Gefahr für Badegäste
Giftiger Tropenfisch an Italien-Strand gesichtet
Der Skorpionfisch, auch bekannt als Rotfeuerfisch, hat spektakuläre Farben, aber auch giftige Stacheln, die einen schmerzhaften Stich verursachen können. In den Gewässern von Santa Caterina, dem Küstenort von Nardò, wurde ein Exemplar nun gesehen.
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Am vergangenen Wochenende (20./21. Juni 2026) wurde der Tropenfisch gefilmt, wie er gelassen zwischen den im alten Hafenbecken vertäuten Booten schwamm, so "Merkur". Die Sichtung wurde den Tauchern des Zentrums "Diving Costa del Sud" gemeldet. Die Aufnahmen wurden im flachen Wasser gefilmt.
Tropenfisch mit Giftdrüsen
Der Skorpionfisch war nur wenige Meter vom Ufer entfernt. In diesem Bereich halten sich häufig Badegäste und Freizeitskipper auf. Fachleute warnen nach der Sichtung und raten zur Vorsicht. Der Fisch ist nicht aggressiv, darf aber überhaupt nicht berührt werden, vor allem wenn dieser reglos wirkt oder in Schwierigkeit zu sein scheint. Der Fisch hat nämlich einen besonderen Verteidigungsmechanismus.
Der Skorpionfisch hat 18 Stacheln mit Giftdrüsen. Diese setzen Toxine frei, die starke Schmerzen verursachen und neuromuskuläre Reaktionen hervorrufen können. Für Urlauber und Wassersportler stellt seine reine Anwesenheit keine Gefahr dar. Das Risiko ist gering, wenn der Abstand eingehalten und direkter Kontakt vermieden wird. Der Skorpionfisch sucht in der Regel nie die Nähe des Menschen.
Keine natürlichen Fressfeinde
Das Tier befindet sich häufig zwischen Felsen und getarnt am Meeresboden. Es bevorzugt felsige Lebensräume, in denen es sich leicht verstecken kann. Der Skorpionfisch kann sich mit der Umgebung verschmelzen, wodurch Aufmerksamkeit und Vorsicht gefragt sind, vor allem für Taucher und Fischer. Das Tier soll nie bedrängt werden.
Eigentlich kommt der Skorpionfisch aus dem Indischen Ozean und dem Roten Meer. Jedoch besiedelt er in den letzten Jahrzehnten nach und nach das Mittelmeer. Die ersten Sichtungen geschahen in den 1990er-Jahren. In italienischen Gewässern tritt der Skorpionfisch wegen der steigenden Meerestemperaturen mittlerweile immer häufiger auf.
In Santa Caterina wurde im August 2025 in der gleichen Gegend, nahe der Unterwasserhöhle "Tre Furneddhe", ein Exemplar gesichtet. Fachleute gehen davon aus, dass es sich um dasselbe Tier handeln könnte. Die Fische verweilen sehr lange in denselben Zonen. Skorpionfische ist eine der problematischsten invasiven Arten weltweit, da er im Mittelmeer keinen natürlichen Fressfeind hat und sich somit ungehindert verbreiten kann.
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