Kündigung

Erwischt: Krankgemeldeter Mitarbeiter legt am Abend als DJ auf

Ein DJ legt in einem Club auf, sein Gesicht ist verpixelt, buntes Licht im Hintergrund.
© privat
Ein wegen Bronchitis krankgemeldeter Mann arbeitete am selben Tag als DJ in einem Nachtklub. Nach seiner fristlosen Kündigung klagt er nun vor dem Arbeitsgericht.
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Deutschland. Der in der Früh wegen einer Bronchitis krankgemeldete Mitarbeiter einer Autowerkstatt stand am selben Abend als DJ im Hannoverschen Nachtklub "DAX Bierbörse" hinter dem Pult. Werkstattinhaber Torsten S. entdeckte ihn dort zufällig, fotografierte ihn als Beweis und kündigte ihm fristlos. Sprecher des Arbeitsgerichts Axel von der Straten bestätigte die Krankschreibung gegenüber "Bild". Der Angestellte sieht kein Fehlverhalten und reicht Kündigungsschutzklage ein.

Verhandlung vor dem Arbeitsgericht

Beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Hannover kam keine Einigung zustande, sodass eine Entscheidung erst Anfang 2027 fällt. Der Vorschlag von Anwalt Björn Nordmann, die fristlose in eine ordentliche Kündigung umzuwandeln – um dem Ex-Mitarbeiter eine zwölfwöchige Sperrzeit beim Arbeitslosengeld zu ersparen –, scheiterte an der Forderung des Klägers nach einer bezahlten Freistellung. Nordmann stellte klar, dass ein Klub-Job trotz Krankschreibung wegen Bronchitis unzulässig sei.

Eingeloggter Chatverlauf sorgt für Unruhe

Zusätzlich belasten den Kläger ungelöschte ChatGPT-Nachrichten von seinem Arbeitsrechner. Darin schrieb er unter anderem "Ich bin an sich gesund", nannte psychischen Stress als Grund für den Ausfall und bat die KI nach dem Vorfall um Verhaltenstipps. Wie die Nachrichten entdeckt wurden, ist unklar. Berichte über angebliche Beleidigungen durch den Chef wies Anwalt Nordmann entschieden zurück.

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