Abhilfe

Kühle Luft statt Hitzefrust für St. Pölten

Sprühnebel
© Getty Images
Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad setzt die niederösterreichische Landeshauptstadt auf abkühlende Maßnahmen - mit einer Mischung aus Wasser, Grünraum und durchdachter Cityplanung.
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Während ganz Niederösterreich aufgrund der Sommerhitze ins Schwitzen kommt, setzt St. Pölten gezielt auf Abkühlung. So sorgt am Domplatz eine Sprühnebelanlage für willkommene Erfrischung, wo aus 360 Bodendüsen winzige Wassertröpfchen in die Luft abgegeben werden, um die Umgebungstemperatur zu senken und für ein angenehmeres Klima zu sorgen. Die Passanten nehmen das Angebot dankbar an, gleichzeitig gibt es jedoch Diskussionen über den Wasserverbrauch der Anlage. Die Sprühnebelanlage läuft täglich zwischen 10 und 20 Uhr, allerdings nur bei entsprechenden Wetterbedingungen, und verbraucht laut Stadt sogar weniger als ein zu bewässerndes Fußballfeld.

Eine Sprühnebelanlage am Boden des Domplatzes St. Pölten versprüht feinen Wassernebel.
Sprühnebelanlage am Domplatz St. Pölten. © ORF

Darüber hinaus investiert man auch in langfristige Lösungen: Entlang der Promenade wurde eine Fahrspur entfernt, damit mehr Platz für Bäume entsteht. Sobald diese ausgewachsen sind, sollen sie für großflächige Beschattung sorgen und die Temperaturen deutlich senken. Dabei will man Regenwasser gezielt nutzen, um Grünflächen nachhaltig zu bewässern.

Viele Menschen versammeln sich vor dem runden Windfänger am Europaplatz bei sonnigem Wetter.
Der Windfänger am Europaplatz. © Christian Krückel.

Und am Europaplatz erfüllt der sogenannte "Windfänger" gleich eine doppelte Funktion: Das rund fünf Meter hohe Bauwerk wird mit Wasser befeuchtet, das über mehr als 16.000 Tonziegel rinnt. Durch die Verdunstung entsteht ein kühlender Effekt, der in der unmittelbaren Umgebung deutlich spürbar ist - das Wasser versickert dort anschließend ebenfalls im Boden, um die rundumliegenden Pflanzen zu bewässern. Last but not least setzt die Stadt auch auf natürliche Frischluftschneisen, damit kühle Luft ungehindert in die Landeshauptstadt strömen kann.

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