Mit Sauerstoff

Mond-Staub könnte unsere Erde für 100.000 Jahre versorgen

© Getty Images
Die Oberfläche des Mondes birgt enorme Mengen an Sauerstoff. Etwa 40 bis 45 Prozent des Mondstaubs bestehen aus diesem Element, das allerdings fest in den Mineralien des Bodens chemisch gebunden ist.
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Die oberen zehn Meter des Bodens auf dem Mond enthalten rein rechnerisch genug Sauerstoff, um die aktuelle Bevölkerung unserer Erde für rund 100.000 Jahre auszustatten. Das geht aus Berechnungen von Forschern hervor. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass eine effiziente Gewinnung des Elements gelingt. Direkt einatmen lässt sich dieser Sauerstoff im aktuellen Zustand nicht, da er fest mit Mineralien wie Silizium-, Eisen-, Magnesium- und Aluminiumoxiden verbunden ist. Auch in Österreich blicken Weltraum-Begeisterte gespannt auf diese Entdeckungen, die die zukünftige Raumfahrt massiv verändern könnten.

Sauerstoff aus Gestein lösen

Wissenschaftler arbeiten aktuell intensiv an Methoden, um das lebenswichtige Element aus den Mondsteinen herauszufiltern. Im Fokus der Forschung steht dabei ein spezielles Verfahren, das sich Elektrolyse von geschmolzenem Regolith nennt. Mit dieser Technologie soll es möglich werden, den Sauerstoff von den mineralischen Bindungen abzuspalten und nutzbar zu machen.

Basis für zukünftige Mondstationen

Die erfolgreiche Gewinnung von Sauerstoff direkt vor Ort ist ein entscheidender Schritt für die Zukunft der Raumfahrt. Die gewonnenen Vorräte könnten in kommenden Zeiten nicht nur als Atemluft für Astronauten dienen. Das Element lässt sich auch als Oxidationsmittel für Raketentreibstoff einsetzen. Das würde den Betrieb von langfristigen Basen auf dem Mond deutlich praktischer und einfacher machen, da weniger Vorräte von der Erde transportiert werden müssen. Die Erkenntnisse beruhen auf Untersuchungen der ESA, der NASA sowie der australischen Weltraumbehörde.

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