Nach WM-Finale

Spanier fordern: Messi soll royale Auszeichnung verlieren

Lionel Messi
© Getty Images
Nach dem WM-Finale fordern zahlreiche Petitionen auf "Change.org", Lionel Messi einen renommierten spanischen Sportpreis abzuerkennen.
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Rund dreißig Kampagnen auf "Change.org" fordern die Fundación Princesa de Asturias auf, den mit 50.000 Euro dotierten Sportpreis für Lionel Messi zurückzuziehen, zu widerrufen oder neu zu bewerten. Die Initiativen begründen ihre Forderung mit dem Verhalten des argentinischen Kapitäns und der Delegation während und nach dem WM-Finalspiels, wie u.a. die spanische Nachrichtenagentur "Europa Press" berichtet.

Spanien hatte das Finale gegen Argentinien mit 1:0 nach einem Tor von Ferran Torres in der Verlängerung gewonnen. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff kam es zu unschönen Szenen. Während die neue Weltmeistermannschaft ihren Triumph feiern wollte, eskalierte auf dem Rasen die Stimmung und mündete in einer heftigen Rudelbildung.

Auslöser der Auseinandersetzung war Argentiniens Nahuel Molina. Der Außenverteidiger schlug mit der Faust auf Spaniens Rodri.

Schlechte Verlierer

Außerdem drehten sich die argentinischen Spieler bei der Übergabe des WM-Pokals an Spanien demonstrativ weg.

Kritiker warfen Teilen des Teams vor, den Erfolg des Gegners nicht angemessen anzuerkennen und den nötigen Sportsgeist vermissen zu lassen. Gerade von einer Fußballnation dieses Stellenwerts und ihrem Kapitän Lionel Messi hatten viele Fans einen deutlich souveräneren Umgang mit der Niederlage erwartet.

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Laut den Antragstellern der Petitionen widerspreche das Verhalten der argentinischen Nationalmannschaft samt Messi den Werten von Respekt, sportlichem Verhalten und Fairplay.

Werte des Preises

Eine der Initiativen hat mehr als 1.500 Unterschriften gesammelt und bittet die Stiftung um eine Überprüfung, um das Ansehen des Preises zu wahren. Eine weitere Petition argumentiert, eine Aberkennung würde das Vertrauen in die Sorgfalt solcher Ehrungen stärken.

Eingeleitete FIFA-Verfahren

Die FIFA hat nach den Auseinandersetzungen ein Disziplinarverfahren gegen mehrere argentinische Spieler sowie einen Assistenztrainer und den spanischen Nationalspieler Gavi eingeleitet. Gegen Messi selbst gibt es nach aktuellem Stand kein Verfahren. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente bezeichnete die Vorfälle als untragbar und inakzeptabel.

Infobox: Das sind die Prinzessin-von-Asturien-Preise
Die seit 1981 in Spanien verliehenen Prinzessin-von-Asturien-Preise (Originalname auf Spanisch: Fundación Princesa de Asturias) würdigen herausragende weltweite Leistungen in Wissenschaft, Technik, Kultur, Sport und weiteren Bereichen mit besonderem Schwerpunkt auf der hispanischen Welt. Verliehen werden die Auszeichnungen vom spanischen Thronfolger. Die Umbenennung der Institution erfolgte im Jahr 2014 zu Ehren der Thronfolgerin Prinzessin Leonor, und bereits 2005 wurden die Auszeichnungen von der UNESCO als außergewöhnlicher Beitrag zum kulturellen Erbe der Menschheit anerkannt.
Die Bekanntgabe des Sportpreises für den argentinischen Superstar Lionel Messi im Juni 2026 sorgt derzeit für heftige Kontroversen und Online-Petitionen.

Geplante Preisverleihung

Bekannt gegeben wurde die Auszeichnung für den ersten einzeln ausgezeichneten Fußballer am 3. Juni. Die offizielle Verleihung ist für Oktober 2026 im Teatro Campoamor in Oviedo geplant.

Nach Angaben der Stiftung sieht das Regelwerk eine Rücknahme eines bereits vergebenen Preises grundsätzlich nicht vor, und am Terminplan hat sich bislang nichts geändert.

Insgesamt waren 27 Kandidaten aus zwölf Ländern für die diesjährige Auszeichnung nominiert.

"Messi ist ein Vorbild im Überwinden von Widrigkeiten"

Die Begründung der Jury lautete: "Persönlich ist Messi ein Vorbild im Überwinden von Widrigkeiten – nachdem er in seiner Kindheit an einer Wachstumsstörung litt – und gilt laut seinen Teamkollegen aufgrund seiner Beständigkeit, Bescheidenheit und seines Teamgeists als globale Sportikone. Seine Karriere wurde zudem mit verschiedenen institutionellen Auszeichnungen und Ehrungen für seinen Beitrag zum Sport und sein soziales Engagement gewürdigt, unter anderem als UNICEF-Botschafter (Prinz-von-Asturien-Preis für Eintracht 2006) seit 2010 und für seine bedeutende wohltätige Arbeit durch die Leo-Messi-Stiftung, die sich für den Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung für Kinder in schwierigen Lebenslagen einsetzt."

Messi bedankte sich für die Anerkennung: "Es ist eine große Ehre." Nachdem er erfahren hatte, dass ihm der Preis verliehen worden war, drückte Messi in einer Erklärung gegenüber der Jury und der Prinzessin-von-Asturien-Stiftung seine Dankbarkeit für diese Auszeichnung aus.

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