Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,7 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einer Stagnation gerechnet, nach einem Zuwachs von revidiert 1,0 (vorläufiger Wert: 2,0) Prozent im August.
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Die vergleichsweise hohe Revision ist laut Destatis auf ergänzte Angaben von Unternehmen im Baugewerbe zu Umsatzsteuervoranmeldungen zurückzuführen. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion im dritten Quartal um 0,4 Prozent niedriger als im Vorquartal.
Plus in der Autoindustrie
Die positive Entwicklung im September ist maßgeblich auf den Zuwachs in der Automobilindustrie zurückzuführen: Hier wurde die Fertigung um 17,1 Prozent zum Vormonat hochgefahren. "In diesem Bereich hatte die Produktion in den beiden Monaten zuvor unter anderem aufgrund von Produktionsumstellungen und Werksferien auf einem niedrigen Niveau gelegen", erläuterte Destatis.
Auch der Anstieg in der Pharmaindustrie, wo die Produktion nach zwei schwächeren Monaten um 8,0 Prozent stieg, beeinflusste das Gesamtergebnis positiv. Negativ wirkte sich hingegen der Rückgang in der Bauproduktion (-2,6 Prozent) aus. Auch im Maschinenbau (-6,5 Prozent) ging es nach unten.
Industrieproduktion um 1,7 Prozent höher
Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) stieg im September gegenüber dem Vormonat um 1,7 Prozent. Dabei legte die Produktion von Investitionsgütern um 3,0 Prozent zu, die Fertigung von Konsumgütern wurde um 0,8 Prozent hochgefahren und die Herstellung von Vorleistungsgütern um 0,1 Prozent. Außerhalb der Industrie sank die Energieerzeugung um 1,2 Prozent.
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