Massiv überbewertet
Börsen-Guru warnt: KI-Blase wird platzen
Der Star-Investor Michael Burry (55) hält wenig von KI-Unternehmen. Laut ihm sind sie überbewertet und werden demnächst einbrechen. Er kennt sich mit solchen Vorhersagen sehr gut aus. Burry hat nämlich den Immocrash von 2008 vorhergesagt und wurde spätestens durch den Film "The Big Short" weltbekannt. Seitdem hört die Finanzwelt auf seine Analysen.
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Nun sollen laut ihm vor allem die großen Unternehmen wie den Chip-Riesen Nvidia, Autobauer Tesla und den Daten-Giganten Palantir um ihre langfristige Zukunft zittern, so das Magazin "Business Insider". Die drei genannten Unternehmen konnten in diesem Jahr unterschiedliche Ergebnisse verzeichnen. Nvidia hat seit Jahresbeginn rund 18 Prozent zugelegt. Dafür erlebte Tesla einen Sturz von fast 30 Prozent. Palantir konnte nach einem schwierigen Start in das Jahr dank guter Quartalsergebnisse diese Woche wieder steigen.
Dramatische Bewegungen auf der Börse
Auch für andere Unternehmen hat Burry eine düstere Prognose. Fast alle von denen bewegen sich auf der Börse dramatisch. Der Speicherchip-Hersteller Micron ist dieses Jahr schon fast 180 Prozent im Plus. Ähnlichen Zuwachs konnte auch der Halbleiterindustrie-Ausrüster Applied Materials mit 105 Prozent verzeichnen.
Die Skepsis von Burry stoppt auch nicht bei traditionellen Unternehmen. Er wettet etwa gegen den Baumaschinenhersteller Caterpillar. Seine Begründung: Der Konzern sei beim KI-Boom eines der am meisten überbewerteten Profiteure geworden. Die Aktien sind durch die enorme Nachfrage nach Rechenzentren beflügelt.
Auch Bitcoin stürzt ab
Nicht nur Burry wettet gegen KI-Aktien. Nouriel Roubini (67), Wirtschaftsprofessor an der Universität New York, prophezeite zum Kriegsbeginn zwischen den USA und dem Iran ein Platzen der KI-Blase. Er erklärte, dass die steigenden Ölpreise der Auslöser für die Krise würden. Die Golfstaaten gehören nämlich zu den größten Investoren in KI-Infrastruktur und Chips, wie Roubini damals betonte. Der Experte sagte vorher, dass die Golfstaaten durch den fehlenden Ölexport kein Kapital für die KI-Investitionen mehr hätten.
Doch Burry hält auch von Bitcoin wenig. Im Februar warnte der 55-Jährige vor einer "Todesspirale" beim Bitcoin. Damals ist die Kryptowährung unter die 70.000 Dollar-Marke gefallen. Bis heute ist der Kurs weiter gefallen und liegt nur noch bei rund 52.000 Dollar. Das ist ein Verlust von fast 25 Prozent. Seit dem vergangenen Oktober hat sich der Wert sogar mehr als halbiert.
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