Elfjähriger aus deutschem Bus geworfen

9 km nach Hause

Elfjähriger aus deutschem Bus geworfen

Weil er seine Schülerfahrkarte für den Bus vergessen hatte, musste ein Elfjähriger aus Uetze bei Hannover knapp neun Kilometer zu Fuß nach Hause gehen. Der Bub hatte auch kein Geld mit, um sich ein Einzelticket zu kaufen. Zwei Busfahrer hätten das Kind abgewiesen, sagte die Großmutter des Elfjährigen und bestätigte einen Bericht der "Bild".

Angst vor Fremden
Mit seiner sechs Kilo schweren Schultasche auf dem Rücken und behindert von einer Halskrause, die er nach einem Unfall tragen muss, habe ihr Enkel zweieinhalb Stunden für den anstrengenden Heimweg benötigt. "Er ging einen Feldweg abseits der Straße, weil er Angst hatte, dass ihn ein Fremder aus dem Auto anspricht."

Sofort ausgestiegen
Ein Sprecher von RegioBus bedauerte den Vorfall, stellte sich aber hinter die beiden Busfahrer, die den Realschüler mittags am Schulzentrum Uetze abgewiesen hatten. Der Bub sei sofort ausgestiegen, die Fahrer hätten keine Chance gehabt, ihm ein Mitfahr-Angebot zu machen. Üblicherweise würden in solchen Fällen die Personalien aufgenommen, die Kinder könnten dann am folgenden Tag ihre Jahreskarte vorzeigen.

Dieser Darstellung widerspricht die Großmutter vehement. Ihrem Enkel sei am Montag vor einer Woche signalisiert worden: "Steig aus, ich habe keine Zeit, ich muss den Fahrplan einhalten." Das bestätigen angeblich auch Mitschüler des Buben.

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