Wilde Partie

2:1! Austria dreht Partie gegen Lustenau spät

Spieler von Austria Wien jubeln gemeinsam vor einem Austria-Fanclub-Banner im Stadion.
© GEPA pictures
In den letzten 15 Minuten dreht der Tabellenletzte Austria das Heimspiel gegen Austria Lustenau.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Austria war von Start weg gewillt, ein anderes Gesicht zu zeigen. Sechs Schüsse in den ersten 25 Minuten waren ein klarer Fingerzeig, vor allem Manfred Fischer hatte die frühe Führung am Fuß.

Johannes Eggestein verlängerte einen weiten Ball auf Vasilije Markovic, der seinen Kapitän schön einsetzte, doch der Abschluss ging nur ans Außennetz (25.).

Auf der Gegenseite hatte Antonio Verinac die Führung am Fuß, sein Abschluss nach schönem Haken ging aber direkt auf Torhüter Samuel Sahin-Radlinger (37.).

Kanghee Lee gleich zweimal im Fokus

Noch größer war die Möglichkeit aber fünf Minuten später: Rapid-Leihgabe Dominik Weixelbraun wird schön in die Gasse geschickt, scheiterte im 1-gegen-1 aber am violetten Keeper (42.).

Kurz vor der Pause ging es chancentechnisch generell drunter und drüber, teilweise auch kurios: Eggestein verschaffte sich in der Box Platz, sein Schuss wurde zu einer Kerze abgefälscht, die von der Stange aus dem Tor sprang (45.+1) – Glück im Unglück für die Vorarlberger.

Kanghee Lee war kurz danach erfolgreicher, wegen Abseits zählte der Treffer aber nicht (45.+2).

Schiedsrichter mit krasser Fehlentscheidung

Und der Koreaner war es dann auch, der den ersten Treffer verschuldete: Ein schlampiger Pass schenkte den Ball im Zentrum her, mit einem Pass lief Weixelbraun frei auf den Kasten und blieb diesmal eiskalt – 1:0 (47.)!

Leider stand auch das Schiedsrichterteam negativ im Mittelpunkt, denn Fischer wurde im Strafraum klar von Emmanuel Chukwu mit dem Fuß im Bauch getroffen (52.). Wieso der VAR Stefan Ebner nicht auf Elfmeter entschied, ist unklar.

Die Wiener kämpften lange, um den eigenen Fokus wiederzufinden. Stattdessen trafen sogar noch die Gäste durch Sacha Delaye die Stange (73.).

Zwei Joker besorgen den Sieg

Etwas aus dem Nichts trafen aber auch noch die Wiener: Eggestein schickte Kelvin Boateng, dessen Flanke fand Joker Julian Hettwer, der nur mehr einschieben musste (82.).

Und die Wiener drehten die Partie komplett! In der Schlussphase traf Lee nach einem Kopfball die Latte, Boateng traf per schönem Seitfallzieher den Nachschuss zum umjubelten Siegtor (90.+2). Ein Check auf Abseits, weil Lee noch in Abseitsposition am Boden lag, verhinderte das Tor aber nicht!

Ein weiterer violetter Wermutstropfen war außerdem die Knie-Verletzung von Daniel Nnodim, der 18-Jährige musste ausgewechselt werden.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden