"Schämt euch!“
Bin-Laden-Eklat in der Formel 1
Spanien. Genau 25 Jahre nach den 9/11-Terroranschlägen startete die Formel 1 am heutigen Freitag in die freien Trainings von Madrid. Das Williams-Team feiert die Rückkehr in die spanische Hauptstadt mit einer Sonderlackierung in Weiß, Grün und Marineblau für die Autos von Lokalmatador Carlos Sainz und Alex Albon.
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Das Design ehrt den FW07C, der beim bis dato letzten Rennen in Madrid im Einsatz war. Mit diesem Wagen gewannen Alan Jones und Carlos Reutemann 1981 die Konstrukteurs-WM. Doch die als Hommage gedachte Aktion stößt vielen Fans sauer auf.
"Schämt euch!"
Der Grund: Damals wurde das Team von einer Hotelkette unterstützt, die von Muhammad bin Awad bin Laden – dem Vater des Al-Qaida-Anführers und 9/11-Drahtziehers Osama bin Laden – gegründet wurde. Dass diese Farben exakt am Jahrestag der Anschläge zurückkehren, sorgt für Unverständnis. In den sozialen Medien teilen User Fotos des Williams von 1979 mit prominentem "Bin Laden"-Schriftzug. Zwar fehlte dieser Aufdruck 1981, das Unternehmen blieb jedoch Sponsor. Auf X kritisiert ein Fan: "Am Wochenende des 11. September auf die Familie Bin Laden anzuspielen, ist absolut geschmacklos. Schämt euch!"
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Heftige Kritik der Motorsport-Szene
Auch Motorsport-Journalist Will Buxton ("Drive to Survive") äußert in seinem Podcast Irritation über das Timing. Er verweist darauf, dass das Auto 1979 vom Vater gesponsert wurde und den Namen trug – auch wenn Osama damals in der riesigen Familie wohl bereits ein Verstoßener war. Buxtons klares Fazit: Angesichts dieses heiklen, weltgeschichtlich einschneidenden Ereignisses sei es die falsche Entscheidung, die Lackierung zu verwenden.
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