Tierschutz
Gute Nachrichten aus dem Tierschutz
Die gerettete Tigerfamilie besteht aus Mutter Saphira und fünf Jungtieren. Die fünf jungen Tiger sind circa zwei Jahre alt und wurden aufgrund von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz von der zuständigen Veterinärbehörde beschlagnahmt. Laut Behörden haben die Haltungsbedingungen in der Anlage nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprochen. Saphira, die Mutter der Jungtiere, wurde übernommen, da für sie keine Artenschutzbescheinigung vorlag. Diese ist nach dem Naturschutzgesetz zwingend notwendig, weil Tiger den höchsten internationalen Schutzstatus genießen. In der Rettungsstation werden sie auf einem gemeinsamen Außengehege von 3.000 m² mit Naturboden, Bademöglichkeit und mehreren Rückzugsbereichen leben.
AAP fordert daher eine bundesweite Positivliste für Heimtiere. Diese legt nach wissenschaftlichen Kriterien fest, welche Arten sicher und artgemäß gehalten werden können. Alle nicht gelisteten Arten sind als Haustiere für Laien ausgeschlossen, um Sicherheit für Tier und Mensch zu gewährleisten. Dieses Modell wird bereits in acht EU-Ländern genutzt, wie zum Beispiel in den Niederlanden. Auch die EU prüft aktuell eine Einführung.
Streunerkatzen-Projekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten
In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat die Tierschützerin Dina Taji eine große Auffangstation für streunende Katzen aufgebaut – ein Projekt, das ursprünglich mit einfachen Rettungsaktionen begann. Erste Aufnahmen zeigen, wie sie in Dubai verletzte und verängstigte Katzen direkt von der Straße rettete: eine kleine Katze, die sich an eine Betonbarriere drückte, und eine weitere, die aus einem Straßenabfluss heraus ins Freie blickte. Dabei beruhigte sie die Tiere mit leiser Stimme.
"Als ich vor etwa 20 Jahren in die Vereinigten Arabischen Emirate zog, sah man damals nicht so viele streunende Katzen auf der Straße, aber ein paar vor Supermärkten. Ich konnte die Katzen nicht in meine Wohnung bringen. Mein Vater hat mir immer beigebracht: Tu, was du kannst, und wenn du ein Leben vor dir siehst, versuche auf jede mögliche Weise zu helfen."
Heute betreibt Taji gemeinsam mit ihrem Team ein Tierheim in Ajman, in dem Hunderte gerettete Katzen versorgt werden.
Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 05.07.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 12.07.2026, 18:30 Uhr.
"Es macht mich sehr glücklich zu wissen, dass sie eine zweite Chance auf ein besseres Leben bekommen haben. Genau das ist es, was wir wollen – ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben zu leben. Katzen können 15 bis 20 Jahre alt werden, aber auf der Straße überleben sie oft nicht einmal ein oder zwei Jahre. Ein sicherer Ort gibt ihnen endlich die Chance zu erfahren, was es heißt, sicher, geliebt und versorgt zu sein."
Insgesamt hat Taji nach eigenen Angaben bereits über 3.000 Katzen gerettet. In ihrem Tierheim werden derzeit rund 600 Tiere versorgt, medizinisch behandelt, geimpft, kastriert und – wenn möglich – zur Vermittlung vorbereitet. Für viele von ihnen ist es der erste sichere Ort in ihrem Leben.
"Ich versuche die Menschen immer zu ermutigen, weil viele denken, dass sie keinen Unterschied machen können. Vielleicht haben sie kein Geld oder keine Möglichkeit, Katzen unterzubringen. Aber das, was wir tun können, das, wozu wir fähig sind, ist alles, was zählt. So habe ich auch angefangen. Ich hatte nicht einmal ein Auto, als ich begann – ich bin mit dem Fahrrad gefahren und habe die Katzen im Rucksack zum Tierarzt gebracht. Aber schaut, wie sich alles entwickelt hat. Mit den richtigen, reinen Absichten öffnen sich Türen."
Tiere in Österreichs Zirkussen
Auch in Österreich ist ersichtlich, dass sich der Einsatz für Tiere lohnt. Der Verein gegen Tierfabriken und alle tierlieben Menschen, die den Verein und seine Arbeit unterstützen, haben einen Grund zu feiern. Seit Jahren setzt sich der Verein für die Tiere im Zirkus ein und forderte ein Verbot. Seit 2005 gibt es in Österreich zwar ein Wildtierverbot im Zirkus. Aber im Tierschutzgesetz wurden Kamele und Alpakas als "domestizierte Haustiere" geführt. Sie wurden weiter zu Unterhaltungszwecken genutzt. Doch damit ist jetzt Schluss!
Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Zirkusse in Österreich Alpakas, Lamas, Kamele und Wasserbüffel nicht mehr mitführen und nicht mehr in Vorstellungen verwenden. Wer trotz Verbot eines dieser Tiere im Rahmen einer Zirkusveranstaltung sieht, kann sich mit Beweisfotos an den Verein gegen Tierfabriken wenden, der solche Fälle zur Anzeige bringt.
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden