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1 Mio. Euro Kopfgeld auf Gaddafi

Nach der Eroberung seines Hauptquartiers in Tripolis durch die Rebellen hat sich der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi in einer Tonbotschaft zu Wort gemeldet. In der am Dienstagabend vom Fernsehsender al-Oruba veröffentlichten Botschaft sagte Gaddafi, er werde weiterkämpfen bis zum Sieg gegen die NATO - oder er werde als Märtyer sterben. Er habe seine Residenz aus taktischen Gründen verlassen. Der Komplex Bab al-Aziziya sei nur noch ein Schutthaufen gewesen, nachdem die NATO seit Beginn ihres Libyen-Einsatzes 64 Raketen darauf gefeuert habe, sagte Gaddafi. "Wir haben uns aus taktischen Gründen zurückgezogen." Die Website des Fernsehsenders al-Libiya von Gaddafis Sohn Saif al-Islam veröffentlichte die Botschaft ebenfalls. Al-Libiya ist nicht mehr auf Sendung. Die Rebellen hatten am Dienstag Gaddafis Residenz in Tripolis erobert. Wo der Machthaber sich aufhält, ist unklar. Unterdessen rief die Übergangsregierung die Libyer zur Einheit auf.

23.40 Uhr: In der Nähe des internationalen Flughafens von Tripolis sind nach Angaben der Aufständischen schwere Gefechte ausgebrochen. Dabei seien unter anderem Grad-Raketen zum Einsatz gekommen. Der US-Sender CNN berichtete, auf dem Flughafen sei eine Maschine getroffen worden und in Flammen aufgegangen.

23.11 Uhr: Der afrikanische Staat Burkina Faso hat Muammar al-Gaddafi Exil angeboten. Burkina Faso ist Mitgliedsstaat des Internationalen Strafgerichtshofes und als solcher an sich zur Auslieferung des dort angeklagten Gaddafi verpflichtet.

20.39 Uhr: Vier italienische Journalisten entführt
Die vier Reporter seien am Mittwochvormittag in der Nähe von Zawiyah verschleppt worden, teilte das Außenministerium in Rom mit. Ein libyscher Begleiter sei bei der Entführung getötet worden. Die Entführten seien wohlauf und durften sich mit ihren Redaktionen in Verbindung setzen.

20.30 Uhr: Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy will am 1. September in Paris eine Konferenz der "Freunde Libyens" zur Zukunft des nordafrikanischen Landes abhalten, um "dem freien Libyen von Morgen" zu helfen.

19.34 Uhr: Die Rebellen intensivieren die Suche nach Gaddafi und seinen Kämpfern. Viertel für Viertel durchkämmen Aufständische die von ihnen kontrollierten Stadtteile nach dem untergetauchten Diktator. In mehreren Vierteln dauern die Gefechte an, zwei oder drei Stadtteile werden angeblich noch von Kämpfern Gaddafis kontrolliert. Auch am internationalen Flughafen der Stadt kommt es immer wieder zu Kämpfen.

19.14 Uhr: Die USA glauben, dass sich Diktator Gaddafi noch immer in Libyen aufhält. Das teilte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Dave Lapan, mit.

19.04 Uhr: Video von der Befreiung der Journalisten aus dem Hotel Rixos in Tripolis:

17.43 Uhr: Die libyschen Rebellen kontrollieren laut eigenen Angaben 95 Prozent des Landes. "Diejenigen, die Libyen kontrollieren, die kontrollieren auch (die Gaddafi-Zentrale) Bab al-Aziziya, und das ist es, was zählt", sagte der der Sprecher des Militärkomitees des Nationalen Übergangsrates des Rebellen, Abdallah Abu Afra gegenüber Al-Jazeera.

17.15 Uhr: Laut CNN-Reporter Matthew Chance soll das Rote Kreuz bei der Evakuierung des Hotels geholfen haben. Die Journalisten seien anschließend in Richtung der Rebellen geflohen.

17.06 Uhr: Die im Hotel Rixos in Tripolis festgehaltenen Journalisten sind wieder frei, berichtet CNN. Die Reporter haben inzwischen das Hotel verlassen. 

Hotel Rixos in Tripolis © AP
Rezeption des Hotel Rixos in Tripolis (Archivbild)

16.37 Uhr: Ein Rebbellenführer warnt Journalisten und Diplomaten in Tripolis vor Entführern. Die Aufständischen hätten erfahren, dass verbliebene Einheiten des Regimes angewiesen seien, Ausländer als Druckmittel zu verschleppen.

16:06 Uhr: Rebellen bieten Amnestie für Tötung Gaddafis an: Diejenigen, die den Machthaber gefangen nehmen oder gar töten, würden straffrei gehen. Zudem hat ein Geschäftsmann aus Benghasi über 1 Million Euro auf Gaddafis Kopf ausgesetzt, so der Chef des Übergangsrats der Rebellen, Mustafa Abdel Dschalil.

15:41 Uhr: Großbritannien und Frankreich wollen die Freigabe von eingefrorenem libyschen Vermögen für den Wiederaufbau des Landes vorantreiben. Die britische Regierung ist sowohl an militärischen als auch an humanitären Bemühungen in Libyen "aktiv beteiligt".

15:04 Uhr: Trotz anhaltender Kämpfe schmieden die Rebellen an Post-Gaddafi-Plänen: Sie wollen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im kommenden Frühjahr.

14:31 Uhr: Gaddafi-treue Truppen beschiessen das Zentrum von Tripolis: Die Lage scheint sich zu verschieben. Wie Reuters berichtet, verstärken Gaddafi-Truppen nun ihre Angriffe. Besonders umkämpft soll der Bezirk al-Hadhba al-Khadra sein. Dort wird Gaddafi vermutet.

14:01 Uhr: Die Europäische Union will in den nächsten Tagen und Wochen humanitäre Soforthilfe in Libyen leisten. Zu den Schwerpunkten dieser Hilfe zählten die medizinische Versorgung, Unterstützung bei der Entminung und Flüchtlingshilfe, sagte ein Kommissionssprecher am Mittwoch in Brüssel. Das EU-Amt für humanitäre Hilfe bereite die Unterstützung gerade vor.
 

13:03 Uhr: Gaddafis Söldner nehmen Journalisten als Geiseln. Gaddafi-treue Scharfschützen sollen auf dem Dach des Luxus-Hotels "Rixos" postiert sein, um die Reporter in Schach zu halten.

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(c) AP, Gefangen im Rixos: Journalisten haben sich Schutzwesten angelegt.

12:39 Uhr: Der seit 23 Jahren im Exil lebende Thronfolger von Libyen, Mohammed al-Senussi, könnte sich eine Rückkehr in sein Heimatland vorstellen. Ob in Libyen nach dem bisherigen "Revolutionsführer" Muammar al-Gaddafi wieder ein König herrschen soll, das müsste jedoch "das Volk entscheiden", sagte Senussi

12:01 Uhr: Moskau sieht Gaddafi weiter an der Macht: Trotz des Siegeszuges der libyschen Rebellen in der Hauptstadt Tripolis hat Diktator Muammar al-Gaddafi nach Ansicht von Kremlchef Dmitri Medwedew weiter Einfluss und militärische Macht. "Tatsächlich gibt es in dem Land eine Doppelherrschaft", sagte Medwedew.

11:11 Uhr: Die Kämpfe toben derzeit besonders um den Flughafen in Tripolis. Laut Al-Jazeera sollen die Aufständischen inzwischen dort die Kontrolle übernommen haben.

10:49 Uhr: Bei seinem Rundgang habe er (Anm.: Gaddafi) junge Menschen gesehen, die bereit seien, die Stadt zu verteidigen. Gaddafi appellierte an "die Einwohner von Tripolis, die Stämme, die Jungen, die Alten", auf die Straße zu gehen und "Tripolis von den Ratten zu säubern".

09:42 Uhr: Gaddafi geht nach eigenen Angaben in Tripolis spazieren: "Ich gehe unerkannt spazieren, ohne dass die Menschen mich sehen", sagte der untergetauchte Diktator in der am Mittwoch von dem in Syrien ansässigen Sender Arrai ausgestrahlten Botschaft. Er habe eine Tour durch die libysche Hauptstadt gemacht und dabei den Eindruck gewonnen, dass die Stadt "nicht in Gefahr" sei, so die Nachrichtenagentur Reuters.

08:59 Uhr: Ein Rebellensprecher sagte, die Frage sei nicht mehr, wo sich Gaddafi aufhalte, sondern nur noch, wann er festgenommen werde. Auch einen Tag nach der Erstürmung des militärischen Hauptquartiers blieb unklar, ob sich Gaddafi in der Hauptstadt Tripolis versteckt hat oder in den Süden des Landes geflüchtet ist.

08:26 Uhr: Die NATO schreckt derzeit vor Luftangriffen auf Tripolis zurück. Weil die Rebellen bis ins Innere der Stadt vorgedrungen sind, werden nur mehr Ziele in den Außenbezirken angegriffen.

06:26 Uhr: Die sandinistische Regierung Nicaraguas würde Gaddafi Asyl gewähren, falls dieser darum bitten würde. Das sagte Bayardo Arce, einer der engsten Mitarbeiter des sandinistischen Präsidenten Daniel Ortega am Dienstag vor der Presse in Managua. "Wenn jemand uns um Asyl bitten würde, hätten wir dem positiv Rechnung zu tragen", sagte Arce auf Reporterfragen.

04:30 Uhr: Gaddafitreue-Truppen haben nach Angaben der Regimegegner die Aufständischen Hochburg Misrata in der Nacht zum Mittwoch mit Raketen beschossen. Das berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera unter Berufung auf eine Mitteilung des Militärrats der Rebellen in der Küstenstadt rund 200 Kilometer östlich von Tripolis.

03:17 Uhr: Gaddafi hat sich zu Wort gemeldet. Er drohte den Rebellen mit einem erbitterten Kampf notfalls bis in den Tod und bezeichnete seinen Rückzug aus dem Regierungskomplex Bab al-Aziziya als ein "taktisches Manöver". Das Anwesen in Tripolis sei nach mehr als 60 NATO-Luftangriffen vollständig zerstört, erklärte der frühere Revolutionsführer in seiner TV-Rede, die unter anderem im Fernsehsender Al-Oruba übertragen wurde. Gaddafi erklärte, er werde weiterkämpfen bis zum Sieg gegen die NATO - oder er werde als Märtyer sterben.

02:46 Uhr: Nach den jüngsten militärischen Erfolgen der Rebellen hat das Gaddafi-Regime damit gedroht, das Land in einen "brennenden Vulkan" zu verwandeln. Man werde den Eindringlingen "Feuer unter den Füßen" machen, sagte der Sprecher der Regierung. Nach seinen Angaben wurde die Residenz Gaddafis in Tripolis am Dienstag aus taktischen Gründen den Rebellen überlassen, da sie keinem "militärischem oder strategischem Zweck" mehr gedient habe.

01:50 Uhr: Bei den Kämpfen in Tripolis sind nach Angaben der Rebellen seit Sonntag mehr als 400 Menschen getötet worden. Während der dreitägigen Kämpfe seien nach ersten Informationen "etwas mehr als 400 Menschen" getötet worden, sagte der Präsident des Nationalen Übergangsrates der Rebellen, Mustafa Abdel Jalil, am Dienstag im Fernsehsender France 24. Rund 2000 Menschen seien verletzt worden. Außerdem seien 600 von Gaddafis Soldaten gefangen genommen worden.

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