Madrid (APA) - Mercedes-Pilot Kimi Antonelli hat bei der Formel-1-Premiere auf der neuen Strecke in Madrid seinen achten Saisonsieg gefeiert und damit einen weiteren großen Schritt Richtung WM-Titel gemacht. Der 20-jährige Italiener gewann am Sonntag den lange unspektakulären Großen Preis von Spanien auf dem "Madring" knapp vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen und Weltmeister Lando Norris im McLaren, der in Führung liegend Pech mit einer virtuellen Safety-Car-Phase hatte.
George Russell musste sich im zweiten Mercedes mit dem fünften Platz hinter Ferrari-Fahrer Charles Leclerc begnügen und liegt nach dem 14. Saisonrennen bereits 81 Punkte hinter Antonelli. Der WM-Dritte Lewis Hamilton (Ferrari) schied in einem Grand Prix ohne die befürchteten Unfälle wegen technischer Probleme aus und hat nun 101 Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter.
Turbulente Startphase
Vor dem Grand Prix am Messegelände der spanischen Hauptstadt tummelten sich mehrere Real-Madrid-Profis wie Vinicius Jr., Jude Bellingham, Marc Cucurella oder Thibaut Courtois auf der Startaufstellung. Auch Tennis-Legende Rafael Nadal war hautnah dabei und sah wenig später, wie Pole-Setter Norris seine Spitzenposition in einer spannenden Startphase verteidigte. Antonelli griff den Titelverteidiger an, kürzte aber mehrmals ab, um eine Kollision zu vermeiden. Deshalb ließ Antonelli Norris freiwillig wieder vorbei, was aber auch Verstappen nutzte, um den Mercedes-Star zu überholen.
In der 4. von 57 Runden erhielt Verstappen die Teamanweisung, Antonelli und Hamilton vorbeizulassen, weil er den Ferrari-Piloten zuvor irregulär überholt haben soll. Der Vierfach-Champion befolgte den Befehl widerwillig, kurz darauf stellten die Stewards die Untersuchungen ein. Wenig später musste Hamilton seinen Ferrari mit Bremsproblemen in der Box abstellen.
Kaum Überholmanöver, keine Unfälle
Auf dem engen Stadtkurs gab es kaum Überholmanöver, aber auch die befürchteten Unfälle blieben aus. In der 14. Runde griff Lance Stroll unfreiwillig ins Renngeschehen ein: Der Aston-Martin-Pilot parkte seinen Boliden mit Bremsproblemen im Notausgang, Antonelli und Verstappen nutzten das folgende Virtuelle-Safety-Car für einen schnelleren Reifenwechsel. Norris war bereits an der Boxeinfahrt vorbei, kam erst eine Runde später bei normalem Rennbetrieb an die Box und verlor seine Spitzenposition.
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Es folgte eine Prozession, Leclerc führte das Rennen mit einem alten Reifensatz lange vor Antonelli, Verstappen und Norris an. Leclerc sehnte sich nach einer Safety-Car-Phase, um die Führung zu behalten. Dieses Glück blieb dem Monegassen aber verwehrt. Nach dem Boxenstopp des Ferrari-Piloten blieb ein spannender Kampf um den Sieg aus.
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