergebnis ist da

Hofer 40,2 %

Griss 21,1%

Van der Bellen 16,4 %

Hundstorfer 10,3%

Khol 9,8%

18:43
 

Hundstorfer: "Kein Plan B"

Hundstorfer: "Ich habe keinen Plan B. Ich werde ab morgen zum Nachdenken beginnen, was ich jetzt mache."

18:34
 

Salzburger VP-Chef spricht von "enttäuschendem Ergebnis"

Von einem "für den Kandidaten der ÖVP mehr als enttäuschendem Ergebnis" sprach Salzburgs ÖVP-Chef Landeshauptmann Wilfried Haslauer in einer ersten Reaktion. Andreas Khol sei mit großer Konkurrenz im bürgerlichen Lager konfrontiert gewesen. Das bürgerliche Lager habe sich "kannibalisiert", nannte ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Mayer als eine der Ursachen für das schlechte Abschneiden.

18:30
 

ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner analysiert das Wahl-Beben

Video zum Thema Wolfgang Fellner analysiert die BP-Wahl 2016
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18:26
 

Lunacek ruft SPÖ und ÖVP zu VdB-Unterstützung auf

Die Stimmung bei den Grünen in Alexander Van der Bellens Wahlkampfzentrale in Wien hat sich Sonntagabend zusehends verbessert. Jubel brandete auf, als die SORA-Hochrechnung ihn erstmals fix in der Stichwahl sah. Europaparlamentarierin Ulrike Lunacek hoffte auf Unterstützung durch SPÖ und ÖVP für die zweite Runde, und mit Michael Ikrath ließ sich auch der erste schwarze Unterstützer blicken.

18:23
 

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18:15
 

Strache: "Heute wurde Geschichte geschrieben"

Groß ist die Freude bei FPÖ-Bundesparteichef Heinz-Christian Strache über den haushohen Sieg des freiheitlichen Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer im ersten Wahlgang. "Heute wurde Geschichte geschrieben", sagte er Journalisten. Es sei ein "politisch neues Zeitalter aufgeschlagen". Strache ist überzeugt, dass Hofer "nicht zur die Zwischenbestzeit schafft, sondern auch das Finale".

18:13
 

Khol spricht von "Protestwahlkampf"

Äußerst knapp hat ÖVP-Präsidentschaftskandidat Andreas Khol am Sonntagnachmittag seine deutliche Niederlage kommentiert. "Der Tag ist nicht so ausgangen, wie wir es uns gewünscht hätten", sagte Khol bei einem kurzen Auftritt in der Parteizentrale. Die Stimmung unter den Funktionären war dem Ergebnis entsprechend gedrückt, Khol selbst wurde vor den wartenden Journalisten abgeschirmt.

18:11
 

Für Van der Bellen "Karten neu gemischt"

Für den Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen sind nach dem Wahlsonntag "die Karten neu gemischt". Sollte der ehemalige Grünen-Chef in die Stichwahl kommen, rechnet er laut eigener Aussage mit einem intensiven Wahlkampf. Sollte es nicht reichen, will Van der Bellen Irmgard Griss unterstützen.

Für Van der Bellen ist das Ergebnis "nicht überraschend", sagte er am Sonntag beim Eintreffen in der Hofburg. "Ich habe immer gesagt, ich bin ein Außenseiter."

18:09
 

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Warum hat Hofer so dramatisch hoch gewonnen - die Gründe für den blauen Tsunami

Norbert Hofer hat diesen 1. Wahlgang auf einer wahren Tsunami-Welle gewonnen - er zerstört mit seinem Sensations-Erfolg beide Regierungs-Parteien in ihren Grundfesten.

Was sind die Gründe für seinen Wahl-Erfolg:

1. Er war der beste und radikalste Protest-Kandidat. Mindestens 30 % der Österreicher sind derzeit bereits Wut-Wähler - und wollen ein deutliches Zeichen gegen die Regierungspolitik setzen. Hofer war die klassische "Watsche" für Rot und Schwarz.

2. Hofer war der einzige Kandidat mit einer ganz klaren Position in der Flüchtlingsfrage. Während alle anderen mit vagen Positionen agierten, war Hofer klar gegen jeden weiteren Flüchtlings-Zuzug, für Grenz-Zäune, gegen Asyl-Politik.

3. Hofer war in allen Positionen auf Anti-Regierungslinie - von TTIP bis zum Bundesheer.

4. Hofer war ein FPÖ-Wut-Politiker auf Samtpfoten - nett, sympathisch, die freundliche Variante von Strache.

5. Hofer war von allen Kandidaten der einzige Junge. Er war das Kontrast-Programm zu den 70-plus-Oldies.

18:07
 

Die neueste Hochrechnung

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18:05
 

Hofer "dankbar und voller Demut"

"Ich bin dankbar und voller Demut", freute sich FPÖ-Kandidat Norbert Hofer am Sonntagabend bei seinem Eintreffen im Wahlzentrum in der Hofburg. "Ich habe ein Ergebnis in diesem Ausmaß nicht erwartet", beteuerte der blaue Wahlsieger. Ob das Ergebnis nun bei den anderen Parteien für Konsequenzen sorgen werde, wollte Hofer nicht beurteilen: "Ich erwarte mir gute Regierungsarbeit", stellte er klar.

18:05
 

Van der Bellen gewinnt in Wien

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17:57
 

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Van der Bellen fix in der Stichwahl - jetzt wirds brutal

Laut ORF-Hochrechnung ist es jetzt fix: Alexander Van der Bellen hat den Sprung in die Stichwahl geschafft - er wird am 22. Mai gegen Norbert Hofer antreten.

Damit wird der Wahlkampf der nächsten vier Wochen unheimlich brutal werden: Norbert Hofer geht mit einer unheimlichen Dynamik in die Stichwahl - er hat fast 36 % der Stimmen erreicht, hat den Turbo der Anti-Flüchtlings-Stimmung im Rücken, Strache als Wahlkämpfer zur Seite. Die Frage ist: Kann er über 50 % der Stimmen schaffen.

Dem steht jetzt Van der Bellen als brutalst möglicher Gegenkandidat gegenüber. Er ist natürlich mit vorerst nur 21 % etwas angeschlagen - aber er kann die "Anti-FPÖ-Karte" ziehen. Derzeit wollen nur 44 % einen FPÖ-Kandidaten in der Hofburg - für 56 % ist das unvorstellbar. Das kann die Karten völlig neu mischen.

Und wichtig: Bei den jüngsten Präsidenten-Stichwahlen hat in 2 von 3 Fällen der Zweite gewonnen.

17:52
 

Neue Hochrechnung: Van der Bellen in Stichwahl

Nun ist es fix: Van der Bellen ist auf Platz 2 und damit fix in der Stichwahl gegen Norbert Hofer.

Hofer 35,5%

Van der Bellen 21,1%

Griss 18,8%

Khol 11,2%

Hundstorfer 11,0%

Lugner 2,3%

17:46
 

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Ein Erdrutsch als Umsturz

Der blaue Erdrutschsieg erschüttert nicht nur die Republik. Von Berlin bis New York blicken auch internationale Medien auf diesen historischen Triumph von FPÖ-Kandidat Norbert Hofer. Er hat Jörg Haider und Heinz-Christian Strache weit hinter sich gelassen und damit eindrucksvoll demonstriert, wie angefressen die heimische Bevölkerung ist.

Der Erdrutschsieg läutet den Umsturz in der Republik ein.

Die Wähler – das zeigt auch das gute Abschneiden von Imgard Griss – wollen eine neue Politik.

Für die Regierungsparteien – sie schafften gemeinsam knapp 22 Prozent – ist das eine letzte Drohung der Bevölkerung. Wenn SPÖ und ÖVP jetzt nicht aufwachen, besiegeln sie ihr eigenes Ende.

17:45
 

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Alles läuft auf eine Stichwahl Hofer gegen Van der Bellen zu

Wenn die Hochrechnung des ORF nicht wieder mal (wie in Wien) völlig daneben liegt, dann dürfte Alexander Van der Bellen das Duell um Platz 2 ganz knapp gegen Irmgard Griss gewinnen. Derzeit steht es 19,8 % für Van der Bellen gegen 18,7 % für Griss. Van der Bellen gilt traditionell als "König der Briefwahl-Stimmen" - müsste also seinen Vorsprung bis morgen abend halten.

Ein Duell Van der Bellen gegen Norbert Hofer sieht natürlich Hofer als ganz klaren Favoriten. Hofer hat im 1. Wahlgang fast doppelt so viele Stimmen wie der Grüne erzielt. Er hat zusätzlich seine Anti-Flüchtlings-Politik als Turbo.

Van der Bellen wird jetzt auf die klassische rot-grüne "Anti-FPÖ-Hysterie"-Karte setzen müssen - nur ob das reicht, einen FPÖ-Präsidenten zu verhindern, darf bezweifelt werden.

Irmgard Griss ist die große Überraschung des Wahlabends - vielleicht schafft sie den Sprung in die Stichwahl mit einem sensationellen Wien-Ergebnis ja doch noch. Wenn nicht, dann hat Griss hinter den Kulissen bereits angedeutet, dass sie bei der Nationalratswahl 2018 mit einer Griss-Partei antreten wird.

17:43
 

Knappes Duell um Platz 2

Der Kampf um Platz zwei bei der Bundespräsidentschaftwahl vom Sonntag - und damit das Match um den Einzug in die Stichwahl - ist weiterhin offen. Alexander Van der Bellen hat aber nun sowohl in den Hochrechnungen von SORA wie auch ARGE Wahlen die Nase knapp vorne. Der Ex-Grünen-Chef liegt demnach mit 19,8 (SORA) bzw. 19,4 (ARGE Wahlen) Prozent rund einen Prozentpunkt vor Irmgard Griss.

17:39
 

Das Sieger-Duo des Abends

Strache postet auf Facebook ein Sieger-Foto mit Norbert Hofer:

17:34
 

Die neue Hochrechung ist da:

Hofer 36,6%

Van der Bellen 19,8%

Griss 18,7%

Hundstorfer 11,3 %

Khol 11,2 %

Lugner 2,4%

17:32
 

FPÖ-Jubel

So jubelt die FPÖ in der Parteizentrale.

17:30
 

Strache jetzt live im ORF

"Ich freue mich wahnsinnig. Das ist der Beginn eines neuen politischen Zeitalters! Heute ist sichtbar geworden, wie unzufrieden die Leute mit der Regierung sind."

17:22
 

Lugner-Eklat im ORF

Lugner beginnt das ORF-Interview zunächst freundlich: "Freilich bin ich enttäuscht. Es ist schade, dass es so wenig geworden ist. Aber ich bin froh, dass es einen politischen Umbruch gibt. Es ist Schluss mit einem roten oder schwarzen Bundespräsidenten." Dann kommt es zum Eklat: Lugner greift die Moderatorin an: "Wenn sie mich nicht reden lassen, brauchen wir kein Interview machen!"

17:19
 

Strache: "Polit-Geschichte geschrieben!"

Auch HC Strache jubelt auf Facebook:

17:18
 

Hofer: "Bin überwältigt"

Hofer bedankt sich auf Facebook mit den Worten: "Ich bin überwältigt!"

17:17
 

ÖVP: "Bitter"

"Das Ergebnis ist bitter, es ist natürlich enttäuschend. Andreas Khol hat nie eine faire Chance bekommen in diesem Wahlkampf" sagte ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka am Sonntagabend im Wahlzentrum in der Hofburg. Die Umfragen seien an der Grenze zur Manipulation gelegen, das habe ja auch den SPÖ-Kandidaten Rudolf Hundstorfer betroffen, meinte er vor Journalisten.

Den Triumph von Norbert Hofer interpretierte er folgendermaßen: "Es hat sich zuletzt bereits in Europa gezeigt, dass Proteststimmen leichter zu lukrieren sind." Heute sei dies aber in einem Ausmaß geschehen, das niemand vorhergesehen habe. Neuwahlen schloss Lopatka aus: "Davon gehe ich nicht aus."

17:15
 

SPÖ: "Schmerzliche Niederlage"

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid hat in einer ersten Reaktion auf das Abschneiden von SPÖ-Präsidentschaftskandidaten Rudolf Hundstorfer von einer "sehr schmerzlichen Niederlage" gesprochen. Personelle Konsequenzen werde es keine geben, inhaltliche aber sehr wohl, sagte er in der SP-Parteizentrale in der Löwelstraße.

"Das ist eine Niederlage, für die wir auch Verantwortung als Gesamtpartei übernehmen", sagte Schmid. "Wir haben einstimmig Rudi Hundstorfer als erfahrenen, krisenfesten Kandidaten nominiert, der Wähler hat heute anders entschieden." Das schlechte Abschneiden begründete er damit, dass "die Menschen der Darstellung des politischen Establishments eine Abfuhr erteilt haben." Es handle sich allerdings nicht um eine "Watsche für die Regierung, weil die Regierungspolitik ist etwas anderes".

17:10
 

Hundstorfer und Khol kämpfen um Platz 4

Ein Desaster ist die Hofburg-Wahl für SPÖ und ÖVP. Rudolf Hundstorfer (S) und Andreas Khol (V) kommen laut den Hochrechnern jeweils nur knapp über zehn Prozent, zusammen auf keine 25 Prozent mehr. Das ist weniger als ein Drittel der Zustimmung, deren sich bei den bisher zwölf Wahlen die roten und schwarzen Bewerber gemeinsam oder - wenn einer verzichtete - auch alleine erfreuten.

Bisher waren die Präsidentschaftswahlen weitgehend rot-schwarze Duelle (oft auch mangels anderer Bewerber) - bis auf die Wiederwahlen, wo eine der beiden Parteien auf einen Gegenkandidaten verzichtete. Alle bisher gewählten sieben Bundespräsidenten waren Bewerber aus den Reihen von SPÖ oder ÖVP bzw. von ihnen nominiert.

17:08
 

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Hofer bei 37 % - Das ist die größtmögliche politische Sensation

Die größte politische Sensation der 2. Republik ist fix - der Super-GAU für SPÖ und ÖVP eingetreten:

Norbert Hofer hat mit 36,7 % laut ORF-Hochrechnung (andere Hochrechnungen gehen sogar von über 38 % aus) die Präsidenten-Wahl mit einem Erdrutsch-Sieg gewonnen. Sein Ergebnis liegt weit über allen Umfragen, weit über allen bisherigen FPÖ-Resultaten (zuletzt 20 % bei der Nationalratswahl) und ist schlicht ein Hammer.

Gegen wen Hofer in der Stichwahl antritt ist noch völlig offen: Der ORF prognostiziert Van der Bellen mit 19,7 % auf Platz 2, die meisten anderen Hochrechnungen haben Irmgard Griss knapp voran.

Für Van der Bellen ist das Ergebnis eine schwere Enttäuschung - er galt als Favorit, dass er unter 20 % fällt zeigt einmal mehr, dass die Grünen ihre Umfrage-Ergebnisse nicht zum Wahl-Ergebnis bringen.

Irmgard Griss liegt mit 18,8 % nur knapp hinter Van der Bellen, einige Hochrechnungen sehen sie knapp vorne. Aber: Van der Bellen liegt bei den Briefwahl-Wählern traditionell sehr gut - könnte das Duell damit gewinnen.

Die Watsche für SPÖ und ÖVP ist enorm. Dass beide jetzt nur bei 11,2 % laut ORF-Hochrechnung liegen, ist der größtmögliche Super-GAU für die Regierungsparteien. Möglicherweise überholt Khol im Finish sogar noch Hundstorfer - beide Parteien sind jetzt schwer angeschlagen.

17:06
 

FPÖ außer sich vor Freude

Der ORF schaltet in die FPÖ-Parteizentrale. Hier ist nichts zu verstehen. Es gibt nur laute "Norbert, Norbert"-Rufe.

17:05
 

Jubel bei FPÖ

Die FPÖ jubelt: Norbert Hofer schafft mit 36,7 Prozent ein Rekord-Ergebnis. Damit hätte im Vorfeld niemand gerechnet. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl sieht in dem Ergebnis der 1. Runde der Präsidentenwahl "ein sensationelles Ergebnis für Norbert Hofer und ein historisches Ergebnis für die FPÖ". Ob nun Alexander van der Bellen oder Irmgard Griss Gegenkandidat in der Stichwahl sein wird, ist Kickl relativ egal: "Wir nehmen's wie's kommt", sagte der FPÖ-Generalsekretär gegenüber der APA.

17:03
 

Duell um Platz 2

Das Duell um Platz 2 wird zur Zitterpartie. Es gibt einen Thriller zwischen Van der Bellen und Griss. Beide können noch in die Stichwahl einziehen.

17:01
 

Die Hochrechnung: Hofer klar vorne

Was für ein Wahlbeben: FPÖ-Kandidat kommt auf 36,7 Prozent der Stimmen. Damit hätte niemand gerechnet. Van der Bellen liegt bei 19,7, Griss bei 18,8.

16:57
 

Die erste Hochrechnung ist da:

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16:51
 

Gleich kommt Hochrechnung

Nur noch wenige Minuten, dann kommt die erste Hochrechnung.

16:41
 

Live-Stream auf oe24.at startet

Jetzt startet der Live-Stream mit der oe24-Wahl-Show aus dem ÖSTERREICH-Newsroom. Hier reinklicken und die Wahl auf oe24.at im Live-Video ansehen >>

16:36
 

So sieht es derzeit in FPÖ-Parteizentrale aus

In der FPÖ-Parteizentrale liegen die Österreich-Fahnen schon bereit. Dutzende Medienvertreter sind vor Ort. ÖSTERREICH-Reporter Gregor Plieschnig ist vor Ort und berichtet live:

16:33
 

Strache kommt um 17 Uhr zur Wahlparty

FPÖ-Chef HC Strache wird voraussichtlich zur Hochrechnung um 17 Uhr bei der Wahlparty der FPÖ in der Parteizentrale im 1. Bezirk in Wien eintreffen.

16:25
 

Leere bei SPÖ

In der SPÖ-Parteizentrale sind bis auf ein paar Medienvertreter noch wenige da:

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16:21
 

Erste Hochrechnung um 17 Uhr

Die Spannung steigt: In weniger als 40 Minuten wird auf oe24.at die erste Hochrechnung der Bundespräsidenten-Wahl veröffentlicht! Also unbedingt dranbleiben!

16:18
 

Bei Van der Bellen noch wenig los

Bei der Wahlparty von Alexander Van der Bellen im Wiener Palais Schönburg ist noch nicht allzu viel los. Van der Bellen selbst kommt erst gegen 18 Uhr.

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16:11
 

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Noch eine Stunde bis zur Hochrechnung - die spannendsten Fragen

Ich bitte um Verständnis, dass ich mich bis 17 Uhr mit den Analysen zurückhalte, weil ich ganz bewusst die Sperrfrist für alle Resultate und das Wahlgeheimnis bis 17 Uhr respektieren will.

Wir haben in der Redaktion seit mehr als einer Stunde bereits die wichtigsten Hochrechnungen vorliegen - aber sie dürfen erst ab 17 Uhr veröffentlicht werden.

Nur als ganz allgemeine Andeutung: Österreich steht vor einer der größten Wahl-Sensationen der 2. Republik - Sie können auf die Hochrechnung um 17 Uhr gespannt sein - es wird enorme Überraschung, enorm viel Emotion und vermutlich ein politisches Erdbeben geben.

Die wichtigen Fragen vor dieser Hochrechnung sind:

1. Kann Norbert Hofer diese Wahl gewinnen? Wenn ja - mit welchem Ergebnis: Ein Hofer-Sieg zwischen 25 und 28 % war zuletzt von den meisten Meinungsforschern erwartet worden. Ein Ergebnis über 30 % wäre ein Erdrutsch für die FPÖ. Käme Hofer auf mehr als 35 %, dann wäre das weit jenseits aller Prognosen und hätte vermutlich dramatische Folgen für die heimische Innenpolitik.

2. Wie schneidet Van der Bellen ab? Er war wochenlang der Führende in allen Umfragen - wie lautet sein Ergebnis, wenn es wirklich um die Stimmabgabe geht, bei der die Grünen traditionell eher schwach oder (nach der Uhrzeit) eher spät - also oft erst in den letzten Stunden vor 17 Uhr - mobilisieren. Schafft Van der Bellen mit über 25 % Platz 1 ? Oder fällt er mit knapp über 20 % auf Platz 2 zurück? Oder droht ihm die nächste große grüne Enttäuschung - und fällt er unter 20 % und damit vielleicht sogar auf Platz 3 und aus der Stichwahl.

3. Schafft Griss die - kleine - Sensation? Kann sie im Finish Van der Bellen überholen, sich mit knapp 20 % vielleicht doch noch in die Stichwahl fighten? Sie hat ein sehr offensives Finish hingelegt - reicht das ?

Wenn Griss die Stichwahl schafft und dort auf einen eventuellen Sieger Hofer trifft, dann wird die Stichwahl extrem spannend. Denn Griss spricht ein deutlich breiteres Wähler-Spektrum als Hofer an. Und: In zwei von drei Fällen haben bisher bei einer Präsidenten-Stichwahl in Österreich die Zweiten den jeweils Ersten geschlagen.

4. Bleibt noch die spannende Frage zum Schluss: Wer gewinnt das "Keller-Duell" der Regierungsparteien. Laut Umfragen könnten sowohl SPÖ als auch ÖVP unter 15 % fallen. Die spannende Frage für die erste Hochrechnung wird sein - wer ist vorne: Hundstorfer oder Khol? Der Verlierer dieses "Regierungs-Duells" wird seine Partei ordentlich unter Druck bringen.

16:04
 

Faymann kommt erst um 18 Uhr in Parteizentrale

Bundeskanzler Werner Faymann wird gegen 18 Uhr in der SPÖ-Parteizentrale in der Löwelstraße eintreffen.

16:02
 

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Nur noch eine Stunde bis zur ersten Hochrechnung. Die Nervosität bei allen Parteien ist groß.

Kommt es heute zum großen politischen Erdbeben?

Und vor allem, was passiert am Tag danach?

Ab morgen beginnt die Schlacht um die Stichwahl. Und sie könnte zu einer starken Polarisierung des Landes führen. „Wir brauchen keinen blau-grünen Lagerwahlkampf“, sagte Imgard Griss über den Richtungsstreit, der das Land wohl am meisten spalten würde. Würde eine Stichwahl Norbert Hofer gegen Griss weniger polarisieren?

Aber auch für die Regierung könnte der heutige Wahltag weitreichende Folgen haben.

Politik-Experten glauben, dass sich SPÖ und ÖVP im Falle des prognostizierten Wahldesasters aneinanderklammern würden.

Sollte aber ein Oppositioneller Präsident werden, würde das für die Koalitionsparteien dennoch dramatisch. Steht die Republik vor dem großen Umsturz?

15:37
 

Van der Bellen im Palais Schönburg

Die Anhänger von Alexander Van der Bellen treffen sich zum "Open House" im Wiener Palais Schönburg. Van der Bellen selbst wird dort aber erst am Abend eintreffen.

15:32
 

Hofer schon im Parlament

Norbert Hofer ist bereits in seinem Büro im Parlament eingetroffen und postet auf Facebook ein Bild, wo er mit seinen Mitarbeitern anstößt.

15:29
 

Hofer ab 16 Uhr bei FPÖ-Wahlparty

Bei der FPÖ wird es ein "Open House" in der Parteizentrale hinter dem Parlament geben. Es wird mit einem Riesenansturm gerechnet, Norbert Hofer ist ab 16 Uhr vor Ort.

15:20
 

Keine Wahlpartys bei SPÖ und ÖVP

SPÖ und ÖVP werden heute keine Wahlpartys feiern, es gibt diesmal auch keine Festzelte. Stattdessen wird man sich bei beiden Parteien nur in den jeweiligen Parteizentralen teffen und dort das Ergebnis analysieren.

15:20
 

Griss feiert am Karlsplatz

Die Wahlparty von Irmgard Griss im Lokal "Heuer" am Karlsplatz ist schon gestartet. Griss wird um ca. 16 Uhr dort eintreffen.

15:17
 

Ab 16.45 Uhr: Live-Stream auf oe24.at

oe24 berichtet ab 16.45 Uhr im Live-Stream mit einer Wahl-Show über die erste Hochrechnung und die Ergebnisse. Live aus dem ÖSTERREICH-Newsroom werden unter anderem ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner und weitere Experten die Wahl analysieren. Den Live-Stream können Sie sowohl auf oe24.at als auch direkt auf Facebook via Live-Vide verfolgen.

15:12
 

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Eine Lady gegen das System

Die Überraschung dieses Wahlkampfes war Irmgard Griss. Vor einigen Monaten war die 69-jährige Ex-Chefin des OGH den meisten Wählern noch völlig unbekannt. In den TV-Diskussionen machte sie aber plötzlich eine auffallend gute Figur. „Hofer und Griss siegen“, titelte etwa ÖSTERREICH nach der ORF-Elefantenrunde. Und mit einem Schlag waren sich sämtliche Experten einig, dass die Unabhängige realistische Chancen auf die Stichwahl habe.

Ob sie es schafft, wird sich heute – falls es knapp wird erst morgen nach Auszählung der Wahlkarten – zeigen.

Aber eines ist bereits jetzt sicher: Irmgard Griss verdeutlicht die Sehnsucht der Menschen nach Neuem. Nach klaren Worten, aber einem ladyliken Stil. Wird sie dem grünen Professor Alexander Van der Bellen das Fürchten lehren?

15:03
 

Griss meldet sich auf Twitter

Irmgard Griss zeigt sich auf Twitter optimistisch:

14:48
 

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Wie wird die Stichwahl lauten: Hofer gegen Van der Bellen? Oder Hofer gegen Griss?

Noch gut zwei Stunden bis zur ersten Hochrechnung - und die spannendsten Fragen lauten:

1. Gewinnt wirklich Norbert Hofer? Alle Meinungs-Trends der letzten Tage sprachen klar für ihn. Die entscheidende Frage wird sein: Wie hoch wird der Hofer-Sieg ausfallen. Alles zwischen 25 und 28 % liegt in der Erwartung der letzten Umfragen. Ein Wahlerfolg von über 30 % wäre eine Sensation - und ein Erdrutsch für die FPÖ. Sollte Hofer gar über 35 % schaffen - dann bebt die Republik und dann steht das Land vermutlich vor Neuwahlen.

2. Wer kommt in die Stichwahl? Schafft es Van der Bellen, dann bekommt Österreich in der Stichwahl eine Schlammschlacht Blau gegen Grün. Dabei hat Hofer beste Chancen auf die Hofburg, weil das Meinungsklima rund um Flüchtlinge und Asyl derzeit eindeutig für den FPÖ-Kandidaten spricht - und Van der Bellen mit seiner Pro-Flüchtlings-Linie wahrscheinlich nur schwer gegen Hofer eine 51-%-Mehrheit erreichen kann.

3. Lautet die Stichwahl aber Hofer gegen Griss, dann ist die Stichwahl völlig offen. Dann hat nämlich nicht nur Hofer einen klaren Erdrutsch-Bonus sondern auch Griss einen sehr dynamischen Sieger-Faktor als Zweite. Und das Spannende an Präsidentenwahlen ist: Bei den letzten drei Stichwahlen hat gleich zweimal der Zweite gegen den Ersten gewonnen. Griss hat im Rennen gegen Hofer den Vorteil, dass sie die Kandidatin der Mitte, der Frauen, sicher aller Gegen-FPÖ-Wähler ist, gleichzeitig aber auch bei FPÖ-Wählern sehr gute Werte hat.

Bei einer Stichwahl Hofer gegen Griss könnte Griss es tatsächlich in die Hofburg schaffen !

14:44
 

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Griss kämpft um Platz 2 - schafft sie die Sensation?

Je näher wir der ersten Hochrechnung kommen, umso mehr steigt die Spannung, wer in die Stichwahl kommt.

Laut letzten Prognosen der Meinungsforscher von Freitag und Samstag ist Norbert Hofer auf Platz 1 mittlerweile ziemlich unumstritten - debattiert wurde nur noch, ob sein Vorsprung eher knapp sein wird, oder ob Hofer mit über 30 % einen blauen Erdrutsch schaffen könnte.

Völlig offen ist dagegen das Rennen um Platz 2: Da lagen Van der Bellen und Griss in den letzten Trend-Umfragen praktisch gleichauf Kopf an Kopf.

Das heißt: Griss könnte die Sensation schaffen und Van der Bellen praktisch in der Zielgerade abfangen - um in der Stichwahl dann gegen Hofer anzutreten.

Für Griss spricht, dass sie insbesondere in der letzten Woche und bei der TV-Elefantenrunde besonders offensiv und dynamisch wirkte und im Finish offenbar immer mehr Frauen als - frauen-solidarische - Wähler fand.

Sprich: Vor allem Frauen könnten im Finish von Van der Bellen noch zu Griss gewechselt haben.

14:39
 

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Norbert Hofer ist – egal, wie die Wahl wirklich ausgeht – der neue starke Mann der FPÖ. Bereits am Freitag beim Wahlkampfabschluss der Blauen am Wiener Stephansplatz war zu beobachten, was bislang undenkbar schien: Mehr Menschen lauschten dem blauen Präsidentschaftskandidaten, als FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der nach ihm redete.

Der Stil von Hofer – freundlich im Ton, hart in der Sache – unterscheidet sich freilich stark von jenem von Strache. Immerhin verlor der Oberblaue in den meisten Wahlkämpfen stets seine Stimme, weil er seine Wahlkampfauftritte meist lautstark absolvierte.

Kommt Hofers Stil – Samthandschuhe statt Kampfanzug des Oppositionellen – besser an? In wenigen Stunden werden wir es wissen …

14:37
 

Wien: Höhere Wahlbeteiligung als 2010

In Wien lag die Wahlbeteiligung um 14 Uhr bei 38,29%. Im Vergleich dazu belief sich die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundespräsidentenwahl 2010 um diese Uhrzeit bei 34,45 Prozent. Die endgültige Wahlbeteiligung (inkl. der Briefwahlkarten) lag 2010 bei 51,71 Prozent.

14:24
 

So verbringen Hundstorfer und Khol den Tag

SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer ist zu Mittag zu Hause. ÖVP-Kandidat Andreas Khol war nach der Wahl in der Kirche, dann ging es mit seiner Familie Mittagessen. Um 16 Uhr wird Khol in der ÖVP-Parteizentrale eintreffen.

14:10
 

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Hundstorfer gegen Khol - das Duell im Keller: Wer ist vorne?

Spannend wird auch das Duell der Großparteien SPÖ und ÖVP, obwohl sich alle Meinungsumfragen der letzten Wochen einig sind, dass weder Hundstorfer noch Khol eine Chance auf die Stichwahl haben.

Zuletzt hatte keine Umfrage die Kandidaten von SPÖ und ÖVP bei mehr als 15 %. Man kann gespannt sein, ob das heute am Wahltag so bleibt - oder ob die beiden Großparteien mit ihren Apparaten in letzter Sekunde doch noch mobilisieren, weil ihnen sonst ein Debakel droht.

Im Finish war Khol, der wochenlang einen katastrophalen Wahlkampf hatte, der deutlich aktivere der beiden. Er kämpfte wirklich wie ein Löwe um jede Stimme - vor allem in westlichen Bundesländern und in Niederösterreich. Khol wollte mit seinem Total-Einsatz die drohende Blamage vermeiden: Dass er mit der ÖVP unter 10 % fällt.

Hundstorfer dagegen, der zunächst den deutlich besseren Wahlkampf als Khol hatte, ging im Finish definitiv die Luft aus. Er wirkte in der TV-Elefantenrunde ebenso wie bei seinen Auftritten viel zu defensiv, konnte einfach den für ein Wahlkampf-Finish so wichtigen Turbo nicht einschalten.

Dramatisch für Hundstorfer war, dass im Finish die Gewerkschaft bei der Mobilisierung komplett versagte. Die meisten Insider hatten sich ein Gewerkschafts-Furioso erwartet - immerhin geht es um den ersten Gewerkschafter in der Hofburg. Doch es kam - so gut wie nichts.

Deshalb würde es nicht überraschen, wenn es heute zwischen Hundstorfer und Khol noch ganz knapp wird - und Khol entgegen allen Umfragen Hundstorfer im Finish der letzten Woche noch überholen konnte.

Hundstorfer braucht Wien, die großen Arbeiterstädte wie Kapfenberg, Wr. Neustadt, Linz, Wels.

Man darf auf die Ergebniss gespannt sein: Kommen beide über 15 % - oder fallen sie auf knapp 10 %, vielleicht sogar darunter. Und wer gewinnt das Regierungs-Duell. Der Verlierer hat ein ganz großes Problem.

14:04
 

Griss verbringt Tag mit Familie

Irmgard Griss verbringt den Tag mit ihrer Familie, ihre Söhne sind extra nach Wien angereist.Sie selbst ist in der Früh aus Graz gekommen und hat bereits am Vormittag in Wien gewählt.

14:03
 

Lugner in Grinzinger Nobellokal

Richard Lugner isst gerade im Grinzinger Nobel-Restaurant Melrose zu Mittag. Um 16.30 Uhr fährt er in die Lugner City, wo er sich die Hochrechnung im Kino ansieht.

14:02
 

Van der Bellen: Mittagessen mit seiner Frau

Alexander Van der Bellen war mit seiner Frau Mittagessen, nun ist er in der Wahlkampfzentrale zur Besprechung mit seinen Mitarbeitern.

13:59
 

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Schafft Van der Bellen Platz 1 - oder nicht einmal die Stichwahl?

Am spannendsten wird der Wahltag wohl für das grüne Lager und Alexander Van der Bellen.

Van der Bellen war wochenlang die Nummer 1 aller Umfragen und entsprechend siegessicher.

Ich habe allerdings in allen meinen Kommentaren von Beginn an darauf hingewiesen, dass die Grünen traditionell "Umfrage-Weltmeister" sind, am Wahltag aber fast immer um bis zu 5 % schlechter liegen - ganz im Gegenteil zur FPÖ, bei der üblicherweise genau der umgekehrte Effekt eintritt.

Dazu kam, dass Van der Bellen im Wahlkampf-Finish, vor allem in der letzten "Elefantenrunde" viel zu defensiv und viel zu müde gewirkt hat, um eine Mehrheit an Protest- und Wut-Wählern mobilisieren zu können.

In den letzten Tagen hat es deshalb nur mehr wenige Meinungsforscher gegeben, die Van der Bellen auf Platz 1 gereiht haben - im Gegenteil: die meisten waren der Meinung, dass es zu einem ganz knappen Duell zwischen Van der Bellen und Griss um Platz 2 kommen wird.

Van der Bellen muss unbedingt die großen Städte - vor allem Wien - gewinnen, um wenigstens in die Stichwahl zu kommen. Doch die Grünen mobilisieren extrem schwach. Ich würde sagen: Für Van der Bellen wird es im Rennen um Platz 2 und die Stichwahl ganz knapp - auf Platz 1 hat er nach dem schwachen Auftritt in der letzten Woche kaum noch eine Chance.

13:55
 

Hofer verbringt Tag im Burgenland

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer verbringt den Tag mit seiner Familie in seiner Heimatgemeinde Pinkafeld im Burgenland. Er wird erst am Nachmittag nach Wien kommen.

13:50
 

Tirol: Eher niedrige Wahlbeteiligung

Bei bewölktem und teilweise nassem Wetter sowie kalten Temperaturen sind die Tiroler am Sonntag zur Stimmabgabe bei der Bundespräsidentenwahl geschritten. Kurz nach Mittag gab es noch keinen klaren Trend bei der Wahlbeteiligung, hieß es seitens des Landes gegenüber der APA. Zu diesem Zeitpunkt waren vor allem kleinere Gemeinden ausgezählt.

In der kleinsten Gemeinde Österreichs, in Gramais im Tiroler Außerfern, lag die Wahlbeteiligung bei 60 Prozent. Bei der letzten Bundespräsidentenwahl vor sechs Jahren hatte sie noch bei 65,85 Prozent betragen. In anderen Gemeinden wie Zellberg, Ried im Zillertal, Kaltenbach, Grins oder Gnadenwald gingen hingegen mehr Bürger zur Wahl als 2010. Wahlbeteiligungen von über 60 Prozent waren jedoch in den bisher ausgezählten Kommunen Mangelware. Bei der Bundespräsidentenwahl 2010 war die Wahlbeteiligung in Tirol mit 39,90 Prozent eine der niedrigsten.

Die meisten Wahllokale schließen im Bundesland am frühen Nachmittag. In größeren Städten wie Kufstein und Hall in Tirol sind sie bis 16.00 Uhr geöffnet, in der Landeshauptstadt Innsbruck bis 17.00 Uhr.

13:33
 

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Mit großer Nervosität beobachten derzeit auch die Regierungsparteien die Wahl. Auch für SPÖ-Kanzler Werner Faymann und VP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner ist die Wahl von großer Relevanz. Kommt es heute zum ersten Umbruch?

SPÖ und ÖVP beraten jedenfalls bereits seit Freitag wie sie mit einem möglichen Wahldesaster ihrer Parteien umgehen sollen.

Weder Faymann, noch Mitterlehner können derzeit auch nur das geringste Interesse an vorgezogenen Nationalratswahlen haben.

Die Koalitionsspitze will daher ab morgen mit einer inhaltliche Offensive – Bildung, Budget, Asyl – starten. Aber ob das der roten und schwarzen Basis reichen wird?

In der ÖVP dürften sich – laut Insidern – sämtliche VP-Landeshauptleute hinter Mitterlehner stellen – aus Räson. Denn der logische Favorit für die VP-Spitze, Sebastian Kurz, will noch nicht den schwarzen Vorsitz übernehmen.

13:24
 

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Sehr entscheidend für das Ergebnis wird heute die Wahl-Beteiligung werden. Noch gibt es keinen einheitlichen Trend - aber die meisten Bundesländer gehen davon aus, dass sie zwar eine Beteiligung über 60 % erreichen, aber doch deutlich unter der vor allem von den Grünen erhofften 80-%-Marke bleiben.

Gallup hatte in ÖSTERREICH schon vor Wochen ein Wahlbeteiligung von 66 % vorhergesagt - und dabei fest gestellt, dass bei 66 % Wahlbeteiligung viele Van-der-Bellen- und Grün-Wähler, aber auch manche Griss-Wähler zu Hause bleiben.

Das heißt: Bleibt die Wahlbeteiligung unter 80 % schaut es für Van der Bellen eher schlecht aus - dann läuft alles für Hofer, der laut Gallup bei etwa 65 % Wahlbeteiligung mit Abstand die meisten Wähler zur Stimmabgabe mobilisieren kann.

Tatsächlich sprechen die ersten Trends der Wahlbeteiligung klar für Hofer - überall dort, wo die FPÖ stark ist, ist auch die Wahlbeteiligung hoch: In der Steiermark etwa liegt die Wahlbeteiligung über 70 % - in der Steiermark und in Kärnten erhofft sich die FPÖ einen Erdrutsch-Sieg.

13:17
 

Steiermark: Sehr hohe Wahlbeteiligung

Bei teils sonnigem, aber windigem und kühlem Wetter sind in der Steiermark zu Mittag bereits ungewöhnlich viele Menschen zur Bundespräsidentenwahl gegangen. "Die Wahlbeteiligung lag bei rund 70 Prozent", so Manfred Kindermann, stellvertretender Landeswahlleiter, am Sonntagmittag zur APA, bei drei ausgezählten Gemeinden. Für eine BP-Wahl sei sie sehr hoch. 2010 war sie knapp über 47 Prozent gelegen.

Kindermann rechnete damit, dass man bei etwas unter 70 Prozent plus minus 1,5 Prozent in der Steiermark liegen werde, denn bisher seien nur einige ländliche Gemeinden ausgezählt worden. Die hohe Teilnahme habe sich aber schon an der Anzahl der beantragten Briefwahlkarten ablesen lassen. Die Beteiligung liegt in der Grünen Mark am Land traditionell höher als im städtischen Raum.

13:12
 

Kärnten: Kein Ansturm auf Wahllokale

Keinen wirklichen Wähleransturm hat es am Sonntag auf die Wahllokale in Kärnten gegeben. Bei kühlem und windigem, aber trockenem Wetter, hielt sich der Andrang bis zu Mittag in Grenzen. Die große Auswahl von sechs Kandidaten hatte vorerst keine Sogwirkung entfacht.

In der Landeshauptstadt Klagenfurt lag die Wahlbeteiligung in vielen Wahllokalen "in etwa gleich hoch" wie bei bisherigen Präsidentschaftswahlen auch. Dabei ist der Urnengang 2010, bei dem Heinz Fischer sich der Wiederwahl stellte, aber nicht als Vergleich heranzuziehen, vor sechs Jahren lag die Wahlbeteiligung in Kärnten nämlich nur bei 50 Prozent. Mehr als das werde es "auf jeden Fall" werden, hieß es unisono aus verschiedenen Wahllokalen. Ein Wahlbeisitzer wagte die Prognose, man werde rund 65 Prozent erreichen.

In Kärnten ist um 16.00 Uhr Wahlschluss für die rund 440.280 Wahlberechtigten, bei denen die Frauen mit 228.854 die Mehrheit stellen.

13:11
 

Vorarlberger Wahllokale bereits geschlossen

In Vorarlberg ist der erste Wahlgang der Bundespräsidentenwahl bereits beendet. Wie im westlichsten österreichischen Bundesland üblich, schlossen die letzten Wahllokale um 13.00 Uhr. Bei nasskaltem Wetter lag die Wahlbeteiligung nach ausgezählten 34 Gemeinden bei 50,4 Prozent. Das vorläufige Vorarlberger Endergebnis wurde für 17.00 Uhr erwartet.

Um 12.50 Uhr lagen die Ergebnisse aus etlichen kleinen Ortschaften schon vor, es waren die Stimmen in 34 der 96 Vorarlberger Gemeinden mit 20.934 der insgesamt 269.940 Wahlberechtigten ausgezählt. Noch keine Ergebnisse gab es freilich aus den größeren Orten und Städten im Rheintal.

Die Wahlbeteiligung schwankte in den 34 Gemeinden zwischen 35,6 Prozent in Warth im Bregenzerwald und 67,8 Prozent in Blons im Großwalsertal. Eine Prognose bzw. Hochrechnung für die landesweite Wahlbeteiligung gab es seitens der Landeswahlbehörde nicht. Sie wird aber viel eher im Bereich der Bundespräsidentenwahl 2004 (54,5 Prozent) als in jenem des Urnenganges 2010 (34,3 Prozent) liegen.

13:07
 

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Die Frage des Tages: Wie stark wird das blaue Erdbeben ?

Das Thema hinter den Kulissen ist schon seit Tagen: Kommt es wirklich zu einem blauen Erdrutsch - und schafft Norbert Hofer bei dieser Präsidenten-Wahl nicht nur Platz 1 sondern vielleicht sogar über 30 % der Stimmen.

Die Umfrage- und Stimmungstrends der letzten Woche gingen eindeutig in diese Richtung.

Das Hofer-Lager rechnet damit, dass der blaue Hofburg-Kandidat in Wien, Niederösterreich, Burgenland, der Steiermark und in Oberösterreich jeweils Platz 1 schafft.

Ein Hofer-Sieg in der Steiermark und Oberösterreich wäre logisch, weil die FPÖ dort bei den letzten Wahlen schon extrem hohe Stimmenanteile hatte.

Ein blauer Erdrutsch in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland würde aber SPÖ und ÖVP erschüttern - weil das jene Bundesländer sind, in denen die Großparteien bisher am besten mobilisierten.

Spannend wird Wien. Hier erhofft sich Van der Bellen Platz 1 - aber viel spricht auch in Wien für einen Hofer-Sieg.

Und dramatisch wäre es auch, wenn Hofer die westlichen ÖVP-Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg gewinnen würde. Vor allem in Tirol - wo Khol ja der "Haus-Kandidat" ist - wäre ein Hofer-Sieg ein Erdbeben.

12:55
 

Burgenland: Volle Wahllokale trotz stürmischem Wetter

Mit wolkenverhangenem Himmel und teils stürmisch präsentierte sich am Wahlsonntag vorerst das Wetter im Burgenland. Wer sich schon früh auf den Weg ins Wahllokal machte, dem blies bisweilen der Wind ordentlich ins Gesicht. Der Absicht vieler Burgenländer, ihre Stimme abzugeben, tat dies offenbar keinen Abbruch, denn die Wahllokale waren mancherorts am Vormittag schon gut besucht.

Offizielle Aussagen zur Wahlbeteiligung gab es vorerst nicht. Der Urnengang selbst verlief bisher ruhig. Weder im Landhaus noch bei der Polizei waren Meldungen über Probleme oder Zwischenfälle bekannt. Im Burgenland haben die ersten Wahllokale bereits am Vormittag wieder geschlossen, die letzten folgen um 16.00 Uhr.

12:49
 

Video: Griss bei der Stimmabgabe

Hier das Video von Irmgard Griss bei der Stimmabgabe:

12:46
 

Strache postet Wahl-Video

HC Strache postet auf Facebook bereits das erste Video von Norbert Hofer bei der Stimmabgabe:

12:44
 

Griss mobilisiert auf Twitter

Irmgard Griss mobilisiert ihre letzten Wähler mit Personal Messages auf Twitter:

12:40
 

Niedrige Wahlbeteiligung in Salzburg

In der Stadt Salzburg zeichnete sich Sonntagmittag eine ähnlich geringe Wahlbeteiligung wie bei der letzten Bundespräsidentenwahl vor sechs Jahren ab. Bei einem Rundruf durch mehrere Wahllokale um elf Uhr hätten bisher fast gleich viele Bürger wie 2006 ihre Stimme abgegeben, sagte Amtsleiter Franz Schefbaumer zur APA.

Allerdings seien rund 3.000 Wahlkarten mehr als 2006 ausgegeben worden. Wenn alle diese Wähler ihre Stimmkarten abgeben, könnte die Beteiligung um zwei bis drei Prozent über jener von 2006 liegen, meinte Schefbaumer. 2006 hatten 48, 3 Prozent der Stadt-Salzburger bei der Bundespräsidentenwahl ihre Stimme abgegeben. Zur Wahlbeteiligung auf Landesebene gab es vor Wahlschluss seitens der Landeswahlbehörde keine Angaben.

Das Wetter bot im Bundesland jedenfalls gute Voraussetzungen für die Wähler. Es war zwar kühl, aber trocken. Vereinzelt kam in der Stadt Salzburg sogar die Sonne durch die graue Wolkendecke.

12:33
 

Hofer jubelt auf Facebook

Erster Wahlerfolg für Norbert Hofer: Er jubelt auf Facebook über 95.000 "Gefällt mir" auf seiner Seite.

12:29
 

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Es ist eine historische Wahl, die einen Umbruch bringen kann. Internationale Medien blicken bereits mehr als interessiert nach Österreich – immer mit derselben Frage: Kommt es zu historischen Niederlagen für die Kandidaten der Regierungsparteien? Werden FPÖ-Mann Norbert Hofer oder der Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen heute Erste? Oder sorgt gar die Unabhängige Imgard Griss für die Überraschung des Abends?

Die Wahlbeteiligung ist derzeit gleich wie bei der letzten Hofburg-Wahl 2010. Die Kandidaten haben alle bereits gewählt. Griss war die Letzte in der Runde.

Bis zu den ersten Hochrechnungen bleiben die Favoriten und Außenseiter im Kreise ihrer Familien.

SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer und sein schwarzes Pendant Andreas Khol bemühen sich trotz schlechter Umfragedaten betont gute Miene zu machen und hoffen auf Überraschungen.

In der blauen Welt ist man seit dem Wahlkampfabschluss am Freitag am Wiener Stephansplatz guter Dinge. Im Lager von Van der Bellen hofft man, dass die Umfragen stimmen. Und Imgard Griss wirkt begeistert, dass sie überhaupt noch so stark im Spiel sei.

Noch ist freilich alles offen. Aber die Spannung steigt.

12:25
 

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Viele Leser haben mich ersucht bzw. aufgefordert, meinen persönlichen Wahl-Tipp abzugeben.

Das ist natürlich nicht ungefährlich - man kann sich da recht leicht blamieren.

Trotzdem möchte ich meinen Lesern den Gefallen machen - hier wäre mein Tipp für heute:

Hofer - 30 %

Griss - 22 %

Van der Bellen - 21 %

Hundstorfer - 13 %

Khol - 11 %

Lugner - 3 %

12:23
 

Griss vergaß bei Stimmabgabe Ausweis

Skurrile Panne: Irmgard Griss hat bei der Stimmabgabe ihren Ausweis vergessen. Sie durfte aber trotzdem wählen

12:19
 

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Guten Morgen, liebe ÖSTERREICH-Leser,

Ich darf Sie heute - so etwa im 15-Minuten-Abstand mit meinen Analysen durch den Wahltag begleiten. Bis 17 Uhr natürlich ohne Resultate - ab dann mit den eintreffenden Gesamt- und Detailergebnissen.

Zum Start kurz eine Trend-Analyse von gestern abend. In den Gesprächen mit den meisten Wahl-Experten und Meinungsforschern hat sich gestern abend doch ein ziemlich deutlicher Trend durchgesetzt:

- Fast alle Experten erwarten aufgrund der Stimmungs-Entwicklung der letzten Tage heute doch einen klaren Sieg von Norbert Hofer und der FPÖ. Mindestens die Hälfte der Meinungsforscher, mit denen ich gestern noch gesprochen habe, erwarten Hofer heute sogar über 30 %, also mit klarem Vorsprung auf Platz 1.

- Das Rennen um Platz 2 wird ganz knapp werden. Die Meinung, ob Van der Bellen oder Griss in diesem Duell um Platz 2 vorne sein werden ist geteilt. Überraschend ist, dass Van der Bellen nicht mehr der klare Favorit ist. Eine knappe Mehrheit der Meinungsforscher, mit denen ich gestern noch gesprochen habe, erwartet ganz knapp Griss auf Platz 2 mit etwa 23 bis 24 % der Stimmen. Es gibt aber auch mehrere Meinungsforscher, die noch Van der Bellen klar auf Platz 2 haben - und Van der Bellen 23 bis 25 % der Stimmen geben, Griss nur 21 bis 23 %.

- Ziemlich dramatisch könnte das Ergebnis für die beiden Kandidaten der Regierungsparteien werden. Kein Meinungsforscher hat derzeit noch einen der beiden über 15 %, manche glauben sogar, dass Khol unter 10 % fallen könnte. Ich würde das mit Vorsicht betrachten, weil sowohl Hundstorfer als auch Khol im Finish über ihre Partei- und Gewerkschafts- bzw. Senioren-Apparate noch mobilisieren könnten.

12:16
 

FPÖ schickt Wahl-Empfehlung per SMS aus

Erster Wahl-Aufreger des Tages auf Twitter: Die FPÖ schickt SMS zur Wahl für Norbert Hofer an ihre Anhänger aus.

12:11
 

Medien-Auflauf bei Griss

Riesen Medien-Andrang bei der Stimmabgabe von Irmgard Griss:

12:06
 

Griss streamt Stimmabgabe live

Irmgard Griss postet auf Facebook einen Live-Stream von ihrer Stimmabgabe:

12:04
 

Griss wählt als Letzte

In Kürze wird auch Irmgard Griss als letzte Kandidatin in der Volksschule Stubenbastei ihre Stimme abgeben.

11:56
 

Erste Gemeinden ausgezählt

Die ersten Ortschaften in Vorarlberg sind bereits ausgezählt. Aufgrund der Sperrfrist dürfen alle Ergebnisse aber erst ab 17 Uhr (mit offiziellem Wahlschluss) veröffentlicht werden.

11:33
 

Lugner verfolgt Hochrechnung im Kino

Baumeister und Präsidentschaftskandidat Richard Lugner hat am Sonntagvormittag kein Geheimnis daraus gemacht, für wen er diesmal gestimmt hat. "Ich werde den fünften auf der Liste wählen", sagte Lugner umringt von zahlreichen Kameras vor der Stimmabgabe in der Mannagettagasse in Wien-Döbling.

"Eine Stimme habe ich fix, leider darf meine Frau nicht wählen", so Lugner, der von seiner deutschen Angetrauten Cathy begleitet wurde. Die Frage sei, ob ihm der Dreikampf an der Spitze Stimmen koste. Dass er vom ORF zu den Kurz-Duellen nicht eingeladen wurde, habe für zusätzlichen Zuspruch gesorgt.

Lugner will den Tag im Kreis der Familie, mit Cathy und deren Tochter Leonie, verbringen. Die erste Hochrechnung um 17.00 Uhr wird Lugner von seinem Kino in der Lugner City aus verfolgen.

lugner.jpg © APA

11:30
 

Van der Bellen: "Demütig"

Der Grüne Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen hat am Sonntag pünktlich um 11 Uhr im Amerling-Gymnasium in Wien-Mariahilf seine Stimme abgegeben. Begleitet von Ehefrau Doris Schmidauer und beobachtet von einer großen Medienmeute gab er sich zumindest nach außen hin ruhig und gelassen. "Ich versuche, entspannt zu wirken", meinte er lächelnd.

Dass er siegessicher sei, verneinte Van der Bellen. "Nein, bin ich nicht. Ich sehe dem mit Demut entgegen." Auch in der Stichwahl sehe er sich noch nicht, denn laut Umfragen werde das Rennen unter den ersten drei wohl sehr knapp ausgehen. Der Grüne wählte in der selben Schule wie eineinhalb Stunden zuvor Rudolf Hundstorfer (SPÖ). Erschienen war er in Anzug, Mantel und himmelblauer Krawatte.

11:25
 

Strache postet Stimme für Hofer

HC Strache war auch schon wählen. Er postete seinen Stimmzettel mit dem X bei Hofer auf Facebook:

11:08
 

Van der Bellen twittert Stimmabgabe aus dem Wahllokal:

Alexander Van der Bellen hat seine Stimme im Amerlinggymnasium im 6. Bezirk in Wien abgegeben:

11:07
 

Niederösterreich: Reger Betrieb in Wahllokalen

Bei bewölktem Wetter und Wind waren die Niederösterreicher am Sonntag zur Stimmabgabe bei der Bundespräsidentenwahl aufgerufen. Vor den Wahllokalen in der Landeshauptstadt St. Pölten herrschte am späten Vormittag reger Betrieb. Zur Wahlbeteiligung gab es von der Landeswahlbehörde zunächst keine Angaben.

Die ersten Wahllokale im Bundesland mit den meisten Stimmberechtigten hatten um 6.00 Uhr geöffnet, die letzten schließen um 17.00 Uhr. Bei der Bundespräsidentschafts-Wahl vor sechs Jahren war die Wahlbeteiligung in Niederösterreich (inklusive Wahlkarten) mit 64,64 Prozent deutlich über dem Österreich-Durchschnitt von 53,57 Prozent gelegen.

10:55
 

Wien: 10,82 % der Wahlberechtigten haben bis 10 Uhr gewählt

Bis 10 Uhr haben in Wien bisher 10,82 % der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Zum Vergleich: Bei der letzten Bundespräsidenten-Wahl hatten um diese Uhrzeit 10,99 Prozent der Wahlberechtigten gewählt. Allerdings geben diesmal deutlich mehr Wähler - mehr als 641.000 - ihre Stimme per Briefwahl ab.

Die endgültige Wahlbeteiligung (inkl. der Briefwahlkarten) betrug bei der letzten Wahl 2010 51,71 Prozent. Der heutige Vormittagswert liegt übrigens über dem der Wiener Gemeinderatswahl vom vergangenen Herbst. Am 11. Oktober 2015 wurde die Wahlbeteiligung um 10.00 Uhr mit exakt 9,57 Prozent ausgewiesen. Ziemlich identisch hingegen das Wetter: Ähnlich wie das Wien-Wahl-Wochenende präsentierte sich auch der heutige Wahltag in der Bundeshauptstadt kühl und windig.

10:50
 

Lugner wählt um 11 Uhr

Riesen Medien-Auflauf auch im Wahllokal in der Managettagasse im 19. Bezirk: Hier wählt um 11 Uhr Richard Lugner.

10:44
 

Das twitterte Rudolf Hundstorfer aus dem Wahllokal

10:34
 

Khol bei Stimmabgabe: "Es geht mir hervorragend"

ÖVP-Bundespräsidentschaftskandidat Andreas Khol hat sich bei seiner Stimmabgabe am Sonntag trotz der für ihn bescheidenen Umfragen zuversichtlich gegeben. Es gehe ihm "hervorragend", sagte er beim Eintreffen vor dem Wahllokal in Wien-Hietzing. "Überraschung ist mein Geschäft", sagte er zu seinen Chancen, in die Stichwahl zu kommen.

Khol, der von seiner Gattin, seiner Tochter Hemma und einer seiner Enkeltöchter begleitet wurde, meinte, er habe sich alle Umfragen angesehen. "Die merke ich mir alle und werde sie dann kommentieren", sagte er. Er verwies darauf, dass es diesmal sehr viele spät entschlossene Wähler gebe, "so 300.000 entscheiden sich erst in der Wahlzelle".

Vor seiner Stimmabgabe erkundigte sich Khol bei den Wahlbeisitzern nach der Wahlbeteiligung und bedankte sich für deren Arbeit. Beim Gehen kündigte er ein weiteres Treffen bei der Stichwahl an: "Auf Wiedersehen - ich meine das wörtlich." Nach vollzogenem Urnengang plante der ÖVP-Kandidat einen Kirchgang und anschließend ein gemeinsames Mittagessen mit der Familie.

khol.jpg © APA

10:32
 

Hundstorfer wählte mit seiner Frau und Minister Ostermayer

SPÖ-Hofburg-Kandidat Rudolf Hundstorfer ist Sonntagvormittag zwar ohne Krawatte, aber mit gutem Gefühl zur Wahl geschritten. Bei der Stimmabgabe im Wiener Amerling-Gymnasium gab es keine Überraschung: "Man wählt sich selbst." Begleitet wurde der rote Kandidat von seiner Frau sowie von Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ). Den Wahltag selbst schilderte Hundstorfer als "durchaus emotional". Man blicke auf ein langes politisches Leben zurück und sei auch "ein bisschen stolz".

Mangelnden Fleiß will sich Hundstorfer jedenfalls nicht nachsagen lassen. Er glaube, der Kandidat gewesen zu sein, der am meisten unterwegs gewesen sei. Bis gestern 21.00 Uhr habe er Wahlkampftermine absolviert. Mit einem Scheitern im ersten Durchgang will sich Hundstorfer noch nicht befassen: "Ich habe keinen Plan B." Bis zum Wahlschluss wird der rote Kandidat seinen Tag im privaten Umfeld verbringen. Mittag gegessen werde daheim mit Freunden, "ganz entspannt".

hundstorfer.jpg © APA

09:36
 

Fischer rechnet mit hoher Wahlbeteiligung

Der amtierende Bundespräsident Heinz Fischer hat bereits gewählt. Er gab seine Stimme gemeinsam mit seiner Frau Margit kurz nach 9.00 Uhr im achten Wiener Gemeindebezirk ab. Er rechne angesichts der großen Anzahl von sechs zur Wahl stehenden Kandidaten mit einer hohen Wahlbeteiligung, sagte Fischer vor Journalisten.

Zu seinem bevorstehenden Abschied aus der Hofburg meinte er, bis zum 8. Juli "sicher locker" zu sein. Am 8. Juli werde er vielleicht melancholisch sein, so Fischer.

fischer.jpg © APA

09:12
 

Hofer gab bereits Stimme ab

Gut gelaunt traf der FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer am Sonntag kurz nach 8.30 Uhr in Pinkafeld beim Wahllokal ein, das sich in der Musikschule im Gebäude der Neuen Mittelschule befand. Sein Ziel sei weiterhin die Stichwahl, sagte er den wartenden Journalisten.

Nach kurzem Innehalten wegen des großen Medieninteresses - er wurde bereits von mehreren Kamerateams und Fotografen erwartet - betrat Hofer, den seine Frau Verena begleitete, das Gebäude. "Grüß Gott, guten Morgen, tut mir leid, dass da so ein Wirbel ist", begrüßte er einige Wähler, die das Schulgebäude gerade verließen.

"Ich kann nur vom Gefühl her sagen, dass es ganz gut ausschaut", sagte Hofer nach der Stimmabgabe. Wenn er einen Vergleich zu anderen Wahlkämpfen ziehe, die er schon gemacht habe, sei die Stimmung "sehr gut" gewesen, "darum müsste auch das Ergebnis passen". Aber, wenn man "mitten im Getriebe" sei, dann sei es ganz schwer abzuschätzen, wie es ausgeht.

APAE4B4.tmp.jpg © APA

08:55
 

So wird das Wetter am Wahltag

Ausflüge werden Wähler am Sonntag kaum von der Urne fernhalten: Zur Wahl der Bundespräsidenten wird es kühl und windig. Regional regnet und schneit es sogar.

Das schlechte Wetter könnte gut für die Wahlbeteiligung sein. Denn laut einer Statistik der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gehen an Schlechtwettertagen eher mehr Wahlberechtigte zu den Urnen als bei Sonnenschein. Regen und Schnee wirken allerdings wieder in die gegenteilige Richtung.

Die Aussichten im Detail:

An der Alpennordseite von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich ist es sehr wechselhaft und es kommt immer wieder zu Regen- und Schneeschauern. Die Schneefallgrenze liegt am Morgen noch zwischen 400 und 700m, steigt tagsüber aber an. Überall sonst klingt der Regen oft bereits in den Morgenstunden ab und tagsüber bleibt es trocken, wenn auch meist dicht bewölkt. Lediglich im Norden sowie in den Karnischen Alpen und Karawanken entstehen tagsüber noch einzelne Schauer. Am Alpenhauptkamm sowie am Alpenostrand bläst lebhafter bis kräftiger Nordwestwind. Frühtemperaturen 0 bis 7 Grad, Tageshöchsttemperaturen im Westen nur 2 bis 8 Grad, sonst 6 bis 12 Grad

08:26
 

Die Wahl wird heute sehr spannend. In den Umfragen sind die Kandidaten knapp beieinander, wenige Prozente könnten den Ausschlag geben. Da die Wahlkarten erst am Montag ausgezhählt werden, könnte es heute Abend noch gar kein richtiges Ergebnis geben.

08:07
 

Meisten Wahllokale bereits geöffnet

Seit 8.00 Uhr kann in den meisten Wahllokalen die Stimme für die Bundespräsidentenwahl abgegeben werden. Die Wiener und Innsbrucker haben dafür bis 17.00 Uhr Zeit, die Vorarlberger nur bis 13.00 Uhr. In allen anderen Bundesländern schließen die letzten Wahllokale - darunter auch immer jene der Landeshauptstädte - um 16.00 Uhr.

Österreichweiter Wahlschluss ist damit 17.00 Uhr. Erst danach dürfen die ersten Ergebnisse und Hochrechnungen veröffentlicht werden. Das vorläufige Endergebnis liegt üblicherweise rund um 19.30 Uhr vor.

08:06
 

Herzlich Willkommen zum großen oe24-LIVE-Ticker zum Wahlsonntag. Wir berichten ab sofort LIVE über den spannenden Wahlsonntag.

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