AfD-Wahlsieg

In elf Gemeinden NULL Stimmen für die CDU

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
© Getty Images
Das Debakel der CDU in Mecklenburg-Vorpommern: In elf Gemeinden blieb die Partei von Kanzler Friedrich Merz bei mindestens einer der beiden Stimmen ohne jedes Kreuz. In Grischow und Hugoldsdorf bekam sie weder Erst- noch Zweitstimme. Landesweit landete die Union bei 4,9 Prozent und verpasste erstmals den Einzug in einen Landtag.
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In Grischow, 230 Einwohner in der Mecklenburgischen Seenplatte, hatte die CDU 2021 noch 18 Prozent. Fünf Jahre später: null. Die AfD kam auf 69,4 Prozent der Zweitstimmen, vor SPD (23,1 Prozent), BSW (4,8) und Linken (2,7). Hugoldsdorf im Kreis Vorpommern-Rügen, 125 Einwohner, zeigt dasselbe Bild: keine CDU-Stimme, 65,6 Prozent für die AfD. In Kieve blieb die Union bei den Zweitstimmen bei null, obwohl die AfD mit 23,8 Prozent unter ihrem Landeswert von 38,2 Prozent lag. Dort gewannen SPD (42,9) und Grüne (20,2).

Ohne CDU-Erststimme blieben außerdem Buchholz, Briggow, Rögnitz und Roduchelstorf, berichtet die BILD. Ohne Zweitstimme Bredenfelde, Neetzka, Groß Schwiesow und die 2000-Einwohner-Gemeinde Papendorf.

Die AfD sammelte in den kleinen Orten Rekordwerte: In Groß Luckow - 138 Wahlberechtigte - stimmten 78,6 Prozent für sie. Wrangelsburg kam auf 78 Prozent, Wilhelmsburg auf 72,9. Auch Blesewitz, Krusenfelde und Garz liegen bei mindestens 70 Prozent.

Rekordwerte für die AfD

Bei der Wahl im Jahr 2021 hatte die CDU noch 13,3 Prozent. Diesmal verlor sie mehr als 70.000 Zweitstimmen.

Die AfD wurde mit 38,2 Prozent und 32 Sitzen stärkste Kraft, die SPD von Manuela Schwesig holte 35,5 Prozent und 29 Mandate. Linke (6,5) und Grüne (5,7) ziehen ein, BSW (4,8) und FDP (1,0) nicht. Rechnerisch möglich ist Rot-Rot-Grün, alle drei Fraktionen schließen eine Koalition mit der AfD aus. Die Wahlbeteiligung stieg auf 78,1 Prozent.

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