WM-Drama
Algerien-Star verteidigt sich für sein Tor gegen Österreich
Beim Spielstand von 2:2 schoben sich die Algerier kurz vor Schluss den Ball nur noch passiv hin und her. Auch die Österreicher machten keine Anstalten mehr, ernsthaft anzugreifen. Ein Unentschieden hätte beiden Teams den sicheren Einzug in die K.o.-Runde garantiert. Hätte es in dem Spiel einen Verlierer gegeben, wäre diese Mannschaft hingegen nach der Vorrunde ausgeschieden. Aus diesem quasi ruhenden Spiel heraus wurde Riyad Mahrez in der dritten Minute der Nachspielzeit plötzlich mit einem Steilpass freigespielt, ging allein auf das gegnerische Tor zu und traf zur 3:2-Führung.
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Schock für das ÖFB-Team
Dieser Treffer war nicht nur für Österreich ein echter Schock, sondern erwies sich auch für Algerien als wenig günstig. Mit einem Sieg wären die Nordafrikaner auf Platz zwei der Gruppe vorgerückt und wären im Sechzehntelfinale auf den Mitfavoriten Spanien getroffen. Dass es am Ende doch nicht so kam, lag am ganz späten Ausgleich durch ÖFB-Stürmer Kalajdzic in der 96. Minute. Sogar viele algerische Fans jubelten über das 3:3. Algerien spielt nun als Gruppendritter gegen die Schweiz, während sich das Team von Trainer Ralf Rangnick gerade noch vor dem WM-Aus rettete.
Mahrez verteidigt seinen späten Treffer
Ein Szenario, das Riyad Mahrez mit seinem Tor beinahe zunichtegemacht hätte. Seine Reaktion nach dem Match klang fast entschuldigend: "Ich weiß, es war ehrlich gesagt etwas unangenehm. Wir hatten den Ball und sie haben sich zurückgezogen." Er betonte jedoch, dass er den Fußball respektieren müsse: "Aber in letzter Sekunde spielt jemand einen Ball in die Mitte. Da muss ich den Lauf machen. Da muss ich treffen, ich muss versuchen, ein Tor zu schießen. So wie sie auch versucht haben, ein Tor zu schießen. Sie lagen in Führung. Sie führten mit 2:1. Ich weiß, dass es eine unangenehme Situation ist, aber so ist Fußball. Ich muss das respektieren."
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